Mein Jahr 2017 – Teil 2, Menschen

Da hat sich heuer einiges getan. Vor allem mein berufliches Umfeld hat sich sehr verändert.

Aber fangen wir mal mit Familie an. Da ist alles unverändert. Alle noch da, alle reden noch miteinander und es ist alles in Ordnung. Super!!!

Freunde ist schnell erledigt. Aretha ist noch da. Meine Wanderfreundin auch noch. Und meine Freundin S. sehe ich jetzt öfter als vorher. Super!!!

Bekannte war eher durchwachsen. Eine verloren gegangene Bekannte ist wieder aufgetaucht und ein paar Menschen – ehemalige Kollegen, wo ich dachte wir sind mehr als Kollegen, sind verschwunden. Andere wiederum haben sich bis jetzt gehalten. Dafür habe ich zwei Frauen kennen gelernt die sehr positiv im Leben stehen und mich auch ein schönes Stück weiter gebracht haben heuer! Danke euch! Weiterlesen

Anteil Mama

Puh. Das war schwieriger als gedacht. Vor allem es einzugrenzen auf meine jungen Jahre. Mit meiner Mutter bin ich ja bereits einen sehr weiten Weg gegangen und wir beide haben uns im Laufe der Jahre auch extrem weiterentwickelt, aber es gab auch den Anfang….

Und auf den sollte ich mich laut Buch auch konzentrieren. Als kleines Mädchen habe ich meine Mutter angebetet! Ich fand sie toll, wenn sie bei uns reinschneite mit ihrem Selbstbewusstsein. Ihr dynamisches Auftreten, das genaue Gegenteil von den Grosis. Sie ging arbeiten, hatte soziale Kontakte, war frei und dann irgendwann in einer Beziehung und Ehe. Sie hatte eine tolle Wohnung, viele Freunde. Ihr Leben wirkte perfekt auf mich. Nur ich passte nicht rein…. Ich weiß noch, wie ich zu Hause saß und auf Mama wartete, die dann doch nicht kam…. Wie sie gleich wieder ging, wo sie doch gerade erst gekommen war…. Weiterlesen

Anteil von Papa

Als ich begann darüber nachzudenken was mir Papa wohl so beibringen soll, habe ich mehr gefunden als ich zuvor dachte. Er war eigentlich derjenige der mich am wenigsten negativ gefordert hat. Einzig die Unnahbarkeit war für mich als Kind schwierig. Mit ihm habe ich auch lange Zeit sehr ehrlich über die Situation gesprochen. Was er damals dachte, wollte, getan, nicht getan hat.

Er wollte eine Familie und hat mich trotzdem bei den Grosis gelassen. Er wollte das Beste für mich. Selbst war er arbeiten und konnte mir nicht so einen geregelten Ablauf bieten wie meine Großeltern und seine Eltern waren damals leider schon tot. Von ihm habe ich glaube ich schon etwas gelernt, bevor wir darüber gesprochen haben… Vielleicht habe ich gespürt dass er seine Entscheidung bereut…Sein Bauchgefühl hat ihm schon gesagt er solle sich kümmern, doch sein Kopf hat es ihm total logisch ausgeredet. Weiterlesen

Bis zur Pension…

Manchmal höre ich noch was von meiner alten Dienststelle. Mein Ex-Chef besucht mich ca. zwei Mal im Monat und hin und wieder ereilt mich ein Anruf. Letztens hat mich mein Planungskollege angerufen. Derjenige der mich abgesägt hat, beerbt mich jetzt offiziell – welch eine Überraschung – und hat ihm den Stellvertreterposten angeboten. Also konkret die Budgetaufgaben. Und er wollte wissen, was da auf ihn zukommen würde, wenn er es denn annehmen würde…

Nach drei Minuten war er überzeugt, es nicht zu wollen. Vor allem auch wegen meinen Ex-Mitarbeiterinnen. Die sind nämlich laut seiner Definition „schwierige Persönlichkeiten“. So kann man es auch sagen… Weiterlesen

Hoffnung

Ein ganz schwieriges Thema. Ich weiß dass ich alles schaffen kann, wo es nur auf mich ankommt. So bald andere Menschen im Spiel sind, wird meine Zuversicht, aufgrund meiner Erfahrungen, eher schnell enden wollend.

Es gibt nicht viel was ich von Menschen die mir nahe stehen, nicht schon erlebt habe…. Zurückweisung, Enttäuschung, Verrat, Neid, Missgunst, Angriffe, ausnutzen,….

Freunde, Familie, Beziehungen. Ich habe nicht viel ausgelassen. Und mit jeder zwischenmenschlichen Enttäuschung, wurde meine Zuversicht kleiner.

Meine Kollege meinte letztens „Na aber die Hoffnung ist ja jetzt wieder größer geworden, nicht?“ Und ich nur „Wie genau sollte die Hoffnung auf mein persönliches Happy End nach der letzten Enttäuschung gewachsen sein?“ Da eine Kollegin ins Büro platzte, weiß ich bis jetzt nicht, wie er sich das vorstellt… Weiterlesen

Retter – Opfer – Täter

Was macht ein Mensch mit einem Rettersyndrom wenn er keine Opfer findet? Er wird zum Täter, schafft sich ein Opfer und dann kann er es retten! Das gibts nicht? Doch das gibt es immer wieder. Man muss nur schon sehr genau hinschauen dass man sieht was passiert.

Es gibt Menschen die brauchen es für ihr Ego, für alle, immer und überall da zu sein. Ich bin da ganz anders. Ich bin froh wenn die Leute ihr Leben selbst regeln und mich nicht damit belasten! Natürlich bin ich auch für Freunde und Familie da, aber im Büro bin ich jetzt nicht diejenige die hier schreit, wenn jemand aufgefangen werden will. Ich hatte mein Leben lang genug mit mir selber zu tun, mich von anderen belasten zu lassen mag ich mir nicht mehr geben. Hatte ich lange genug! Weiterlesen

Die Habenseite meines Lebens

Manchmal bin ich einsam. Meistens aber nicht.

Ich habe ein sehr schönes Leben. Aber man will ja immer das, was man nicht hat. An der Liebesfront war ich in diesem Leben noch nicht wirklich erfolgreich. Was ich immer hatte war ein Händchen für die falschen Männer. Und so bin ich an den Enden meiner Beziehungen oftmals froh gewesen, dass es vorbei war. Danach war ich immer froh meine Ruhe zu haben. Nach ein paar Jahren wagte ich mich dann wieder aufs Liebesparkett. Damals war ich auch noch nicht bereit für was festes. Irgendwann änderte sich das bei mir. Doch die Männer die danach kamen, wollten sich nicht an mich binden. Genau genommen waren beide schon anderweitig gebunden. Der Ex geheim. Der süße Typ offen.

In meinem Alter lernt man nicht viele ungebundenen Männer mehr kennen. Jetzt weiß ich warum viele Frauen darauf schauen bis 30 unter die Haube zu kommen…. Mit knapp 40 braucht man sich da wirklich nicht zu viel erwarten.

Wenn ich mich mal wieder einsam fühle, dann versuche ich mich mit den Dingen aufzumuntern die ich habe: Weiterlesen