Kosmetikerin

Ein guter Urlaub beginnt mit einem Schönheitsprogramm. Dachte ich so bei mir und so war ich am Montag gleich mal bei der Kosmetikerin. Mein erstes Mal! Ich bin ja mit einer sehr schönen Haut gesegnet, allerdings habe ich immer wieder kleine Talgeinlagerungen. Früher habe ich mich selber darum gekümmert. Aber zum einen ist das mühsam, nicht sehr professionell und wahrscheinlich auch nicht wirklich gut für die Haut. Zumindest nicht so wie ich herumgewerkt habe!

Da ich noch nie war, wusste ich auch nicht was auf mich zukommt. Man kann dort ja alles mögliche bekommen, ich beschränkte mich fürs erste Mal auf die Grundreinigung und die Augenbrauen. Also wurde ich gewachst, gereinigt, eingedampft, ausgedrückt, Maske drauf und abgewaschen und fertig. Eine Stunde hat sie an mir herumgedoktort. Und was soll ich sagen, ich bin begeistert. Sie hat alles bereinigt was ich gefunden hatte und noch einiges mehr. Durch das dampfen hat sie mir die Poren geöffnet und da ist gleich noch einiges rausgekommen offensichtlich.  Weiterlesen

Verplanter Urlaubstag

Am Freitag erwachte ich gerädert. Ich fühlte mich schlapp und elend und wäre am liebsten im Bett geblieben. Doch dafür hatte ich keine Zeit! Ich hatte noch einiges vor, bevor ich mein Lager auf der Couch einschlagen konnte. Ich quälte mich auf und stellte mich unter die Dusche, in der Hoffnung dadurch wach zu werden. Danach noch einen Kaffee und gemütlich frühstücken und dann ging es los.

Am Weg zum Auto war ich total bepackt mit allen Dingen die noch brauchen würde an diesem Tag. Das Ziel war erst nach Hause zu kommen, wenn alles erledigt war, was anstand! Ich fuhr nach Siebenhirten in die Parkgarage und parkte im 2. OG. Von dort ging es zur U-Bahn und in weiterer Folge zur Stadthalle. Studienmesse besuchen. Ich wollte mich informieren, da ich mit dem Gedanken spiele, mir doch noch ein Studium zu gönnen. Nicht heuer, sondern eher nächstes Jahr, aber Informationen sammeln kann ja nicht schaden. Ich versuchte mich zu orientieren und bahnte mir meinen Weg, zwischen Massen an jungen Menschen, zu den Ständen der Erwachsenenbildung. Weiterlesen

Der heisse Blau-Auge

Mein zweiter Urlaubstag führte mich in den Beauty-salon. Ein Friseurtermin war schon längst überfällig! Auf dem Weg dorthin kam ich bei einem Verkaufsstand vorbei, wo mich ein David-Garrett-Verschnitt anquatschte. Er wollte mir was verkaufen, allerdings vergaß er gleich mal sein Vorhaben als er mir in die Augen blickte. 3 Mal stolperte er über seinen Text, jedes Mal wenn er mich direkt ansah und ich seinen Blick ganz offen erwiderte. So konnte ich mich dann auch ganz geschickt aus den „Verkäuferarmen“ loslösen. Sollte das ein Verkaufstrick von ihm sein, ist er nicht so ganz erfolgreich damit. Ich will da viel lieber daran glauben, dass ihn meine wunderschönen Augen wirklich total verwirrt haben.

Mir zauberte das kurze Intermezzo auf jeden Fall ein Lächeln ins Gesicht und ich flog förmlich in den Beauty-Salon – zu den Ungarn. Der Shop ist ja eine Niederlassung einer ungarischen Kette und es arbeiten dort auch nur Ungarn. Was mir noch nicht erwähnenswert erschien, aber für Eindruck als Ganzes wichtig ist. Erstens sind die Ungarn netter als die Wiener. Die schauen einem in die Augen, geben einem die Hand und stellen sich vor. Dabei sprechen sie natürlich einwandfreies Deutsch, was gerade bei der Wunschäußerung wichtig ist. Weiterlesen

Erholungsplan

Nachdem ich mir dann doch endlich frei genommen hatte, habe ich überlegt was ich an diesen beiden Tagen angehen will. Während der Überlegung ist mir aufgefallen dass dies das Wochenende ist, wo in Wien mal wieder Buchmesse ist. Somit war gleich mal klar was ich am Donnerstag mache – auf zur Buchmesse!

Für Freitag habe ich dann etwas ganz besonderes geplant. Ich habe einen Termin in einem Beauty-Salon ausgemacht – Friseur mit Waschen, Färben, Schneiden und Föhnen, danach eine SPA-Maniküre und Nägel lackieren. Das wird die erste Maniküre meines Lebens. Bisher bestand meine Maniküre aus einer Nagelfeile und Handcreme. Weiterlesen

Flappi-Art

Ich hab mich mal wieder selbst überlistet. Nachdem ich mich entschieden habe, noch genug Leidensfähigkeit übrig zu haben, um noch 1 ½ Jahre auf meine Wohnung warten zu können, musste ich mich mit den Finanzen auseinander setzen. Ich war noch nie ein großer Geldausgeber, zumindest nicht für mich selbst. Geschenke für andere kauf ich leichter, als dass ich mir selbst etwas leiste.

Meine Großmutter hat mir das so vorgelebt. Sie kaufte immer zuerst mir Kleidung, bevor sie sich selbst was leistete. Wobei sie sich allerdings über ihr Märtyrerdasein definiert hat. Sie war nicht einfach selbstlos. Sie hat mir jedes Mal gesagt, dass sie sich für mich aufopfert und hat mir somit jedes Mal ein schlechtes Gewissen gemacht. Und so wollte ich im Laufe der Zeit immer weniger. Ich lernte mit ganz wenig auszukommen, damit meine Großmutter sich auch mal was kaufen kann. Was sie natürlich trotzdem nicht tat. Es wäre so oder so genug Geld dagewesen. Wir hätten uns auch beide einkleiden können. Doch so war es nicht. Wir hatten beide nichts. Sie war glücklich damit und ich kannte es nicht anders. Weiterlesen