Alte Bücher

Seit ich beschlossen habe meinen Bücherbestand zu reduzieren, hat er sich vervielfacht. Von allen Seiten bekomme ich jetzt Bücher überreicht. Und ich bin ja nicht so, ich lese ja überall mal rein. Nicht alles lese ich bis zum Ende, doch die meisten Bücher haben irgendetwas interessantes….

Meine letzten zwei Bücher waren

„Spy Catcher – Enthüllungen aus dem Secret Service“ von Peter Wright und Paul Greengrass aus dem Jahr 1988 und

„Volle Deckung Mr. Bush“ von Michael Moore aus dem Jahr 2003

Beide Geschichten sind eigentlich schon überholt, die Bücher trotzdem lesenswert! Beim ersten bin ich zwar hin und wieder ausgestiegen bei den technischen Erklärungen der Abhörtechniken, aber die Jagd nach den MI5 internen Spionen hat mich trotzdem gefesselt. Weiterlesen

Freizeit beginnt nicht an der Wohnungstür!

Die Überschrift ist für mich. Ich weiß nicht woran es liegt, aber richtig „frei“ fühle ich mich nur zu Hause. Wenn ich unmittelbar nach der Arbeit zu einem Termin fahre – auch wenn es ein privater ist – fühle ich mich erst in der Freizeit angekommen, wenn ich zu Hause bin. Was ja Schwachsinn ist!

Zeit mit Menschen verbringen die ich mag, ist ja cool. Zu Events gehen, die ich mir selbst ausgesucht habe, ist ja toll! Fitnessstudio ist Freizeit. Und doch habe ich da etwas in mir, dass alles was ausserhalb meiner Wohnung stattfindet unter Termin läuft. Und sich somit nicht wirklich als Freizeit anfühlt. Weiterlesen

Kollege Sonnenschein

Wüsste ich nicht, was er in seiner Kindheit alles erlebt hat, würde ich ja gar nicht mit ihm reden. So ein „Alles wird gut, du musst nur daran glauben-Typ“ nervt ja normalerweise eher… Da ich aber weiß, dass er in seiner Kindheit auch genug Ballast umgehängt bekommen hat und trotzdem heute so einen Sonnenschein ist, höre ich ihm zu. Wenn ich ihm auch nicht immer folgen kann…

Nach dem Abend vorher und der tränenreichen Nacht, kam es wie es kommen musste, ich habe ihm auch noch eine Runde vorgeheult! Gut, das ist er schon gewohnt. Als er mir wieder kam mit, lass dich nicht hängen, denke positiv hätte ich ihm am liebsten den Hals umgedreht. Doch dann fiel mir etwas ein. Und kaum hatte ich es am Schirm, hielt er es mir auch schon vor… Weiterlesen

Runde zwei

Nach der ersten Runde hatte ich das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein. Ich konnte es zwar noch nicht greifen, aber im Bauch fühlte sich das ganze plötzlich viel besser an. Und das obwohl Runde 1 nicht ohne Tränen abgegangen war! Aber ehrlich gesagt will ich meine Kraft auch nicht mehr darauf aufwenden so zu tun als wäre ich cool, während meine Seele weint! Da heule ich lieber wirklich und suche nach einem Ausweg!

Meine zweite Karte motivierte mich dann zusätzlich. Da standen so Dinge wie – ich sei dabei aus dem Kampf gegen das Schicksal auszusteigen, in mir lichte sich etwas, neues könne gedeihen, etc. Das war mehr oder weniger die Bestätigung meines Bauchgefühls. Bis wir begannen darüber zu reden und ich plötzlich emotional kippte. Ich habe keine Ahnung in welchem Zusammenhang es kam, doch es ging ums wieder aufstehen…. Und da war ich dann gleich mal gefrustet. Ich habe das Gefühl seit 40 Jahren nichts anderes zu tun, als immer wieder aufzustehen. Und warum? Weil ich immer wieder hinfalle! Ich konnte es einfach nicht hören. Ich bin es leid aufzustehen. Ich bin es leid hinzufallen. Ich will dass es endlich mal leicht geht. Und ich wäre auch bereit etwas dafür zu tun, wenn ich bloß wüsste was!!!! Weiterlesen

Glaube

Ich hab es ja nicht so mit der Kirche und dem Mann mit Rauschebart… Mir gefällt vielmehr die Idee, dass alles im Universum verbunden ist. Wenn wir gutes tun, wird uns gutes wiederfahren. An die Kraft des Unbewussten und daran dass wir das wo wir unsere Aufmerksamkeit hinlenken, auch bekommen werden. Das ist ein Mischmasch aus Buddhismus, Huna-Schamanismus, christlichem Glauben und was weiß ich noch alles…

Früher habe ich gläubige Menschen eher belächelt. Dieses naive darauf hoffen, dass der Mann mit Rauschebart es schon richten wird… Würde er alles richten, gäbe es keine Kriege, keine Kindersterblichkeit, keine Morde, keine Vergewaltigungen….. Gott kann nicht gütig sein, doch mit einem strafenden Gott wollte ich nichts zu tun haben. Weiterlesen

Bis zur Pension…

Manchmal höre ich noch was von meiner alten Dienststelle. Mein Ex-Chef besucht mich ca. zwei Mal im Monat und hin und wieder ereilt mich ein Anruf. Letztens hat mich mein Planungskollege angerufen. Derjenige der mich abgesägt hat, beerbt mich jetzt offiziell – welch eine Überraschung – und hat ihm den Stellvertreterposten angeboten. Also konkret die Budgetaufgaben. Und er wollte wissen, was da auf ihn zukommen würde, wenn er es denn annehmen würde…

Nach drei Minuten war er überzeugt, es nicht zu wollen. Vor allem auch wegen meinen Ex-Mitarbeiterinnen. Die sind nämlich laut seiner Definition „schwierige Persönlichkeiten“. So kann man es auch sagen… Weiterlesen

Immer wieder Montag…

Eigentlich mag ich ja diese lustigen Sprüche von wegen am Sonntag schon Angst vor Montag haben. Die Woche dauert immer so lang und das Wochenende ist immer so kurz. Arbeit ist schlecht, Wochenende ist toll…..

Doch wenn man näher darüber nachdenkt, macht einem so eine Haltung das Arbeitsleben nicht gerade leichter….

Meine Großeltern waren der Meinung, während des Arbeitslebens wird gerackert und in der Pension kann man dann sein Leben genießen – wenn man es denn dann noch kann, ansonsten hat man halt Pech gehabt…..

Diese Einstellung habe ich schon vor Jahren über Bord geworfen und auch eine hitzige Diskussion mit ihnen diesbezüglich gehabt. Ich war der Meinung man sollte sich sein Leben schon so einrichten dass es mit der richtigen Work-Life-Balance auch während den berufstätigen Jahren lebenswert ist. Vor allem, woher soll ich denn wissen wann und ob ich überhaupt in Pension gehen kann. Wer weiß schon was in 25 Jahren ist und ob ich den Pensionsantritt überhaupt erlebe…. Weiterlesen