Die Habenseite meines Lebens

Manchmal bin ich einsam. Meistens aber nicht.

Ich habe ein sehr schönes Leben. Aber man will ja immer das, was man nicht hat. An der Liebesfront war ich in diesem Leben noch nicht wirklich erfolgreich. Was ich immer hatte war ein Händchen für die falschen Männer. Und so bin ich an den Enden meiner Beziehungen oftmals froh gewesen, dass es vorbei war. Danach war ich immer froh meine Ruhe zu haben. Nach ein paar Jahren wagte ich mich dann wieder aufs Liebesparkett. Damals war ich auch noch nicht bereit für was festes. Irgendwann änderte sich das bei mir. Doch die Männer die danach kamen, wollten sich nicht an mich binden. Genau genommen waren beide schon anderweitig gebunden. Der Ex geheim. Der süße Typ offen.

In meinem Alter lernt man nicht viele ungebundenen Männer mehr kennen. Jetzt weiß ich warum viele Frauen darauf schauen bis 30 unter die Haube zu kommen…. Mit knapp 40 braucht man sich da wirklich nicht zu viel erwarten.

Wenn ich mich mal wieder einsam fühle, dann versuche ich mich mit den Dingen aufzumuntern die ich habe: Weiterlesen

Steht auf meiner Stirn eigentlich Vollidiot?

So oft habe ich mich das schon gefragt und nach wie vor, habe ich keine befriedigende Antwort darauf gefunden!

Zweieinhalb Jahre habe ich mein „Baby“ geplant. Habe viel Zeit und Energie investiert und mich voll reingekniet. Doch im Herbst habe ich die Notbremse gezogen. Mir wurde zugetragen dass die Personalvertretung kund getan haben soll, mich auf jeden Fall als Leiterin meines Babys verhindern zu wollen! Hm. Ich hatte also zwei Jahre etwas geplant und kurz vor Schluss ging das Gerücht um, dass ich bei der Bewerbung, eklatanten Gegenwind von der Personalvertretung bekommen werde. Warum eigentlich? Und bin ich eigentlich kein Personal, das vertreten werden will?

Also hörte ich auf – über die Vorgaben hinweg – zu planen. Ich machte nur mehr was angeordnet war und wartete auf konkrete Hinweise. Heuer ging es dann richtig los. Der Gegenwind wurde stärker und zwar schon zwei Monate bevor der Arbeitsplatz überhaupt ausgeschrieben war und ich mich bewerben konnte. Als er dann ausgeschrieben wurde, überlegte ich was ich tun sollte. Der Gegenwind war ein Orkan geworden und ich wusste nicht, ob ich mir das wirklich geben wollte. Aber es ist nun mal mein Baby und so entschied ich mich zu kämpfen. Und ich bekam drei Gegenspieler. Weiterlesen

Was bisher geschah – Job

Puh, ein heftiger Brocken was da heuer schon auf mich eingeprasselt ist. Momentan geht es bei unserer Reorganisation um die Besetzung der Arbeitsplätze und die Hackeln fliegen extrem tief zur Zeit. Ich bin mal wieder ein beliebtes Opfer, vor allem für die Personalvertretung. Ich bin ja der wahnwitzigen Ansicht, dass Bundesbedienstete wenigstens ein Mindestmaß an Leistung erbringen sollten, schließlich sollen die Steuergelder nicht verschwendet werden. Das führt natürlich zu Unmut. Genauso wie die Tatsache, dass ich nicht verhehle was ich von unserer Personalvertretung halte. Nicht falsch verstehen, die Institution Personalvertretung finde ich super, nur die bei uns handelnden Personen halt nicht….

Und so haben sie schon vor drei Monaten verlautbart, dass sie alles tun werden um mich zu auf meinem „Wunscharbeitsplatz“ zu verhindern. Dabei wäre der Arbeitsplatz kein Geschenk. Würde ich den Arbeitsplatz bekommen, würde das bedeuten, dass ich mir die nächsten zwei Jahre den A… aufreissen muss um alles so einzurichten dass es richtig läuft – grob geschätzt. Seit drei Monaten wollen sie mich also verhindern. Vor einem Monat wurde der Arbeitsplatz dann mal ausgeschrieben. Und ja, ich habe mich beworben. Für mich eine Selbstverständlichkeit. Ich habe das Ungetüm geplant, jetzt muss ich auch bereit sein es durchzuziehen und zu zeigen dass es auch funktionieren kann. Finanziell würde der Arbeitsplatz bei weitem nicht so viel bringen, wie ich an Mehrarbeit erben würde. Aber nur planen und nicht durchziehen ist halt nicht meine Lebensphilosphie. Weiterlesen

Die irre Frau

Normalerweise halte ich mich mit wertenden Aussagen zurück, doch ich weiß echt nicht wie ich diese Frau sonst betiteln sollte. Es war so schön sonnig und ich war so entspannt. Da kam sie. Mitten in den Weingärten in Perchtoldsdorf. Eine zirka 45-jährige, sportliche Frau. Schön frisierte Haare, modisches Sportgewand und Walkingstecken. Auf den ersten Blick dachte ich an eine reiche Anwohnerin. Sie war so der Mercedes-Cabrio-Typ, der Chanel-Handtäschen tragende, stilvolle, reiche Typ.

Sie kam mir entgegen als ich gerade ein Foto von den Weingärten machte. Ich war wie üblich in meine Cargohose gekleidet, hatte ein sportliches Top an und meinen Rucksack auf dem Rücken. Vor der Sonne schützte ich mich mit meinen Sonnenbrillen und die Kamera hatte ich in der Hand. Als sie näher kam, wollte ich gerade zum Gruß ansetzen, als ich merkte dass sie Selbstgespräche führte. Zumindest wirkte es so und ein Headset konnte ich nicht entdecken. Ich wendete mich wieder meiner Fotografie zu und ignorierte sie – Menschen die vor sich hinmurmeln sind mir irgendwie unheimlich. Weiterlesen

Egoistisch

Einer der Vorwürfe von Wolfgang war, dass ich egoistisch bin. Dazu konnte ich nur sagen „Da hast du recht. Ich habe gelernt darauf zu schauen, dass es mir gut geht und das lasse ich mir auch nicht mehr nehmen. 34 Jahre habe ich mich immer nach den Anderen gerichtet, immer nur darauf geachtet, dass alle anderen zufrieden sind, aber das ist vorbei!“

In diesem Sinne, war ich am Sonntag dann am See. Ich habe ihm noch eine Nachricht über Facebook geschickt, inklusive dem Hinweis dass ich das Handy zu Hause lasse, und bin auf den See gestapft. Und ich muss sagen, die 2 Anrufe und die eine Nachricht auf Facebook, waren relativ wenig für ihn. Ich hab allerdings nicht reagiert, weil ich eben den ganzen Tag am See war, wo mich eine Familie „adoptiert“ hat und am Nachmittag kam dann Aretha zu Besuch. Weiterlesen

Hm, wie ist jetzt das passiert?

Vorige Woche war ich ja total gefrustet. Fast 24 Stunden war ich total angenervt und richtig mies drauf. Doch das blieb natürlich nicht verborgen. Und einer Frau in Not kann der süße Typ einfach nicht widerstehen. Und so hat er auch mein Tief genutzt um sich als Retter in der Not anzubieten. Ich weiß er steht drauf, den Retter zu geben. Und für eine alleinstehende Frau wie mich, ist es nun mal wichtig handwerklich begabte Männer, mit Kraft in den Armen zu kennen. Es gibt einfach Dinge, die ich nicht alleine machen kann und wenn man dafür zahlen muss, wird es teuer. Und außer dem süßen Typen, gibt es auch keine starken Männer, die mich unterstützen. Und so war ich wirklich von Herzen dankbar, als er mir eine Lösung, gleich all meiner Probleme angeboten hat.

Wann genau bin ich eigentlich naiv geworden? Ich hab mir echt nichts dabei gedacht. Er hat mir seine Hilfe angeboten und ich hab sie dankbar angenommen. Allein dazu muss er zu mir nach Hause…… Weiterlesen

Frohe Weihnachten

wünsch ich euch allen! Ich werde mich jetzt mit meinen Geschenken aufmachen zu meinem Papa, seiner Frau und meinen Stiefbrüdern. Ein Weihnachten im Familienkreis. Und ich habe Geschenke im Gepäck. Und heuer gibt es ganz was anderes. Meine Brüder bekommen „meinen“ xunden Kaffee zum kosten. Und mein Papa muss sich sein Geschenk mit meiner Stiefmami teilen. Es sind zwei Bücher und ein Brief. Und ja, es sind die 2 Libellchen – Bücher. Und in dem Brief steht mein Outing.

Und ich bin nervös deswegen. Doch ich darf mich nicht sorgen. Als ich überlegte was ich ihnen heuer schenken soll, schossen mir die Bücher durch den Kopf. Und alle Zweifel die danach kamen, entstanden nur aus meiner Angst verletzt zu werden. Ich habe Angst davor dass er sich nicht darüber freut, dass er nicht stolz auf mich ist, das er ähnlich reagiert wie mein Großvater. Doch ich weiß auch, wenn ich diese Angst nicht überwinde, wird es genau so passieren. Wenn ich etwas gelernt habe im letzten Jahr, dann dass sich meine Ängste immer erfüllen. Auch bei meinem Großvater hatte ich damals Angst, dass er nicht stolz sein könnte, und genau so kam es dann auch. Weiterlesen