Eintauchen in die Excel-Welt

Am Donnerstagabend kam ich mit Halsschmerzen nach Hause. Ich schlief mit einem Schal und lutschte Halstabletten. Am Freitag war die Verkühlung dann in meine Nebenhöhlen gewandert. Ich schnupfte vor mich hin. Meine Ohren waren mal offen, mal zu. Natürlich hindert mich das nicht am arbeiten gehen… Zumindest nicht, wenn was wichtiges ansteht. Und so fuhr ich am Freitag gleich mit den Öffis in die Innenstadt.

Dort wurde ich mit Frühstück und netten Worten begrüßt. Die freuten sich offenbar wirklich über die Hilfe. Was am Donnerstag noch klar geworden war, Wochenende arbeiten ist nicht notwendig. Da uns das Bundesrechenzentrum das Buchhaltungsprogramm abdreht, mussten wir Freitagmittag fertig werden. Wobei mich das nicht gestresst hat. Excel-Liste im Accord bearbeiten ist ein heimliches Hobby von mir. Und ich bin eh schon sehr lange nicht in eine Zahlenkolonne abgetaucht…. Weiterlesen

Tränen zu Silvester

Ich habe lange überlegt wann ich zuletzt ein tränenfreies Silvester hatte und es fiel mir nicht ein. Als Kind habe ich mich sicher noch darüber gefreut, doch enttäuscht war ich trotzdem immer. Nicht wegen Silvester, sondern weil es auch mein Geburtstag ist und er nie so wurde, wie ich es mir gewünscht hatte!

Voriges Jahr habe ich dann beschlossen, diesmal lasse ich meinen Geburtstag einfach ausfallen. Geht nur in Zeiten der Social Media nicht so leicht. Klar ich hätte auf Facebook das Geburtsdatum rausnehmen können, aber ganz vergessen will man ja auch nicht werden. Ein ganz klarer Fall von Selbstbetrug. Durch die automatische Erinnerung von Facebook, bekommen ja alle meine Freunde eine Benachrichtigung und können mir dann in nicht mal einer Minute gratulieren. Und ja, ich freue mich dann trotzdem über jeden der schreibt. Weiterlesen

Selbstreflektierter Alki

So, ich freunde mich jetzt mit „meinem“ Alki an. Er hat zwar ein großes Problem in seinem Leben, doch im Gegensatz zu den meisten Menschen, weiß er es wenigstens. Er spricht darüber und versucht es zu ändern. Dazu hat er sich sogar von selber Hilfe organisiert.
Und wenn er gesund und da ist, bringt er weit mehr weiter, als all die anderen, die dauernd im Büro herumlümmeln und nichts Produktives zustande bringen. Und ich mag es, mal wieder jemand gefunden zu haben, mit dem ich auch über anderes sprechen kann, als Serien, Filme und irgendwelchen oberflächlichen Mist. Er hat wenigstens wirklich etwas zu erzählen. Eine halbe Stunde mit ihm zu reden, ist viel wertvoller, als eine ganze Woche mit Margit.

Und vor allem geht es nicht immer nur um andere. Er hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Er geht gerade einen Weg, den ich in ähnlicher Form bereits hinter mir habe. Und auch wenn er ihn natürlich alleine gehen muss, ich schaue ihm gerne zu dabei. Es ist schön zu sehen, dass jemand etwas aus seinem Leben machen will. Dass er nicht nur dahinvegetiert und darüber nachdenkt, wieviel weniger ihm selbst in der Börse bleibt, wenn jemand Container für Asylanten mietet. Weiterlesen

Wenn aus Akzeptanz, Erleichterung wird

Ich habe für mich, die Familienplanung aufgegeben. Mit meinem 36. Geburtstag war klar, ich bekomme keine Kinder mehr. Und das Gefühl das mich dabei überkam war Traurigkeit. Ich hatte das Gefühl es würde mir etwas entgehen. Als hätte ich einen Zug verpasst. Doch ich habe versucht die Situation zu akzeptieren. Ich hatte mich in jungen Jahren – als ein Mann mit mir eine Familie gründen wollte – für die Karriere entschieden. Was ich damals nicht wusste, er war der letzte der dies wollte. Danach kamen nur mehr Männer die etwas anderes wollten. Der Ex wollte eigentlich eine andere und der süße Typ hatte eine andere. Tja und das wars dann wohl. Weiterlesen

Die Pille danach

Sorry Papa, ich weiß die Vorstellung dass ich Sex habe wird dir nicht gefallen – kommt aber eh nur 2x in einem Jahrzehnt vor, von daher, dass wirst du schon aushalten! Ah ich habe meinen Sarkasmus wieder. Irgendwie habe ich das Gefühl diesmal mein Problem in Extremzeit zu verarbeiten – so wie es auch über mich hereingebrochen ist. Läuft gerade irgendein Planet rückwärts?

Zur Pille danach. Ich denke es waren wahrscheinlich unnötige 13 Euro, doch als ich am Montag mit Bauchschmerzen erwachte, schoss mir der Gedanke an die Pille danach durch den Kopf. Bisher war ich noch nie in so einer Situation, von daher war ich mir nicht sicher, ob ich einen Arzt brauche. Also habe ich um 5 Uhr morgens mit dem Handy danach gegoogelt. Als ich las, dass eine Apotheke reicht, habe ich nachgeschaut wann unsere Apotheke aufsperrt, hab meinen Wecker neu gestellt und hab mich noch mal umgedreht. Natürlich konnte ich nicht wieder schlafen. Dazu war mein Kopf zu munter. Ich begann mein Problem frühmorgens aufzuarbeiten. Also beschloss ich aufzustehen und mir einen Kaffee zu machen – wenn schon kein Schlaf, dann wenigstens Kaffee. Weiterlesen

Punkt 45 bis 47

Was für eine Erleichterung! Die alte Wohnung wurde an Nachmieterin übergeben und sie hat auch vor meinen Augen den Mietvertrag unterschrieben. Alles was ich jetzt noch tun muss, ist ein Schreiben abzuschicken dass der Abbuchungsauftrag gestoppt wird und dass die Kaution rücküberwiesen wird.

Als ich am frühen Morgen in der alten Wohnung aufschlug, traf es mich wie eine Keule. Aus dem neuen Reich kommend, wirkte die alte Wohnung noch viel abgefuckter als zuvor. Ich habe 10 Jahre darin gewohnt, doch als ich sie gestern Morgen betrat, wollte ich nur noch weg. Pünktlich um 9 kam die Hausverwaltung und der Elektriker. Wir haben den Strom abgelesen und alles besprochen. Kurz nach 9 kam auch die Nachmieterin. Weiterlesen