Akzeptanz

Manchmal habe ich Zweifel. Hätte ich vielleicht doch noch mal das Gespräch suchen sollen? Andererseits ist er mich ja schon Wochen vor dem Ende ausgewichen… Irgendwann musste es mal gut sein!

Doch das muss ich mir hin und wieder richtig ins Gedächtnis rufen. Da denke ich an einen schönen Moment und beginne zu zweifeln. Und dann zwinge ich mich daran zu denken wie er mich am Schluss behandelt hat. Von einem gemeinsamen „uns“ war er umgeschwenkt zu einem „Ich“. Ein uns gab es nicht mehr. Ich, meine Gefühle, meine Gedanken hatten keinerlei Priorität mehr. Sehr viele Dinge waren plötzlich wichtiger. Auf Dauer hätte ich mit ihm sowieso nicht glücklich werden können. Ich will jemand an meiner Seite, wo ich einen gewissen Stellenwert einnehme. Wo ich gehört und eingebunden werde. Weiterlesen

Jesus Christ Superstar

Voriges Wochenende gab es eine kleine Reise in die Vergangenheit. Als ich noch ein Kind war, spielte es jedes Jahr im Fernsehen das Musical Jesus Christ Superstar. Ich weiß nicht mehr ob zu Weihnachten oder Ostern, aber ich kann mich erinnern, dass ich es etliche Male gesehen habe. Und es hat mir immer sehr gut gefallen. Als mich Aretha fragte ob ich mal zur Abwechslung ins Musical gehen will, wünschte ich mir natürlich genau das Musical das ich in sehr guter Erinnerung hatte. Aretha gefiel die Idee, da ihr die Musik immer gefallen hatte, aber sie kannte das Musical selbst nicht. Bei mir wiederum waren nur einzelne Fragmente vorhanden in meinem Gedächtnis. Weiterlesen

Besuch von der Vergangenheit

Am Wochenende war Tim da. Zuerst habe ich ihn ganz klassisch vom Bahnhof abgeholt und dann haben wir es uns mit ein paar Bierchen bei mir gemütlich gemacht. Wir haben über die letzten 10 Jahre gequatscht, über die Zeit wo wir zusammen fort gegangen sind, genauso wie über unsere gemeinsame Schulzeit. Wir haben uns auf den neuesten Stand gebracht, wer verheiratet ist, wer noch immer in unserem Heimatort wohnt, wer weggezogen ist, wer noch mit uns Kontakt hat.

Und ganz wichtig, wer uns fehlt! Ja, wir vermissen beide den ein- oder anderen Menschen. Aber so ist das Leben. Menschen kommen und gehen. Und wir haben uns wieder. Ich werde diesmal auch wirklich darauf achten, dass wir uns nicht wieder aus den Augen verlieren. Deshalb bin ich auch auf seine Versuche des Körperkontaktes nicht eingegangen. Körperliche Nähe ist keine gute Idee. Er ist einfach nicht der richtige Mann für mich und bedeutungsloser Sex wäre definitiv kontraproduktiv. Weiterlesen

Geschützt: Ablenkungsmanöver

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Augen und Ohren

Ich hatte mal eine Freundin die mir vorgeworfen hat, dass ich unaufmerksam mit meiner Umwelt bin. Mich hat das damals total getroffen, da ich dazu eine ganz andere Meinung hatte, rückwirkend muss ich sagen, sie hat teilweise total recht, andererseits auch wieder nicht.

Ich bin tatsächlich unaufmerksam was das sehen anbelangt. Das sind wahrscheinlich meine männlichen Hormone. Neue Frisur? Neues Shirt? Sehe ich nicht. Eine Blume am Straßenrand? Ein lustiges Auto in der Einfahrt? Keine Chance. Genau hinsehen tue ich nur, wenn ich eine Kamera in der Hand habe. Beim wandern bin ich darauf konzentriert Dinge zu sehen. Doch ansonsten nehme ich meine Umwelt nicht wirklich wahr. Weiterlesen

23 11

Als ich gestern meinen Beitrag reingestellt habe, habe ich zufällig das Datum gesehen. 23. 11. und sofort sprang mein „Jemand hat Geburtstag-Alarm“ an. Den Anruf konnte ich mir dann allerdings sparen, denn es wäre der Geburtstag meines Großvaters gewesen, der ja bereits vor fast 2 Jahren von uns gegangen ist. Er wäre gestern 91 Jahre geworden.

Ich schätze dieses Datum wird mich immer an ihn erinnern. Seinen Todestag kann ich mir komischerweise dagegen nicht merken. Ich weiß es war Anfang Dezember, doch den genauen Tag muss ich immer wieder nachschauen. Obwohl ich normalerweise ein extrem gutes Gedächtnis habe, was Zahlen anbelangt. Ist das schlimm? Sollte ich ein schlechtes Gewissen haben, weil ich mir nicht merke wann er gestorben ist? Weiterlesen

Ochsenheid – Kitzberg – 09 06 13

Back to the roots! Hier bin ich „aufgewachsen“. Also nicht auf dem Berg, sondern im Tal, aber mein Großvater war so oft mit mir diesen Weg unterwegs, dass ich ihn nach 25 Jahren, ohne Karte, problemlos gefunden habe. Sobald ich den Wald betreten hatte, fühlte ich mich zu Hause. Ich wurde von einem so friedlichen Gefühl durchströmt, wie ich es schon sehr lange nicht mehr gefühlt habe. Wieso hatte ich also so lange gezögert? Den Plan von der Ochsenheid auf den Kitzberg zu gehen, habe ich schon seit über einem Jahr, doch erst an diesem Sonntag wagte ich es. Weiterlesen