Was Nettes sagen!

Ich mag keine Kettenbriefe. Echt nicht. Schick das unbedingt weiter! Du wirst unglücklich wenn du es nicht tust… Dir wird gutes passieren wenn du es tust… Ich halte mich da nie dran. Absichtlich.

Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder einen bekommen. Von einer ganz lieben Freundin, die nur leider dazu neigt auf Fake-Geschichten anzuspringen. Als ich las „MUSST DU UNBEDINGT LESEN, REGT ZUM NACHDENKEN AN“ befürchtete ich eine neue Fake- oder Echt-News die Wahl betreffend. Da gehen die Emotionen ja gerade recht hoch….. Doch als ich weiter las, war ich extrem positiv überrascht. Ich überlegte sogar, die Nachricht tatsächlich weiter zu schicken. Doch dann beschloss ich sie hier zu teilen. Warum? Weil sie wirklich sehr schön ist! Und hier kann ich sie mit mehr Leuten teilen als auf WhatsApp!

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie Ihre Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. „Wirklich?“, hörte man flüstern. „Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!“ und „Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen“, waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen. Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: „Waren Sie Marks Mathelehrerin?“ Sie nickte: „Ja“. Dann sagte er: „Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen.“ Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. „Wir wollen Ihnen etwas zeigen“, sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. „Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen.“ Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. „Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben“, sagte Marks Mutter. „Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt.“ Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: „Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch“. Die Frau von Heinz sagte: „Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben. „Ich habe meine auch noch“, sagte Monika. „Sie istin meinem Tagebuch.“ Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. „Ich trage sie immer bei mir“, sagte Irene und meinte dann: „Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt.“ Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden. Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind. Sag es ihnen, bevor es zu spät ist. Du kannst es auch tun, indem Du diese Nachricht weiterleitest. Wenn Du dies nicht tust, wirst Du eine wunderbare Gelegenheit verpasst haben, etwas Nettes und Schönes zu tun. Wenn Du Diese Mail bekommen hast, Dann deshalb, weil sich jemand um Dich sorgt und es bedeutet, dass es zumindest einen Menschen gibt, dem Du etwas bedeutest. Denk daran, Du erntest, was Du säst. Was man in das Leben der anderen einbringt, kommt auch ins eigene Leben zurück. Dieser Tag soll ein gesegneter Tag sein und GENAU SO ETWAS BESONDERES WIE DU ES BIST!!! (Autor nicht bekannt)

Den Teil mit schicke ihn an so und so viele weiter spare ich mir hier an dieser Stelle. Aber vielleicht wollt ihr sie liken oder teilen….

© Libellchen, 2017

Alles steht Kopf

Auf dem Seminar wurde uns auch ein Film empfohlen. Ein schön gezeichneter Disney-Pixar-Zeichentrickfilm. Ich habe ihn mir natürlich gleich mal organisiert und ich war begeistert!

Worum gehts:

Eigentlich um Emotionen, erwachsen werden, Erinnerungen, unser Gehirn,… Weiterlesen

Limbi – Werner Tiki Küstenmacher

Das war ja mal ein total lustiges und doch lehrreiches Buch! Limbi ist ein total süßes kleines Tier, das für unser limbisches System steht, welches für unsere Emotionen und Entscheidungen zuständig ist.

Eigentlich wird in dem Buch recht anschaulich dargelegt, dass Limbi unser Bauchgefühl ist. Nur das es halt im Gehirn sitzt….

Limbi ist aber auch unser „innerer Schweinehund“. Und in dem Buch wird schön beschrieben wie man Limbi dazu bringen kann, folgsam zu sein. Man darf ihn nicht zwingen, sondern ihn mit schönen Bildern „überreden“. Weiterlesen

Die Tribute von Panem – Mockingjay 2

Gleich vorweg. Der Film wäre besser gewesen, wenn nicht wieder eine Horde störender Kinder im Kino gewesen wäre. Ich konnte mich gar nicht richtig fallen lassen, denn jedes Mal wenn eine emotionale Szene auf der Leinwand war, hatten die in der Reihe hinter uns die Klappe offen. Einmal schimpfte ich, einmal Margit, einmal Barbara, einmal die Frau neben mir, einmal ihr Mann und dann wieder die Menschen auf der anderen Seite. Doch denen war nicht beizukommen.

Die quatschten, die liefen dauernd rein und raus, fuchtelten mit ihrem Handy rum und rissen einen immer wieder aus der Konzentration. Ich war total stinkig. Und ich weiß auch nicht ob mich das Kino nochmal wiedersieht. Bei Spectre hatten wir dasselbe Problem. Da hatten wir auch zwei störende Jugendliche – mit erwachsener Begleitperson, die sie nicht in die Schranken wies. Doch diesmal waren es sieben oder acht störende Jugendliche. Kaum hielt einer den Mund, hatte ihn ein anderer offen! Andererseits kann das Kino gar nichts dafür. Beide Filme sind ab 12 Jahren freigegeben. Und 12 Jahre waren die Jugendlichen. Doch reif für die Filme waren sie definitiv nicht.

Und so konnte ich den Film leider gar nicht wirklich genießen. Gut war er aber auf alle Fälle. Obwohl ich im Buch mehr geweint habe als im Film, finde ich haben sie das Buch recht gut verfilmt. Der Film war auf jeden Fall ein würdiger Abschied der Reihe. Die Actionszenen waren wieder sehr gut gelungen. Und auch die Emotionen kamen mal wieder nicht zu kurz. Ein paar Taschentücher mussten ihr Leben lassen….

© Libellchen, 2015

Entwicklungsschritte

Rückblickend tut man sich eher leicht, die wichtigen Änderungen im eigenen Leben zu erkennen. Dies können scheinbar kleine Entscheidungen sein, ebenso wie große Schicksalsschläge. Bei den großen Schicksalsschlägen vermutet man allerdings, dass sich das Leben radikal ändern wird, bei den kleinen Entscheidungen ist man sich – oftmals – der langfristigen Auswirkungen gar nicht bewusst.

Draußen ist es nasskalt, ich lümmele in meiner Wohnung rum, spiele am Computer rum, höre Musik und bin einfach faul. So weit so bekannt. Doch ich fühle mich anders. Es ist schwer in Worte zu fassen. Doch früher war der Alltag einfach anders.

Erstens einmal war die Umgebung eine andere. Bei diesen Temperaturen hätte ich in der alten Wohnung möglicherweise schon heizen müssen. In der neuen denke ich darüber nach, dieses Wochenende mal die Heizung zu entlüften, damit ich dann für den Winter gerüstet bin. Es ist ruhiger und heller. Meine Nachbarn sind angenehmer. Ich fühle mich gut aufgehoben in der neu eingerichteten Wohnung. Weiterlesen

Run all night

Mal wieder ein Liam Neeson-Film. Und obwohl es ein typischer Neeson-Film ist, ist er doch ganz anders. Weniger Boom-Boom-Action und mehr Emotionen. Hat auch die Filmzeitschrift geschrieben gehabt, aber wir überzeugen uns von sowas ja immer gern selber. Und tatsächlich, am Ende des Filmes hat Barbara das Taschentuch gezückt und ich hab mir ein Tränchen aus den Augenwinkeln gestrichen. Also doch nicht so typisch…

Was ich immer wieder total heftig finde bei seinen Filmen, der Mann ist 62 Jahre alt! Und ganz ehrlich, ich sehe das nicht. Keine Ahnung ob er künstlich nachgeholfen hat, wenn ja, dann bei einem sehr guten Chirurgen. Doch das glaube ich nicht. Zu viele Falten zieren sein Gesicht und trotzdem hat er den Körper eines 40jährigen und ein Gesicht eines 50jährigen.

Ich mag ihn und seine Filme sowieso, doch dieser hat mir mal wieder richtig gut gefallen!

© Libellchen, 2015

Mein Weg

Wolfgang hat mir bei unserer Diskussion ja einiges vorgeworfen, worüber ich auch nachgedacht habe. Das tue ich eigentlich immer, auch wenn ich es nicht immer kommuniziere. Ich habe noch immer über Input von Außen nachgedacht. Manchmal hat mich so ein Input auch zum Umdenken bewegt, aber halt nicht immer. Ich weiß ziemlich genau wer ich bin. Ich kenne meine Stärken, aber auch meine Schwächen. Da ich Schwäche nicht mag, habe ich in den letzten Jahren einen Weg gesucht und auch gefunden, wie ich mit meinen Schwächen leben kann. Ich trickse mich dabei selbst aus und bin mir dessen auch voll bewusst.

Ich habe ein Problem mit Druck von Außen. Mich können andere Menschen extrem stressen indem sie mir materiellen Druck machen. Geld haben oder nicht, ist ein großes Thema. Zumindest so lange, bis mir klar wurde, dass ich viel zu sehr auf die Meinung anderer gehört habe. Ängste von anderen haben mich oftmals emotional überrollt und ich habe mich dann wegen Probleme anderer selbst fertig gemacht. Ich weiß dass alles und habe mir mein Leben entsprechend eingerichtet. Ich lasse mich nicht mehr von anderen Menschen fertig machen, doch das geht nur, wenn ich mich abgrenze. Ich habe meine Grenzen kennen gelernt und gelernt, wie ich einfordere dass sie eingehalten werden. Seitdem geht es mir emotional bedeutend besser. Ich bin nicht mehr ein Spielball der Gefühle, Emotionen und Ängsten anderer. Und das gut so. Und dann kommt da Wolfgang daher und wirft mir vor, auf dem falschen Weg zu sein, denn so wie ich das mache, ist es falsch. Das Leben gehört anders gelebt. Nur wer spontan ist, ist glücklich. Nur wer keine Grenzen hat, ist frei.

Und ich versuche ihm zu sagen, dass das für ihn stimmen mag, doch ich da anders ticke. Doch das wollte er nicht einsehen. Er wollte mir sein Weltbild überstülpen. Doch die Zeiten wo das bei mir funktioniert hätte, sind vorbei. Vor ein paar Jahren wäre er allerdings erfolgreich gewesen. Da hätte ich mich ganz nach ihm gerichtet. Hätte meinen Instinkt unterdrückt und hätte ein Leben gelebt, dass nicht meines ist – auch das habe ich schon hinter mir! Doch heute weiß ich genau, wo meine Wünsche enden und die meiner Mitmenschen beginnen. Und ich bin da auch mittlerweile unbeugsam, was aber auch etwas mit meiner Erfahrung zu tun hat. Früher habe ich immer nachgegeben, auch wenn meine Intuition laut und deutlich „Nein“ geschrien hat. Doch ich wollte ja nicht egoistisch sein. Wollte nicht meinen Willen durchsetzen. Wollte von anderen geliebt werden. Doch genau diejenigen die mir immer ihren Willen aufzwangen, waren diejenigen die mich früher oder später – nachdem sie mich nicht mehr brauchten – sowieso fallen ließen. Weiterlesen