Neuanfang

Alle meinen Planungen und Überlegungen endeten vorige Woche am Mittwoch. Mein letzter Arbeitstag an der alten Dienststellen! Über das danach hatte ich mir keinerlei Gedanken gemacht! Hauptsache die letzten Tage durchstehen und dann nichts wie weg! Und sie zeigten mir nochmal genau warum ich weg will…. Margit war wie immer. Fragte mich Dinge über organisatorische Dinge für die Zukunft der alten Dienststelle – drei Tage bevor ich ging! Kollege TK druckste herum, weil er mich nicht bitten wollte den Schlüssel abzugeben, damit ihn mein designierter Nachfolger bekommen kann. Als er es endlich schaffte mich zu fragen, musste ich ihm leider sagen, dass ich ihn schon am Vortag bei Margit abgegeben hatte. Warum sie das in dem Gespräch dass sie geführt hatten, nicht erwähnt hatte, konnte ich nicht beantworten! Die neue supertolle mehrere tausend Euro teure Theke weihte Margit auch gleich ein indem sie darauf frühstückte! Kollege TK hatte fast einen Schlaganfall deswegen. Mein Projekt ist jetzt sein Projekt!

Ich bin emotional total raus. Ich habe es zwar zweieinhalb Jahre geplant und sehe jetzt wie sie jetzt alles tun damit es kolossal kracht, aber es ist mir egal! Ich weiß, dass ich meine Sache gut gemacht habe. Es hätte funktionieren können, doch es ist einfach nicht gewünscht! Effizienz, Kunden- und Serviceorientierung sind einfach nichts für meine alte Dienststelle! Und jetzt wo ich Störfaktor weg bin, können sie wieder alles schön ineffizient gestalten und sind glücklich damit. Und ich bin glücklich, dass ich es mir nicht mit anschauen muss! Weiterlesen

Wenn die Vergangenheit wieder auftaucht…

Vor ein paar Monaten hatte ich mal einen Termin bei einer anderen Dienststelle. Ich traf mich mit einem Bekannten, doch der verwies mich gleich mal an seine Mitarbeiterin. Diese begrüßte mich wie eine längst verschollene Freundin. Und tatsächlich hatte ich sie bereits vor Jahren kennen gelernt. Auf einem Kurs vor 10 Jahren genauer gesagt. Wir hatten uns immer gut verstanden, auch wenn wir uns nicht wirklich anfreundeten damals. Im Gegensatz zu anderen Mädels, mit denen ich mich auch danach immer wieder mal traf und den Kontakt hielt. Wir tauschten bei diesem Treffen unsere dienstlichen Telefonnummern aus und das war es dann auch wieder.

Gestern dann kam ein Anruf von ihr – nennen wir sie einfach K. An meinem letzten Arbeitstag erreichte sie mich gerade noch im Büro. Ich beantwortete ihre dienstliche Frage und sagte ihr, dass sie Glück gehabt hatte, da ich ab heute 3 Wochen Urlaub habe. Sie selbst hat noch eine Arbeitswoche und dann Urlaub. Sie ist kurz nach mir dann wieder in Arbeit. Und warum auch immer – ist normalerweise gar nicht so meine Art – schlug ich vor, dass wir uns danach ja mal auf einen Kaffee treffen könnten. Sie freute sich sichtlich über die Frage und stimmte sofort zu. Weiterlesen

Ein Leben als Lügendetektor

Ein Fluch und ein Segen zugleich. Nicht viele Lügen bzw. Heimlichkeiten bleiben mir verborgen. Mir macht man nicht so leicht etwas vor. Es ist eine Gabe, die ich zwar mag, aber auch hin und wieder verfluche. So viele Menschen können vor so vielen unangenehmen Dinge die Augen verschließen. Diese Fähigkeit geht mir vollständig ab. Ich sehe viel zu genau hin. Nicht immer bewusst, aber mein Unterbewusstsein arbeitet diesbezüglich auf Hochtouren. Mimik, Gestik, Tonlage, keine Ahnung woran ich es immer wieder merke, doch wenn mich jemand anlügt, dann leuchtet in mir eine Warnglocke und dann bin ich bei dieser Person hinkünftig noch vorsichtiger. Hätte ich diese Gabe nicht, hätte ich noch die eine oder andere Freundin mehr in meinem Leben und wäre wahrscheinlich noch mit dem Vorgänger vom Ex zusammen.

Beim Vorgänger vom Ex wusste ich das etwas im Busch ist, ohne zu wissen was. Bis ich draufkam, dass er wochenlang überlegte ob er mit mir Schluss machen soll, obwohl er nach außen hin versuchte den Schein zu wahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon 3 Freundinnen „angebracht“ die mich hintergangen hatten. Danach folgte noch eine „Freundin“ die sich von mir angegriffen fühlte, weil ich von ihre eine Erklärung für eine Ungerechtigkeit einforderte. Diese konnte sie nicht liefern, war einfach so, für mich galten in ihren Augen andere Regeln als für jemand anders. Ich sah das anders. Weiterlesen

Punkt 32 und 33 und ein wenig Kleinmist

Am Montag fuhr ich als erstes auf die Post um einen Nachsendeauftrag zu fixieren. War auch gar kein Problem, der Schalterbeamte war sehr nett und behandelte mich wie eine alte Freundin. Ich meine damit dass er mich nicht nur duzte, sondern auch mit mir redete, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Gut, wahrscheinlich habe ich ihn wirklich schon ein paar Mal gesehen in den letzten 20 Jahren, aber irgendwie war das Gespräch nicht gerade „normal“. Weiterlesen

Klassentreffen

Wow!!!!! Klassentreffen sind ja so eine Sache bei mir. War ich doch in der Schule keine der beliebten Mitschülerinnen. Schüchterner Streber ohne Sozialkontakte trifft es ziemlich genau auf den Punkt. Von daher riskiere ich es immer mal wieder und gehe zu solchen Treffen und warte was passiert. 2 Treffen gab es schon. 1x Hauptschule, 1x HAK. Beide waren eher unangenehm. Beim ersten Hauptschultreffen – vor 10 Jahren – war ich gerade arbeitslos, kinderlos und unglücklicher Single. Beim HAK-Treffen war ich zwar bereits beruflich erfolgreich aber kinderlos und unglücklicher Single.

Von daher war ich auch ein wenig nervös. Ich versuchte mich zu beruhigen, brezelte mich auf und besann mich auch meine vor kurzem entdeckte Gabe – wenn ich ganz ich selbst bin, wird alles gut. Meine Mutter sagt immer, ich bin dann flappig – abgeleitet von Libellchen. Als ich vor Ort ankam, standen schon ein paar Männer vor der Tür, dass ich erstmal weiter fuhr und mich ein Stück entfernt einparkte. Meine Hände zitterten ein wenig als ich ausstieg. Doch ich stöckelte tapfer auf meinen hohen Schuhen Richtung Eingang. Und ich hatte richtig gesehen, es waren tatsächlich ehemalige Mitschüler von mir. Weiterlesen

Punkt 15 und 16

Großeinkauf war gar nicht so groß wie geplant. Waschmaschine und Staubsauger sind gekauft, Rest wurde aufgeschoben.

Ich hatte nicht gedacht dass es so schwer ist Türstopper zu finden. Schätze ich werde ein wenig im Internet recherchieren müssen. Dafür habe ich jetzt schon eine recht gute Idee bezüglich meiner Lampen. Diese werde ich aber erst nächste Woche kaufen und dann gleich in die neue Wohnung bringen. Weiterlesen

Klassentreffen 2014

Nach 22 Jahren…. Andere treffen sich alle 5 bis 10 Jahre, wir treffen uns immer zu den unmöglichsten Abständen :-). Das letzte Mal war vor genau 10 Jahren. Es war kurz bevor ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber angefangen hatte. Ich weiß noch, ich war einerseits euphorisch wegen meinem neuen Job, andererseits fühlte ich mich ein wenig verloren. Ich war Single – bin ich wieder, hatte keine Kinder – habe ich immer noch nicht, war arbeitslos – nun zumindest hier habe ich Fortschritte gemacht!

Ich habe Karriere gemacht und ich habe dank meiner sportlichen Aktivitäten abgenommen – wobei sie die Zunahme in den letzten 10 Jahren natürlich auch nicht mitbekommen haben. Wie auch immer, ich fühle mich so wohl in meiner Haut, wie noch nie zuvor. Ich bin zumindest emotional gewappnet für ein Wiedersehen mit meinen Schulkollegen. Doch wie ich wirklich reagieren werde, wenn mich jemand auf meinen Dauersinglestatus anspricht, weiß ich nicht. Seien wir mal ehrlich, Singles haben in dieser Gesellschaft immer noch das Stigma von Losern. Nie verheiratet ist schlimmer als geschieden. Wobei ich das persönlich anders sehe, konfrontiert werde ich aber trotzdem nicht gern damit.

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