Mein Weg

In den letzten Monaten hat sich mein eingeschlagener Weg für mich bewährt. Manch einer hier wird sich vielleicht fragen, was ich da tue und warum. Für mich ist es klar, aber vielleicht nicht für jeden hier….

Ich war ein unglückliches Kind. Ich war eine unglückliche Jugendliche mit depressiven Tendenzen. Ich war im WorstCase zu Hause, wie es eine Freundin von mir heute noch ist. Ich flüchtete mich in die Arbeit und verdrängte meine Probleme. Doch sie sind nicht verschwunden, im Gegenteil, als mich meine große Lieben fallen gelassen hat, haben mich auch alle meine nicht verarbeiteten Probleme der Kindheit, als ich bereits am Boden lag, noch zusätzlich in den Hintern gebissen! Weiterlesen

Schlaflose Woche

Ich bin immer noch extrem müde, liegt aber vor allem daran dass ich die ganze Woche schlecht geschlafen habe und emotional ein wenig was durch habe, diese Woche!

Warum ich von Sonntag bis Mittwoch Probleme mit dem schlafen hatte, weiß ich nicht. Es war eigentlich nichts besonderes los und doch wälzte ich mich nur von einer Seite auf die andere. Statt 10 Stunden Schlaf wie am langen Wochenende, bekam ich nur ca. die Hälfte ab. Wenigstens war es im Büro nicht allzu stressig. Ich war nämlich extrem langsam unterwegs. Weiterlesen

Geduld

Wenn ich etwas nicht bin, dann geduldig.

Ich habe mal – dienstlich – eine Persönlichkeitsanalyse gemacht und dabei kam raus dass ich überdurchschnittlich zielstrebig, konsequent und entscheidungsfreudig bin. Was dort nicht raus kam war dass ich auch sehr emotional bin. Das erschwert mein Leben noch mal gewaltig.

In meinem Leben kam ich immer wieder an einen Punkt wo mich Leute fragten „Was GENAU willst du?“ Und oftmals konnte ich das nicht ohne nachdenken beantworten. Als Kind wurde mir von meiner Großmutter abgewöhnt etwas zu WOLLEN. Es wurde gemacht was Opi wollte, meine Wünsche haben niemand interessiert. Weiterlesen

Nimms leichter!

Zeit meines Lebens hatte ich immer Langzeitpläne. Eine Eigentumswohnung, ein Job im öffentlichen Dienst den ich bis zu meiner Pension habe, einen Mann fürs restliche Leben.

An der Eigentumswohnung zahle ich schon seit drei Jahren, den Job im öffentlichen Dienst habe ich auch schon seit 13 Jahren, nur mit dem Mann fürs Leben wird es einfach nix. Wobei, liegt definitiv an mir. Ich habe einfach ein Händchen für Männer die mir nicht gut tun. Die nicht sehen was sie an mir haben (könnten). Weiterlesen

Neuanfang

Die Menschen stehen nicht auf Veränderungen. Für manche sind schon kleinste Veränderungen eine Katastrophe. Das Leben komplett auf den Kopf stellen, geht schon mal gar nicht! Diese Leute verharren auch oft Jahre oder Jahrzehnte in einem Job oder einer Beziehung die ihnen eigentlich nicht gut tut. Auch wenn sie leiden sind sie so erstarrt in ihrem Leben, dass sie nicht wissen wie sie es lösen sollen. Ich bin da anders.

Klar auch ich steh nicht so auf Veränderungen, aber ich weiß zumindest wenn sie notwendig sind, treffe eine Entscheidung und ziehe es dann auch durch! Dabei überstürze ich aber nichts. Ich habe eine extrem hohe Leidensfähigkeit. Lasse mir sehr viel gefallen, finde Gründe mich noch ein wenig länger zu quälen. Nicht aufzugeben. Durchzuhalten. Man weiß ja nie wie weit es noch ist bis zu einer Besserung. Vielleicht ändert sich ja was…. Nein, tut es nicht! Weiterlesen

Neuanfang

Alle meinen Planungen und Überlegungen endeten vorige Woche am Mittwoch. Mein letzter Arbeitstag an der alten Dienststellen! Über das danach hatte ich mir keinerlei Gedanken gemacht! Hauptsache die letzten Tage durchstehen und dann nichts wie weg! Und sie zeigten mir nochmal genau warum ich weg will…. Margit war wie immer. Fragte mich Dinge über organisatorische Dinge für die Zukunft der alten Dienststelle – drei Tage bevor ich ging! Kollege TK druckste herum, weil er mich nicht bitten wollte den Schlüssel abzugeben, damit ihn mein designierter Nachfolger bekommen kann. Als er es endlich schaffte mich zu fragen, musste ich ihm leider sagen, dass ich ihn schon am Vortag bei Margit abgegeben hatte. Warum sie das in dem Gespräch dass sie geführt hatten, nicht erwähnt hatte, konnte ich nicht beantworten! Die neue supertolle mehrere tausend Euro teure Theke weihte Margit auch gleich ein indem sie darauf frühstückte! Kollege TK hatte fast einen Schlaganfall deswegen. Mein Projekt ist jetzt sein Projekt!

Ich bin emotional total raus. Ich habe es zwar zweieinhalb Jahre geplant und sehe jetzt wie sie jetzt alles tun damit es kolossal kracht, aber es ist mir egal! Ich weiß, dass ich meine Sache gut gemacht habe. Es hätte funktionieren können, doch es ist einfach nicht gewünscht! Effizienz, Kunden- und Serviceorientierung sind einfach nichts für meine alte Dienststelle! Und jetzt wo ich Störfaktor weg bin, können sie wieder alles schön ineffizient gestalten und sind glücklich damit. Und ich bin glücklich, dass ich es mir nicht mit anschauen muss! Weiterlesen

Unsicherheit – Ablehnung – Zielstrebigkeit

Also mir persönlich ist eine klare Ablehnung weit lieber, als unsichere Zeiten. Wobei ich nicht von globalen Unsicherheiten sprechen, sondern konkret in meinem näheren Umfeld. Mit Ablehnung kann ich aufgrund der Vielzahl, die ich schon erleben durfte, recht gut um. Wenn mich jemand ablehnt, ist es mir zwar nicht egal, aber ich setzte in der Sekunde mein Pokerface auf, fahre die emotionale Mauer hoch und gehe meiner Wege. Sobald ich alleine bin, lasse ich dann meine Gefühle raus und danach überlege ich mir, wie ich weitermache. Ich bin das klassische Stehaufmännchen. Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen. Das kann ich.

Was ich nicht kann ist warten. Mit Hoffnung auf bessere Zeiten haben, habe ich ein echtes Problem. Vor allem wenn ich nichts dazu beitragen kann. So lange ich etwas tun kann, kann ich jede Hürde überwinden. Aber mich auf andere verlassen, fällt mir echt schwer. Vielleicht weil ich zu oft enttäuscht wurde. Ich habe immer und immer wieder feststellen müssen, dass ich mich nur auf mich selber verlassen kann! Meine Eltern mal ausgenommen! Aber egal ob im Freundeskreis, im Büro oder in meinen Beziehungen, sobald ich mich auf jemand verlassen habe, wurde ich bitter enttäuscht.

Wenn dann zu diesem Grundproblem, noch ein paar Unsicherheitsfaktoren dazukommen – wie ich es jetzt im Büro habe – dann wird das ganze für mich unerträglich und ich total emotional. Doch in Bezug auf mein Büroproblem, kann ich ja etwas tun. Ich kann ihnen den Mist vor die Füße werfen. Was ich auch tun werde. Obwohl dies wiederum einer andern Grundhaltung von mir zuwider geht. Meiner Zielstrebigkeit. Mir war sofort klar, dass ich so nicht weitermachen will. Aber ich bin es nicht gewohnt aufzugeben. Ich bin es gewohnt durchs Ziel zu gehen! Auch wenn es noch so lange dauert und egal wie viele Hürden ich auf dem Weg auch überwinden muss.

Aufgeben tut man nicht. Aufgeben tun wir nur einen Brief. Weiterlesen