Trendanalyse

Wir hatten diese Woche einen Trendforscher als Vortragenden und ich muss sagen ich war begeistert! Er hat sehr viele vermutliche Probleme der Menschheit in den nächsten Jahren/Jahrzehnten angesprochen und zwar ganz ohne Negativität und Gejammer. Er hat einfach dargestellt was aus heutiger Sicht vermutlich zu einem Problem werden wird und hat auch darauf hingewiesen, dass sich die Lage in fünf Jahren auch geändert haben kann.

Als Beispiel hat er angeführt dass vor fünf Jahren noch niemand ernsthaft – ausser jene die es sich gewünscht haben – in Österreich an einen Zerfall der EU geglaubt hat. Aus heutiger Sicht fehlt diese Sicherheit von vor fünf Jahren. Aus heutiger Sicht würde er es nicht mehr kategorisch ausschliessen. Wie gesagt, er blieb dabei sachlich und total unaufgeregt. Mit jedem Satz vermittelte er – ohne Worte – das alles gut werden wird. Und das während er über die Herausforderungen wie Demographie, Wasserengpässe in Afrika und nahem Osten, Urbanisierung, Klimawandel, etc. gesprochen hat. Weiterlesen

Resilienz des öffentlichen Dienstes

Ich war mal wieder auf Fortbildung. Es ging um Innovation im öffentlichen Dienst. Also eigentlich ging es zwei Tage um Innovationstheorie. Wir haben Input von OECD und EU bekommen, Theorien aus den 60er Jahren bis heute durchgeackert und Theorien bezüglich Nachfolge des CAF (Common Assessment Framework ein Qualitätsmanagementtool) in ihre Einzelteile zerlegt und darüber philosophiert. Und ja, es war genauso langatmig wie es sich hier liest!

Wir haben aber auch über die Praxis gesprochen und eine Vortragenden, die dafür zuständig ist das Wirkungscontrolling im öffentlichen Dienst zu implementieren, hat uns nach Jahren des „Kampfes“ erklärt dass sie sich immer noch nicht sagen traut ob sich das Neue durchsetzt oder ob es vom Alten gefressen wird…. Das kommt mir bekannt vor! Eine innovative Idee gebären ist eine Sache. Das funktioniert mit Design Thinking und einem offenen Geist „recht leicht“. Doch eine innovative Idee im öffentlichen Dienst implementieren ist eine Herkulesaufgabe! Weiterlesen

Flucht 2.0

Immer wieder kommen mir Kommentare unter wo Menschen die Situation im 2. Weltkrieg mit den heutigen Flüchtlingsströmen vergleichen. So nach dem Motto meine Großeltern sind auch nicht geflohen, die haben sich im Keller versteckt und abgewartet bis die Bombenabwürfe vorbei waren. Die sind nicht einfach so geflohen! Und da stellt sich mir schon die Frage ob diese Menschen ernsthaft 1939 bis 1945 mit heute vergleichen wollen?

Die erste Frage die sich mir bei solchen Postings immer stellt ist, welche Bomben waren das? In welchem Stadium des Krieges war das? In welchem Land? Dazu gibt es natürlich keine Antworten. Die Großmütter könnten Anfang des Krieges in Polen gesessen sein, oder auch Ende des Krieges in Deutschland oder Österreich. Oder ganz wo anders…

Nehmen wir mal 1 Beispiel raus. Es gibt ja nicht nur den Krieg in Syrien. Und die Flüchtlinge kommen auch nicht nur aus Syrien. Doch mal als einfachstes Beispiel. 2. Weltkrieg in Österreich gegen Syrien heute.

Dann wäre die IS gleichzusetzen mit den Nazis. Und die Flüchtlinge gleichzusetzen mit den Juden. Und so weit ich die Geschichte kenne, sind die Juden geflohen, genauso wie es die Syrer jetzt tun. Für mich stellt sich also die Frage, warum sind die Großmütter damals nicht geflohen? Um nach dem Krieg das Land wieder aufzubauen? Oder vielmehr weil sie nicht wussten wohin…? Das alles wird in solchen Postings nicht erläutert. Es wird nur gegen die „Scheiß Asylanten“ gehetzt und die armen Omas dagegengesetzt.

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