Nasch-Challenge

Ein Grund warum ich in letzter Zeit ein wenig gereizt bin, ist wahrscheinlich auch mein Zuckerentzug….

Nachdem meine Hosen wieder ein wenig eng geworden sind, habe ich beschlossen, da muss was geändert werden. Und als einen der Hauptknackpunkte habe ich die Nascherei am Abend nach dem Abendessen geortet. Die blöde Nascherei habe ich mir angewöhnt als es mir wegen dem Planer-Ex schlecht ging. Angewöhnen kann ich mir so etwas sehr schnell, das mit dem abgewöhnen ist schon schwieriger! Weiterlesen

Wissen

Als ich noch ein Kind war, glaubte ich, wenn man nur genug liest, dann weiß man irgendwann alles. Das ist natürlich Blödsinn, kein Mensch kann so viel lesen um ALLES zu wissen. Doch auch diese Idee hatte ich von den Grosis. Die hatten ja einen sehr begrenzten Horizont und gaben mir immer das Gefühl, dass die Welt klein und kompakt ist.

Dabei ist sie riesig und jeden Tag kommt neues Wissen hinzu. Ich lese gerne wissenschaftliche und medizinische Beiträge, alleine was es da im Moment neues gibt ist ur viel. Wir Menschen lernen uns andauernd besser kennen. Jede Generation erlebt eine andere Welt. Und so müssen wir unser Wissen auch immer an die Gegebenheiten anpassen. Einfach das von den Eltern gelernte als ultimative und einzige Wahrheit anzusehen, ist zwar möglich, doch wiederum sehr begrenzt. Weiterlesen

Quality Time

Ich habe ja bereits darüber geschrieben, dass ich mich immer erst zu Hause in meiner Freizeit angekommen fühle. Training nach der Arbeit wird dadurch zu einer Pflichtübung – dass noch durchziehen und dann hast du frei – und private Termine am Wochenende kürzen vermeintlich mein Freizeitgefühl. Ich habe da noch ein wenig darüber nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass auch dieses empfinden im Winter stärker ausgeprägt ist, als im Sommer. Doch dort habe ich es schon auch! Nur nicht so stark.

Als ich am Samstagvormittag trainieren war, habe ich da ein wenig darüber philosophiert – was macht man sonst am Stepper – und da fiel mir der Begriff  „Quality Time“ ein. Das zu Hause entspannen und herumkugeln ist „Chill Time“, Training, Veranstaltungen, Ausflüge, etc. sind ab sofort Quality Time! Ich habe dann zwar versucht eine genaue Zuordnung zu treffen, das ist aber gar nicht so einfach.. Weiterlesen

Freizeit beginnt nicht an der Wohnungstür!

Die Überschrift ist für mich. Ich weiß nicht woran es liegt, aber richtig „frei“ fühle ich mich nur zu Hause. Wenn ich unmittelbar nach der Arbeit zu einem Termin fahre – auch wenn es ein privater ist – fühle ich mich erst in der Freizeit angekommen, wenn ich zu Hause bin. Was ja Schwachsinn ist!

Zeit mit Menschen verbringen die ich mag, ist ja cool. Zu Events gehen, die ich mir selbst ausgesucht habe, ist ja toll! Fitnessstudio ist Freizeit. Und doch habe ich da etwas in mir, dass alles was ausserhalb meiner Wohnung stattfindet unter Termin läuft. Und sich somit nicht wirklich als Freizeit anfühlt. Weiterlesen

Mein Jahr 2017 – Teil 1, schöne Erlebnisse

Am Ende eines Jahres lasse ich gerne das Jahr Revue passieren. Also mittlerweile mache ich das gerne. Früher tat ich das eher ungern. Schlechte Jahre will man ja nicht wirklich noch mal am Bildschirm haben, lieber abhaken und hoffen dass das neue besser wird. Doch jedes Jahr hat auch positives und wenn man das nicht hervor holt, dann geht es auch ganz gerne gleich mal unter. Als ich über das vergangene Jahr nachdachte, waren die schlechten Erinnerung auch sehr viel präsenter. Die guten Momente – vor allem in der ersten Halbjahreshälfte – musste ich erstmal hervorkramen!

Jänner:

Mehr oder weniger begonnen hat das Jahr mit Aretha und der Fledermaus in der Staatsoper. Das war toll. Ein wunderschöner Abend! Wir hatten mächtig viel Spaß und ich war endlich mal in der Staatsoper!

Februar:

Dann natürlich die Gregorian in der Stadthalle. Dort war ich mit meinem Planer-Ex. Wir waren verliebt, hielten Händchen, kuschelten uns aneinander und knutschen vorher und nachher rum. Wir hatten einen wunderschönen Abend. Damals lag ein schönes gemeinsames Leben vor uns. An dem Abend war ich auf jeden Fall sehr glücklich. Leider ist die Erinnerung jetzt mit sehr viel Wehmut verbunden, aber da können die Gregorians nichts dafür.

Dann gab es noch einen schönen gemeinsamen Valentinstag. Der erste seit einem Jahrzehnt den ich nicht alleine mit Schokolade im Bett verbracht habe. Und auch einer der wenigen Momente wo er mir das Gefühl gab, dass ich Priorität in seinem Leben habe…. Weiterlesen

Endlich Urlaub

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr nach einer – gefühlt – extrem langen Woche oder auch Jahr, endlich im Urlaub angekommen seid? Wenn ihr alles erledigt habt, nach Hause kommt und euch endlich gemütlich auf der Couch niederlassen könnt… Und ihr wisst, morgen läutet kein Wecker, genausowenig übermorgen oder überhaupt gar nie irgendwann die nächsten zweieinhalb Wochen! Das ist so ein herrliches Gefühl! Am Freitag konnte ich es mal wieder genießen.

Es war ein langes ereignisreiches Jahr und die letzte Woche zog sich noch mal ein wenig mehr!

Im Büro gab es noch eine kleine Diskussion und auch wenn ich nicht wirklich betroffen war, war die Stimmung angespannt und es lag einfach etwas in der Luft. Am Dienstag ging ich trotzdem trainieren und danach ins Infrarot. Was zwar total genial war, ich aber dadurch recht spät heimkam und auch die nächsten zwei Tage mal wieder meine Muskeln schön spürte und mein Körper von einer Grundmüdigkeit erfasst war. Das machte das aufstehen nicht gerade leichter! Weiterlesen

Kunigunde

Ich habe euch versprochen euch meine anstrengende Kollegin vorzustellen und ich muss sagen die erste Herausforderung war ein Synonym zu finden. Es gibt Namen die verbinde ich mit einem Gefühl. Positiv oder negativ. Doch mir fiel keine Frau ein die auch nur annähernd dem Gefühl nahe kam, welches ich für diese Frau empfinde! Am nähesten dran ist da noch meine Großmutter, aber auch nicht wirklich. Es war einfach nicht stimmig. Also suchte ich einen alten Namen raus, da sie auf mich manchmal wie aus der Welt gefallen scheint….

Normalerweise sehe ich Kunigunde gar nicht, was mir aber auch sehr recht ist! Sie ist nicht nur eine andere Generation – gut damit hätte ich ja genug Erfahrung – sie ist auch total in ihrer eigenen Welt gefangen. Und in ihrem Kopf muss es sehr düster aussehen. Ihr Leben besteht offenbar nur aus zwei Farben – schwarz und weiß. Sie hat mir noch nichts erzählt, dem ich auch nur ansatzweise folgen kann oder will! Sie ist das geborene Opfer und zwar in der stärksten Ausprägung die mir jemals untergekommen ist!

Und sie ist total unempfindlich gegen negative Schwingungen. Wenn du ihr heute drüber fährst, sie stehen lässt, ihr erklärst dass sie dich nervt,…. Sie steht am nächsten Tag wieder da und redet wieder mit dir, als wäre nichts gewesen. Wobei ich schon versuche sie nicht zu sehr abzuschasseln, schließlich habe ich Respekt vor dem Alter, aber manchmal treibt sie mich über meine Grenzen. Meistens lasse ich sie dann einfach stehen und gehe. Und ich bin nicht die einzige. Alle meiden sie wo es nur geht.

Anfangs hatte ich eher Mitleid mit ihr. Sie ist ein armes Hascherl dass sich zuerst von ihrem Mann und nun von ihrem Sohn unterdrücken lässt. Gut, das ist ihre Sache. Ihre Ansichten sind aber für jede Feministin schmerzhaft! Das kannst du dir einfach nicht anhören. Genauso wenig wir ihre Männerfeindlichkeit. Männer sind ja grundsätzlich an allem Schuld. Als sie das letztens beim Essen kommunizierte ist mein Kollege einfach aufgestanden und gegangen. Gut, kann ich auch verstehen!

Als wir bei einer Feier darüber sprachen was bei einem Blackout gut wäre zu Hause zu haben, hat sie uns erklärt „Ich will gar keine Lebensmittel vorrätig haben, sonst kommen meine Nachbarn und rauben mich aus.“ Ich glaube manchmal, sie besitzt gar kein Glas… (Es ist also weder halb voll, noch halb leer, sondern gar nicht vorhanden). Als wir Schneegestöber in Wien hatten, erklärte sie mir, sie dürfe laut ihrem Sohn keinen Trockner besitzen und müsse ihre Wäsche am Balkon trocknen. Als ich mal nachhakte – obwohl ich es eh schon wusste – wem denn die Wohnung gehören würde, kam nur ein „Niemanden, ist eine Mietwohnung“. Doch ich lies nicht locker „Und wer zahlt die Miete?“ Natürlich zahlt die sie. Ihr Sohn schnorrt sich mit 25plus immer noch durch und trägt nichts bei, schafft aber mit ihr an. Ich beendete das Gespräch dann mit „Wenn ich die Miete zahle, ist es meine Wohnung und wenn ich einen Trockner will, dann lege ich mir auch einen zu!“

Wie gesagt, sie lässt sich unterdrücken. Ist mir grundsätzlich wurscht. Ist ihr Leben und ich bin kein Retter. Doch wenn sie es mir dauernd ungefragt erzählt, dann entzieht sie mir mit ihren Blödheiten meine Energie. Weshalb ich ihr aus dem Weg gehe. Mein Kollege wiederum lässt sie prinzipell stehen oder ignoriert sie. Das fand ich anfangs extrem heftig, verstehe ich mittlerweile aber! Jedes Mal wenn sie den Mund aufmacht, bin ich versucht ihr zu widersprechen. Ganz toll finde ich immer wenn ich etwas erzähle und sie dann ihren Senf dazu gibt. Vorzugsweise mit der Formulierung „Nein, das war….“. Ja bitte, erzähle mir meine Geschichte wo ich dabei war und du nicht! Dazu kommt, dass sie glaubt dass sie die Beste ist! Was ich jetzt nicht beurteilen kann, da ich dienstlich mit ihr gar nichts zu tun habe. Ich weiß nur dass sie bei unserem Auftrag für den Oberboss, als der Kollege sie zu meiner Unterstützung schicken wollte, sie sich verweigert hat. Also Teamplayer ist sie definitiv nicht, was mir aber ganz recht war. Die hätte uns wahrscheinlich nur aufgehalten! Sie mag gut sein, schnell ist sie aber definitiv nicht!

Tja, das ist unsere Kunigunde. Kurz vor der Pension, will sie aber nicht gehen, da man in der Pension sowieso verblödet. Sie wird bis zum letzten Tag da sein und sich danach einen Job in der Privatwirtschaft suchen. Würde mich nur interessieren, was sie sich vorstellt, wer ihre Expertise brauchen kann? Nein, eigentlich doch nicht…..

© Libellchen, 2017