Anteil Omi

Omis Leben war genau das Leben was ich tunlichst vermeiden wollte! Sie war nur am arbeiten. Hat sich nur aufgeopfert und keinen Dank dafür erhalten. War finanziell von Opi abhängig und somit gefangen in ihrer kleinen Welt. Dass diese Welt genau das war, was sie eigentlich wollte, habe ich lange nicht durchschaut. Sie war die geborene Märyrerin, die darin aufging sich für das Wohl anderer zurück zu nehmen… Ihr ganzes Leben bestand darin, Opi das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Er war ihr Held und der Mittelpunkt ihres Universums. Für ihn und durch ihn, konnte sie Opferrolle über Jahrzehnte geben!

Für mich waren die ewigen Streitereien fürchterlich. Das andauernde Hickhack. Das ständige unter dem eigenen Leben leiden. Die Ausweglosigkeit aus der Situation. Das sich selbst nichts leisten können. Nur immer alles für andere tun, nie etwas für sich selbst. Ich habe es verabscheut und total verinnerlicht! Ich werde nie vergessen als ich mit ca. 28 Jahren mir das erste Mal etwas gönnte, was nicht notwendig war. Aretha war damals sehr stolz auf mich. Zuvor waren alle Anschaffungen in meinem Leben vernünftig gewesen…. Weiterlesen

Friendship never ends…

Spice Girls – Wannabe, das war unsere Hymne. Wir waren BFF´s. Echte, auch wenn dieser Begriff damals noch nicht geläufig war. Wir teilten wirklich alles – sogar die Typen die mir gefielen. Ich verzieh ihr wirklich alles.

Hätte ich auf meine Bauchgefühl gehört, wären wir nie Freunde geworden. Als wir Kinder waren mochte ich sie nicht. Sie war das genaue Gegenteil von mir. Jedes Mal zu Ostern oder Weihnachten nahm sie sich was sie wollte und wenn es mein Osternest oder mein Weihnachtsmann war. Sie war selbstbewusst, laut, fordernd. Ich war schüchtern, leise, zurückhaltend.

Doch wir wurden älter. Sie war immer noch selbstbewusst, laut und fordernd, doch im Gegensatz zu früher beneidete ich sie nunmehr. Ich war 16 und begann gerade fortzugehen. Und in dem kleinen Ort liefen wir uns halt immer wieder über den Weg. Und sie kannte mich, im Gegensatz zu den meisten anderen Jugendlichen im Ort. Wir hatten schon als Kinder gemeinsam Weihnachten und Ostern gefeiert und ich hatte ihr ja nie etwas getan. Sie mir schon, doch ich wollte vergessen um aufgenommen zu werden in der Gesellschaft. Weiterlesen