Wir im Alter

Eine zusätzliche Herausforderung bei dem Seminar vorige Woche war die Teilnahme von Krimhilde. Hätte ich gewusst dass sie hingeht, hätte ich mich wahrscheinlich gar nicht angemeldet. Das sie zum selben Seminar geht, habe ich aber erst erfahren als die Zusage kam. Und da war es dann schon zu spät. Und ja, sie war wieder in Höchstform. Sogar die Vortragenden – echte Profis – hatten Probleme ihren Gedankengängen zu folgen. Oftmals war bei ihren Aussagen noch nicht mal klar, meint sie das jetzt positiv oder negativ? Sie kann sich einfach nicht erklären. Immer öfter erinnert sie mich an meine Großmutter! Lebt in ihrer eigenen kleinen Welt und kennt nur schwarz oder weiß. Graustufen gibt es einfach nicht. Sie stellt einfach eine Aussage in den Raum und geht davon aus, dass sie jeder versteht, weil ja sowieso alle gleich denken wie sie…. Weiterlesen

Anteil Mama

Puh. Das war schwieriger als gedacht. Vor allem es einzugrenzen auf meine jungen Jahre. Mit meiner Mutter bin ich ja bereits einen sehr weiten Weg gegangen und wir beide haben uns im Laufe der Jahre auch extrem weiterentwickelt, aber es gab auch den Anfang….

Und auf den sollte ich mich laut Buch auch konzentrieren. Als kleines Mädchen habe ich meine Mutter angebetet! Ich fand sie toll, wenn sie bei uns reinschneite mit ihrem Selbstbewusstsein. Ihr dynamisches Auftreten, das genaue Gegenteil von den Grosis. Sie ging arbeiten, hatte soziale Kontakte, war frei und dann irgendwann in einer Beziehung und Ehe. Sie hatte eine tolle Wohnung, viele Freunde. Ihr Leben wirkte perfekt auf mich. Nur ich passte nicht rein…. Ich weiß noch, wie ich zu Hause saß und auf Mama wartete, die dann doch nicht kam…. Wie sie gleich wieder ging, wo sie doch gerade erst gekommen war…. Weiterlesen

Entwicklungsschritte

Rückblickend tut man sich eher leicht, die wichtigen Änderungen im eigenen Leben zu erkennen. Dies können scheinbar kleine Entscheidungen sein, ebenso wie große Schicksalsschläge. Bei den großen Schicksalsschlägen vermutet man allerdings, dass sich das Leben radikal ändern wird, bei den kleinen Entscheidungen ist man sich – oftmals – der langfristigen Auswirkungen gar nicht bewusst.

Draußen ist es nasskalt, ich lümmele in meiner Wohnung rum, spiele am Computer rum, höre Musik und bin einfach faul. So weit so bekannt. Doch ich fühle mich anders. Es ist schwer in Worte zu fassen. Doch früher war der Alltag einfach anders.

Erstens einmal war die Umgebung eine andere. Bei diesen Temperaturen hätte ich in der alten Wohnung möglicherweise schon heizen müssen. In der neuen denke ich darüber nach, dieses Wochenende mal die Heizung zu entlüften, damit ich dann für den Winter gerüstet bin. Es ist ruhiger und heller. Meine Nachbarn sind angenehmer. Ich fühle mich gut aufgehoben in der neu eingerichteten Wohnung. Weiterlesen

Optische Veränderung

Mit 37 Lebensjahren habe ich schon einige Veränderungen hinter mir. Innerlich und äußerlich. Die innerlichen sieht natürlich niemand und nur Menschen die sich wirklich für mich interessieren, haben sie mitbekommen. Diese Menschen kann man allerdings an einer Hand abzählen.

Die äußerliche Veränderung könnte jeder mitbekommen der mich kennt. Auch wenn Margit immer noch behauptet nicht zu sehen, dass ich fast 40 Kilo abgenommen habe. Dies ist einer der Gründe warum ich vermeide zeitgleich mit ihr auf der Straße zu fahren. Die Frau muss ja fast blind sein…. Weiterlesen

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Hass

Ein Gefühl das ich nicht mag. Ich war zwar nicht davor gefeit, doch in den letzten Jahren blieb er mir fern. Als Jugendliche hatte ich doch hin und wieder Menschen gehasst. Doch das konnte ich – Gott sei Dank – abstellen. Hass hindert uns dabei glücklich zu sein. So lange wir etwas oder jemand hassen, können wir niemals vollkommen glücklich sein. Von daher übe ich mich eher im verzeihen, als im hassen. Menschen die ich früher gehasst habe, sehe ich jetzt – rückblickend – als Auslöser für mein Vorankommen. Natürlich enttäuschen mich Menschen. Bin ich traurig über das Verhalten anderer. Werde ich verletzt. Doch deshalb muss ich noch lange nicht hassen.

Umso schlimmer finde ich es wenn ich mir die Hassspiralen dieser Welt ansehe. Die Kriege auf der ganzen Welt. Auch wenn sich die Schauplätze teilweise verändern – manche bleiben ja über Jahrzehnte dieselben – so geht es doch immer wieder um dasselbe. Glaube und Brudermord. Christen gegen Muslime. Juden gegen Araber. Schiiten gegen Sunniten…. Diese Aufzählung ist leider noch lange nicht zu Ende. Sobald man in die Zeitung schaut, sieht man überall dasselbe. Es gibt Krieg weil Menschen sich hassen. Über Generationen, über Jahrtausende!!!! Weiterlesen