Selber denken macht schlau….

Ich denke das Thema hatten wir hier schon mal. Damals war ich noch in meiner alten Dienststelle und das Gegenüber hatte einen anderen Namen und ein anderes Geschlecht. Doch die Situation war dieselbe. Ich sitze im Büro und mein Kollege – damals Kollegin – fragt mich etwas total banales was er eigentlich wissen müsste. Konkret konnte er eine Telefonnumer nicht anwählen weil er die interne Vorwahl „vergessen“ hatte. (Ein Beispiel von fünf an einem Tag!)

Wobei man das eigentlich nicht vergessen kann! Bei allen Anrufen ausserhalb von Wien ist die Vorwahl zu verwenden. Und das schon seit mindestens vierzehn Jahren. Keine Ahnung ob man das wirklich vergessen kann…. Ich denke eher er wollte nicht nachdenken. Mich fragen kostet ja weit weniger Energie. Gott sei Dank war ich mal auf einem Seminar wo es um das Gehirn ging. Dort lernte ich, dass unser Gehirn eigentlich darauf ausgelegt ist Energie zu sparen. Und denken kostet Energie. Das Problem ist nur, mein Gehirn weiß dass offenbar nicht! Das denkt ur gerne! Das springt auch sofort an wenn jemand eine Frage stellt. Das kann das nicht – was die meisten Menschen super beherrschen – sich als erstes mal dumm stellen und warten ob die Person ihr Problem nicht doch selber löst. Weiterlesen

Kraft aufladen

Jedes Jahr bekomme ich mit 1.1. meinen neuen Urlaubsanspruch. Einfach so weil Jahreswechsel ist. Und irgendwie habe ich das Gefühl darauf arbeite ich auch immer in der Vorweihnachtszeit hin bezüglich meiner Kraftreserven. Es fühlt sich irgendwie so an als würde ich am 1.1. wieder volle Krafttanks haben. Einfach so, weil Jahreswechsel ist. Was natürlich nicht der Fall ist. Die Krafttanks laden sich nicht einfach so auf, nur weil wir ein neues Jahr haben.

Ich weiß auch wo das herkommt. Nur war ich früher später dran. Mitte Jänner um genau zu sein. Als ich anfing zu arbeiten, war ich im Rechnungswesen. Da war im Jänner immer einiges los. Neben den laufenden Arbeiten, kam der Monatsabschluss und dann natürlich der Jahresabschluss. Danach brauchte immer erstmal Urlaub. Mittlerweile gehe ich die zwei Wochen über Weihnachten und Neujahr. Weiterlesen

Sei doch bitte net so umständlich!

Krimhilde hat es mal wieder geschafft! Ich habe mich im Büro mal wieder richtig aufgeregt!

Anfang Dezember soll ich mich zertifizieren lassen – weil es der Dienstgeber so will. Ich persönlich bräuchte das nicht, mache es aber natürlich. Schon die budgetäre Bedeckung war eine Herausforderung, um die ich mich kümmern musste. Und jetzt kommt die Rechnung mit dem falschen Betrag zu Krimhilde!

Und natürlich kommt sie zu mir. Ist ja meine Zertifizierung. Wieso ich da den falschen Betrag beantragt hatte.

Ich: Ich habe gar nichts beantragt, das war S.

Krimhilde: Ja, aber der Betrag stimmt nicht!

Ich: Wer sagt das? Weiterlesen

Die Welt macht mich müde

Vielleicht liegt es auch einfach nur daran dass es jetzt wirklich Winter wird – die Jahreszeit die ich persönlich gar nicht brauche. Doch ich glaube es ist mehr. Das heurige Jahr war lange und sehr herausfordernd. Dienstlich lief eigentlich alles glatt, doch persönlich wurde ich heuer enorm gefordert. Und zwar auf eine neue Art. Liebeskummer und Kummer wegen der Familie kenne ich schon seit Jahrzehnten, damit kann ich mittlerweile ganz gut umgehen. Von Männern halte ich mich mittlerweile sowieso fern und wenn mich ein Familienmitglied mal wieder enttäuscht – und mir zeigt dass ich im Zweifelsfall, mich wirklich nur auf mich selber verlassen sollte – dann tut das zwar weh, ist aber kein neuer Schmerz. Und wenn ich ehrlich bin, will mir ja niemand absichtlich was tun, manchmal wird mir halt nur immer wieder vor den Latz geknallt, dass ich mich nicht so auf mein Umfeld verlassen kann, wie es andere Menschen von ihrer Familie gewohnt sind. Ist also eigentlich mein Problem dass ich mir da immer wieder mehr erwarte…. Mit vierzig Jahren sollte ich es wirklich schon wissen!

Erwartungen sind sowieso so ein Thema. Ganz ausschalten kann man sie nicht, doch damit setzt man sein Umfeld auch immer wieder unter Druck. Ich wurde ja dazu erzogen die Erwartungen anderer zu erfüllen. Was ich erst mit über 30 Jahren gelernt habe war, meine eigenen Erwartungen zu erfüllen! Ich muss sagen, meine Erwartungen erfülle ich, die meiner Mitmenschen offenbar nicht immer. Weiterlesen

Eine Kleinigkeit…

Der Mittwoch war heftig. Die Energie für die Woche hatte ich schon am Dienstag verbraucht und der Sturm hat mich in der Nacht nicht schlafen lassen. Dementsprechend fertig war ich am Mittwoch.

Im Büro angekommen wollte unser neuer Kollege gleich mal Stress machen. Wir klärten ihn aber erstmal auf dass er warten muss. Zuerst wollten wir nochmal in den Besprechungssaal schauen ob alles passt, die letzten paar Dinge mitnehmen und den Schlüssel zurückgeben. Das passte ihm zwar nicht, aber er fügte sich. Wir waren beide – Mrs. Wichtig und ich – der Meinung zuerst der anderen Dienststelle ihr Eigentum ordentlich zurück zu geben, bevor wir uns den internen Angelegenheiten zuwenden sollten. Weiterlesen

Zen ist überhaupt nicht lustig!!!

Der Samstag begann mit zwei Stunden Morgenmediation. Das tollste an meinem Zimmer war, dass ich gleich am Gang des Seminarraumes wohnte. Ich konnte also gleich in Socken rüber gehen, was ich auch beibehielt beim Frühstück. Schuhe zog ich nur an wenn ich das Gebäude verlassen musste.

Es gab wieder 3×25 Minuten zazen und dazwischen schnell und langsam gehen. Ich schaffte es zwar mittlerweile beide Knie auf den Boden zu bekommen, doch ich konnte es nicht 25 Minuten durchhalten. Immer schlief irgendein Bein ein. Ich hielt so lange durch wie ich konnte, doch irgendwann löste ich immer meine Sitzposition. Ich war aber nicht die Einzige und somit hielt ich es auch für in Ordnung. Ich tat mein Bestes und man muss sich ja nicht selber quälen!

Nach der Morgenmeditation gab es dann um 9 Uhr Frühstück – was mir schon sehr gut schmeckte! Um 10 Uhr 15 ging es dann los mit der Wanderung. Ca. 5 Stunden würden wir im Gänsemarsch durch die Gegend laufen. Gänsemarsch deswegen um die Energie in Gleichklang zu bringen. Das Wetter war immer noch gnädig. Nur wenig Nieselregen ganz am Anfang und danach gar nichts mehr bis wir zurück kamen. Weiterlesen

Alterserscheinungen

Es ist so weit. Ich bin vierzig und merke schön langsam wie es bergab geht mit mir…. Dabei ging es die letzten Jahre erstmal bergauf. Meine fittesten Jahre waren zwischen 35 und 40. So fit war ich noch nicht mal als Kind…

Vor ein paar Wochen war ich mit Aretha in Carnuntum beim Römerfest. Das war ein echt heftiger Tag. Es war recht warm und ich war angeschlagen. Meine monatliche frauliche Herausforderung hat an dem Tag ganz schön zugeschlagen. Auf der einen Seite gefiel mir das Fest, auf der anderen schleppte ich mich total schlapp durch die Gegend. Einmal im Moment brauche ich offensichtlich meine ganze Kraft für die Bluterei und bringe kaum noch Energie für anderes auf. Der Vorteil bei so Treffen mit Aretha ist, wir erledigen das immer zeitgleich. Sie ist also auch nicht gerade ein Energiebündel und so gehen wir in diesen Tagen unsere Ausflüge sehr gechillt an. Weiterlesen