Anschluss gesucht und gefunden

Als ich vor fünf Jahren umgezogen bin, begab ich mich auf die Suche nach Anschluss. Ich untersuchte die Vereinsliste des Ortes, schmökerte in der Gemeindezeitung und suchte etwas, wo ich mich wohlfühlen könnte.

Was ich fand war

  • Vereine für Kinderaktivität
  • Vereine für alte Menschen
  • Diverse Sportvereine und
  • Einen Bierklub

Wenn man also kein Kind hat oder alt ist, weder Fussball, noch Tennis spielt oder Bier trinkt, findet man bei uns im Ort eher keine Gruppe wo man sich wohlfühlen könnte. Weiterlesen

Energieschub

Am Samstag war mein zweiter ehrenamtlicher Einsatz. Ich war nicht mehr ganz so nervös wie beim ersten Mal, aber Routine ist das ganze auch noch nicht. Das Team war diesmal ein wenig anders als beim letzten Mal und ich hatte eine neue Aufgabe. Beim letzten Mal war ich bei der Registrierung, diesmal bei der Ausgabe. Die Ausgabe ist auf jeden Fall die dankbarere Aufgabe!

Aber fangen wir mal mit dem aufraffen an. Ich war schon die ganze Woche ur müde. Ging fast immer vor 22 Uhr schlafen, weil ich kaum die Augen offen halten konnte. Eine Krankheit lag nicht ganz ausserhalb der Möglichkeiten. Auch am Freitag lag ich bereits vor 22 Uhr im Bett und schlief acht Stunden durch. Doch auch eine andere Möglichkeit gab es für meine Schlappheit. Ich hatte die Pille umgestellt und sollte jetzt eigentlich keine Periode mehr haben. Dass ist aber meinem Körper egal… Am Freitag hatte ich den ganzen Tag Bauchkrämpfe und auch Blutungen, obwohl ich die nicht mehr haben sollte. Nach der Umstellung lag das allerdings im Bereich des möglichen. Der Blutverlust könnte natürlich auch Schuld an meiner Schlappheit sein! Was ich an dieser Stelle positiv erwähnen sollte, seit der Umstellung der Pille hatte ich keine Migräne mehr! Juhu!!!! Weiterlesen

Veränderungen

Am Jahresende wird ja auch immer Resüme gezogen. Über das vergangene Jahr, manchmal auch Jahre. Dazu kam mein in Pension gehender Masseur und ein Zeitungsartikel. Darin stand – was ich eigentlich schon wusste, aber in den Gedächtnishintergrund gerückt war – dass sich die Zellen eines Menschen alle sieben Jahre erneuern. Mit Ausnahme der Herzzellen übrigens. Dies sei auch der Grund warum wir Menschen ca. alle sieben Jahre unsere Gewohnheiten ändern. Also nicht alle Gewohnheiten und nicht immer genau alle sieben Jahre, aber immerhin.

Ich bin ja ein Gewohnheitstier. Doch auch bei mir hat sich immer wieder etwas verändert. Wir Menschen verändern uns. Bewusst und unbewusst. Unser Kleidungsstil ändert sich. Unsere Essgewohnheiten. Wir hören auf zu rauchen. Wechseln unsere Jobs. Ziehen um. uvm. Weiterlesen

Lasst uns arbeiten!

Bei meiner ersten Firma war ich fast ein Workaholic. Es gab keine Überstunden oder Freizeitausgleich, ich arbeitete trotzdem zwischen acht und vierzehn Stunden täglich. Was wahrscheinlich gar nicht rechtens war….Zusätzlich pendelte ich noch zwei Stunden am Tag. Zu Hause war ich nur zum Schlafen. Unter der Woche gab es sonst nichts für mich. Arbeiten, pendeln, schlafen. Damals machte ich das gern. Ich wollte mich beweisen. Zeigen was ich kann. Wollte Anerkennung und bekam sie auch. Dafür nahm ich vieles in Kauf. Auch schlechte Bezahlung. Das war vor zwanzig Jahren.

Zwanzig Jahre habe ich fast durchgehend gearbeitet. Nur eine Auszeit gab es von fünf Monaten, wo ich auf den neuen Job wartete. Diese fünf Monaten waren die Hölle. Kein Geld, viel Zeit, keine Lebensaufgabe und alle Freunde in der Arbeit. Ich arbeite gerne. Habe gerne eine Beschäftigung. Einen Grund aufzustehen und ausser Haus zu gehen. Ich kann nämlich auch ganz anders. Ich kann auch megafaul sein und versumpfen. Aber halt nicht lange. Weiterlesen

Kundenorientierung

Ich habe mich ja schon mehrfach, ausgiebig ausgelassen über die nicht vorhandene Kundenorientierung meines Ex-Handy-Anbieters. Doch ich bin nicht die Einzige die da derzeit Probleme hat. Auch eine Kollegin hat letztens erzählt dass sie bei einem Möbelhaus – wo sie sehr viel Geld gelassen hat – auch ähnlich behandelt worden ist. Und da stellte sich mir dann schon die Frage „Was ist denn mit denen allen los?“

Als ich vor 20 Jahren an der HAK maturiert habe, hatte ich fünf Jahre gelernt dass ein Unternehmen nur überleben kann wenn sein Produkt/seine Dienstleistung auch gekauft wird. Ohne Kunden – keine Kohle, ohne Kohle – kein Gewinn, ohne Gewinn – Bankrott. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht dass sich daran etwas geändert hat…. Weiterlesen

Quality Time

Ich habe ja bereits darüber geschrieben, dass ich mich immer erst zu Hause in meiner Freizeit angekommen fühle. Training nach der Arbeit wird dadurch zu einer Pflichtübung – dass noch durchziehen und dann hast du frei – und private Termine am Wochenende kürzen vermeintlich mein Freizeitgefühl. Ich habe da noch ein wenig darüber nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass auch dieses empfinden im Winter stärker ausgeprägt ist, als im Sommer. Doch dort habe ich es schon auch! Nur nicht so stark.

Als ich am Samstagvormittag trainieren war, habe ich da ein wenig darüber philosophiert – was macht man sonst am Stepper – und da fiel mir der Begriff  „Quality Time“ ein. Das zu Hause entspannen und herumkugeln ist „Chill Time“, Training, Veranstaltungen, Ausflüge, etc. sind ab sofort Quality Time! Ich habe dann zwar versucht eine genaue Zuordnung zu treffen, das ist aber gar nicht so einfach.. Weiterlesen

Freizeit beginnt nicht an der Wohnungstür!

Die Überschrift ist für mich. Ich weiß nicht woran es liegt, aber richtig „frei“ fühle ich mich nur zu Hause. Wenn ich unmittelbar nach der Arbeit zu einem Termin fahre – auch wenn es ein privater ist – fühle ich mich erst in der Freizeit angekommen, wenn ich zu Hause bin. Was ja Schwachsinn ist!

Zeit mit Menschen verbringen die ich mag, ist ja cool. Zu Events gehen, die ich mir selbst ausgesucht habe, ist ja toll! Fitnessstudio ist Freizeit. Und doch habe ich da etwas in mir, dass alles was ausserhalb meiner Wohnung stattfindet unter Termin läuft. Und sich somit nicht wirklich als Freizeit anfühlt. Weiterlesen