Akzeptanz

Manchmal habe ich Zweifel. Hätte ich vielleicht doch noch mal das Gespräch suchen sollen? Andererseits ist er mich ja schon Wochen vor dem Ende ausgewichen… Irgendwann musste es mal gut sein!

Doch das muss ich mir hin und wieder richtig ins Gedächtnis rufen. Da denke ich an einen schönen Moment und beginne zu zweifeln. Und dann zwinge ich mich daran zu denken wie er mich am Schluss behandelt hat. Von einem gemeinsamen „uns“ war er umgeschwenkt zu einem „Ich“. Ein uns gab es nicht mehr. Ich, meine Gefühle, meine Gedanken hatten keinerlei Priorität mehr. Sehr viele Dinge waren plötzlich wichtiger. Auf Dauer hätte ich mit ihm sowieso nicht glücklich werden können. Ich will jemand an meiner Seite, wo ich einen gewissen Stellenwert einnehme. Wo ich gehört und eingebunden werde. Weiterlesen

Berührungsjunkie

Ich weiß, dass ich da ein enormes Defizit aus meiner Kindheit habe. Umarmen war nicht die Stärke meiner Großeltern.

Körperliche Nähe ist etwas was mir fehlt so lange ich denken kann. Es kommt mir vor als wäre das diesbezügliche Glas in meinem Leben nie halb voll geworden. Manchmal hatte ich eine Beziehung und dann stieg der Level ein wenig an, doch dann war wieder alles zu Ende und der Inhalt verdunstete im Laufe der Zeit.

Im Grunde habe ich mich damit arrangiert. Das ist etwas was mir in meinem Leben fehlt und wo ich alleine auch nichts dagegen tun kann…. Weiterlesen

Die Zukunft beginnt heute!

Eigentlich hat sie schon vor einem Monat begonnen, doch ich brauche immer ein wenig Zeit um mich auf veränderte Gegebenheiten einzustellen. Doch sobald ich es geschafft habe, ist es so und das neue Kapitel meines Lebens kann starten.

Dieses Wochenende habe ich mehr geschlafen als an jedem anderen Wochenende heuer! Und dabei war es kein verlängertes Wochenende. Es waren nur zwei Tage, doch die habe ich ausgiebigst im Bett verbracht. Mein Kopf grübelt nicht mehr. Es ist wie es ist. Ich habe es akzeptiert. Ich werde damit leben können. Ich habe schon sehr vieles er- und überlebt, Rückschläge werfen mich nicht nachhaltig aus der Bahn.

Mein Problem ist die Zeit bis zu dem Punkt der Akzeptanz. Ich klammere mich immer sehr lange an etwas. Ich gebe nicht so schnell auf. Auch wenn mir schon klar ist, dass ich loslassen sollte. Doch das hat einen ganz einfachen Grund. Ich bin Steinbock. Wenn ich loslasse, dann richtig. Dann war es das für mich. Ich treffe eine Entscheidung und stehe dazu. Als ich meinem Chef erklärte – ich will nicht mehr – glaubte er an eine Trotzreaktion. Dass ich mich mit der Zeit schon beruhigen würde. Doch so bin ich nicht. Ich kämpfe und kämpfe und kämpfe, bis ich es nicht mehr tue. Und wenn ich aufhöre zu kämpfe, wenn ich mit etwas abgeschlossen habe, dann war es dass für mich. Weiterlesen

Das Leben rast dahin…

… und steht doch still. So schnell sich Dinge in manchen Bereichen meines Lebens auch bewegen, in anderen steht alles still. Und wenn die Dynamik in manchen Dingen zunimmt, merkt man erst so richtig, wie statisch andere Dinge sind! Es gab mal eine Zeit da war mein Alltag vorgezeichnet. Im Moment ist er das nicht. Im Büro bin ich von meiner Hauptaufgabe freigestellt und arbeite nur mehr in einem Projekt. Ich bin nicht mehr zuständig für die Befindlichkeiten meiner Mitarbeiter und es geht mir auch überhaupt nicht ab. Doch durch das Projekt, bin ich auch nicht mehr so gefangen in der Welt der Sekretariatszeiten und Spätdienste. Ob ich am Donnerstag oder Freitag bis 16 Uhr im Büro bleibe, hängt nicht mehr davon ab ob Margits Katze mal wieder in die Tierklinik muss oder der Hund ihrer Eltern Zahnschmerzen hat! Ich kann kommen und gehen wie ich will! Herrlich das Gefühl nicht mehr den eigenen Zeitplan nach den Haustieren von irgendwelchen Leuten richten zu müssen!

Diese Woche fiel mir das wieder mal auf und das obwohl ich nur zwei Tage im Büro war. Montag und Dienstag lag ich nämlich kränklich zu Hause. Normalerweise wäre ich arbeiten gegangen obwohl ich lieber liegen geblieben wäre, doch so wie es derzeit steht habe ich beschlossen mich nicht zu quälen! Und so kümmerte ich mich um mich selber, während PK sich um das Projekt kümmerte. Am Mittwoch gaben wir dann gemeinsam richtig Gas und am Donnerstag war er dann krank und ich hielt die Stellung. Freitag hatte ich dann ein paar Stunden geopfert und mir frei genommen – wie so ziemlich alle bei uns! Weiterlesen

Unsicherheit – Ablehnung – Zielstrebigkeit

Also mir persönlich ist eine klare Ablehnung weit lieber, als unsichere Zeiten. Wobei ich nicht von globalen Unsicherheiten sprechen, sondern konkret in meinem näheren Umfeld. Mit Ablehnung kann ich aufgrund der Vielzahl, die ich schon erleben durfte, recht gut um. Wenn mich jemand ablehnt, ist es mir zwar nicht egal, aber ich setzte in der Sekunde mein Pokerface auf, fahre die emotionale Mauer hoch und gehe meiner Wege. Sobald ich alleine bin, lasse ich dann meine Gefühle raus und danach überlege ich mir, wie ich weitermache. Ich bin das klassische Stehaufmännchen. Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen. Das kann ich.

Was ich nicht kann ist warten. Mit Hoffnung auf bessere Zeiten haben, habe ich ein echtes Problem. Vor allem wenn ich nichts dazu beitragen kann. So lange ich etwas tun kann, kann ich jede Hürde überwinden. Aber mich auf andere verlassen, fällt mir echt schwer. Vielleicht weil ich zu oft enttäuscht wurde. Ich habe immer und immer wieder feststellen müssen, dass ich mich nur auf mich selber verlassen kann! Meine Eltern mal ausgenommen! Aber egal ob im Freundeskreis, im Büro oder in meinen Beziehungen, sobald ich mich auf jemand verlassen habe, wurde ich bitter enttäuscht.

Wenn dann zu diesem Grundproblem, noch ein paar Unsicherheitsfaktoren dazukommen – wie ich es jetzt im Büro habe – dann wird das ganze für mich unerträglich und ich total emotional. Doch in Bezug auf mein Büroproblem, kann ich ja etwas tun. Ich kann ihnen den Mist vor die Füße werfen. Was ich auch tun werde. Obwohl dies wiederum einer andern Grundhaltung von mir zuwider geht. Meiner Zielstrebigkeit. Mir war sofort klar, dass ich so nicht weitermachen will. Aber ich bin es nicht gewohnt aufzugeben. Ich bin es gewohnt durchs Ziel zu gehen! Auch wenn es noch so lange dauert und egal wie viele Hürden ich auf dem Weg auch überwinden muss.

Aufgeben tut man nicht. Aufgeben tun wir nur einen Brief. Weiterlesen

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Manchmal frage ich mich, was genau eigentlich in seinem Kopf vorgeht. Wieso glaubt er, dass ich Freitagabend nichts zu tun habe? Wieso glaubt er, dass ich Freitagabend nichts Besseres zu tun habe, als mir sein Gejammer anzuhören?

Vor Jahren war es durchaus üblich, dass wir am Freitagabend telefoniert haben, doch diese Zeit ist seit Jahren vorbei. Und er hat mich auch jahrelang nicht angerufen. Aber in letzter Zeit würde er es wieder versuchen. Ist es, weil ich ihm gesagt habe, er soll das Gerede für sich behalten? Ist es, weil er merkt, dass sich meine Haltung verändert hat?

Vor kurzem habe ich mich mal wieder mit der ganzen Geschichte auseinandergesetzt. Auch weil mir immer wieder Menschen gesagt haben – der hat dich ja toll manipuliert. Also habe ich mir die ganze Geschichte nochmal mit Abstand angeschaut. Weiterlesen