Sinn des Lebens

Ein paar von euch, die mich hier schon lange genug begleiten, wissen es ja schon. Zeit meines Lebens war ich immer auf der Suche nach dem Sinn meines Lebens. Als Jugendliche neigte ich zu einer depressiven Grundhaltung, da ich einfach keinen Sinn an meiner Existenz erkennen konnte. Ich war der Meinung dass es meiner Familie egal sei ob ich existiere oder nicht. Meine Beziehungen scheiterten immer wieder und meine Freundinnen sind mir in den Rücken gefallen. In meiner negativen Grundhaltung hatte ich keine Ahnung was diese Welt von mir wollte. Ich hatte keinen Mehrwert für die Welt oder die Gesellschaft.

Im Laufe der Zeit nahm ich es ein wenig leichter. Ich konnte den Sinn zwar immer noch nicht erkennen, aber ich versuchte trotzdem positiv ans Leben ranzugehen. Vielleicht würde ich es ja eines Tages herausfinden… Weiterlesen

Der pure Egoismus?

Ist die Suche nach einem glücklichen Leben gut für die Gesellschaft oder einfach nur Egoismus pur? Ich habe in letzter Zeit Argumente für und wider gehört und konnte sie auch nachvollziehen.

Ich kenne es wie es ist wenn man in der Dunkelheit lebt. Nicht mal die Hälfte meines Lebens fühle ich mich glücklich. Sehr lange war ich einsam, unglücklich, wurde gemobbt, ausgegrenzt und fühlte mich ungeliebt. Doch ich habe funktioniert. Habe meinen Job sorgfältig erledigt und meinen Beitrag geleistet. Dafür wurde ich entlohnt und habe das eingenommene Geld ausgegeben und damit die Wirtschaft gestärkt. Ich war ein brav funktionierendes Mitglied dieser Gesellschaft, bis ich es nicht mehr schaffte zu funktionieren. Weiterlesen

Lainzer Tiergarten

Was tun bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag? Grübel grübel und studier…. Fahr ich doch einfach nach Lainz, dachte ich mir. Fahr zu dem Tor wo wir normalerweise sind und gehe von dort einfach mal in die Richtung wo wahrscheinlich eher nicht so viele Menschen sind. Einfach mal vom Haupttor, dem Spielplatz und der Hermes-Villa fern halten!

Also fuhr ich los. Kenne den Weg eh, dachte ich…. Ich kannte ihn nicht…. Verfuhr mich heillos und zückte schließlich doch noch das Navi. Ich wählte ein Tor welches noch gar nicht kannte und folgte dem Navi. Und landete beim Haupteingang. Also wirklich… Wurscht. An dem Punkt reichte es mir schon wieder. Entweder würde ich jetzt dann bald mal anfangen zu gehen oder das würde nichts mehr werden! Ich suchte einen Parkplatz und stapfte los. Weiterlesen

Freiheit

In letzter Zeit habe ich von mehreren Seiten gehört, dass Menschen sich unfrei fühlen, weil sie einer geregelten Arbeit nachgehen, in der sie sich an gewisse Regeln halten müssen. Jaja, immer diese Pflichten in der Arbeit!

Ich kann das gar nicht nachvollziehen. Für mich ist mein Job ein Geschäft. Ein Geschäft auf das ich mich bewusst eingelassen habe und mit meiner Unterschrift zugestimmt habe. Ich arbeite und bekomme dafür monatlich einen gewissen Geldbetrag. Wieso sollte ich mich deswegen unfrei fühlen? Ich habe es selbst so gewählt und lebe ganz gut damit. Und wenn sich das Umfeld mal so ändern sollte, dass ich mich nicht mehr wohl fühle, dann suche ich mir halt einen anderen Job. Ich sehe da wirklich kein Problem. Weiterlesen

Komisch

Mir wird immer wieder gesagt, dass ich ein wenig komisch bin. Die meisten Menschen sagen dies allerdings mit einem wohlwollenden Lächeln. Ich habe mich in den letzten Jahren immer mehr geöffnet und zeige immer mehr mein wirkliches „Ich“. Ich bin verspielt, ich kann lustig sein, ich bin ein Serien-Junkie, ich lese Unmengen, ich kann in einem Moment professionell meine Arbeit machen und im nächsten Moment herumalbern, ich kann lieben, ich kann weinen. Ich nehme mein Leben nicht mehr ganz so ernst wie vor ein paar Jahren. Ich bin spontaner und offener. Ich probiere vieles aus und wenn es nicht funktioniert, kann ich auch über mich selbst lachen.

Im Büro, im Familien- und Freundeskreis kennen mich die Menschen mittlerweile so. Und sehr vielen gefällt es. Ich bin in den letzten Monaten richtiggehend aufgeblüht. Da ich schon einiges abgenommen habe, gefalle ich mir auch viel besser. Ich fühle mich wohler in meiner Haut und bin daher noch mehr aus mir herausgegangen. Ich zeige mein wahres „Ich“ jetzt mehr als noch vor ein paar Monaten. Im Büro hat sich auch vieles geändert, seit ich mit meiner Stellvertreterin in einem Büro bin. Sie ist genauso albern wie ich und seit wir uns ein Büro teilen, können wir das auch den ganzen Tag ausleben. Es gibt Kollegen die diese Veränderung zwar wohlwollend zur Kenntnis nehmen, sie aber auch nicht ganz nachvollziehen können und daher auch ein wenig verwirrt sind. Weiterlesen

Schuld

Ich lese ja recht viel und da ich mit meiner Saga „Das Lied von Eis und Feuer“ – ca. 7000 Seiten – fertig bin, hab ich mal wieder zu einer anderen Art von Buch gegriffen. Es fiel mir bei meiner Stiefmutter in die Hände und darin geht es um Ausstrahlung, Ängste und was wir anziehen. Ich fand es recht gut. Vieles darin wusste ich schon, einiges war mir neu und bei einigen Dingen wurde mir eine andere Sichtweise vor Augen geführt.

In einem Kapitel ging es darum sich von Schuld zu befreien. Als ich jedoch darüber nachdachte, merkte ich dass ich keinerlei Schuld empfinde – für nichts. Was sehr eigenartig ist, da es schon mal anders war. Als Kind fühlte ich mich für das Leid meiner Familie verantwortlich. Ich war Schuld dass meine Mutter ihre Unabhängigkeit abhanden gekommen war. Ich war Schuld dass mein Vater Alimente zahlen musste. Ich war Schuld dass meine Großeltern kein Geld hatten, da sie alles für mich ausgaben. Ich war Schuld dass meine Stiefmutter traurig war, weil sie keine Kinder bekam und ich ihr immer vor Augen führte, dass es nicht an meinem Vater lag.

Doch irgendwann kippte das ganze. Ich weiß es noch als ob es gestern gewesen war. Es war ein Streit mit meiner Mutter. Plötzlich wusste ich, dass es nicht meine Schuld war, dass ihr Leben nicht so gelaufen ist, wie geplant – Ich konnte schließlich nichts dafür dass meine Eltern dass mit der Verhütung nicht hinbekommen hatten. Und seitdem fühlte ich mich nicht mehr schuldig und das änderte sich auch nicht mehr. Natürlich gibt es auch in meinem Leben Dinge die ich rückblickend anders gemacht hätte – doch ich empfinde keine Schuld deswegen. Weiterlesen

Panik

Als ich das erste Mal von der Human Design Matrix (HDM) hörte, waren es genau 2 Dinge die mich sofort bannten. Zum einen die Beschreibung meiner Generatorenkraft und zum anderen die Beschreibung meines offenen Wurzelzentrums. Ich wusste plötzlich wo mein Ehrgeiz, meine Panik und meine Existenzängste herkommen. Vor HDM hab ich meinen Großeltern für vieles die Schuld gegeben. Sie haben mich zu einem verkorksten Menschen erzogen. Doch das stimmt nur bedingt. Sie haben mir wirklich viel Blödsinn erzählt, doch sie wollten nur mein Bestes. Und wie ich mit dem was sie mir sagten umging, liegt einzig und allein an meinem Design. Woher ich das weiß. Ich spiele mich bereits seit Jahren mit meinem offenen, bzw. definierten Zentren.

Mein Wurzelzentrum ist offen, d.h. mir kann man wunderbar materiellen Druck machen. Meine Großeltern haben den 2. Weltkrieg miterlebt und so haben sie auch immer gespart. Zu Hause wurde sich nichts gegönnt, jeder Cent wurde auf die Seite gelegt. Und es war nie genug. Egal wie sehr sie auch gespart haben, sie hatten immer das Gefühl, es sei zu wenig. Sie hatten Angst davor alles zu verlieren, und ich hab jede Sekunde dieser Angst aufgenommen. Das Problem mit offenen Zentren ist, dass man die Vibes der Umwelt aufnimmt und da es nicht die eigenen Gefühle sind, gleich mal ein wenig verstärkt auslebt. Und so bin ich zu einer jungen Frau herangewachsen, die Angst vor allem hatte. Und speziell davor, zu versagen, alles zu verlieren, auf der Straße zu landen. Irgendwie habe ich es trotzdem geschaffte, nicht von dieser Angst paralysiert zu werden, ich habe trotzdem mein Leben gelebt. Weiterlesen