Wohlfühlen

Noch steht das offizielle Gespräch aus, doch ich denke wir sind uns einig. Ich werde bleiben wo ich bin!

Diese Woche steht ganz im Sinne der Fortbildung. Mein Chef hält einen Vortrag und ich bin Gasthörerin. Als ich im Hörsaal ankam wurde ich durch zwei Bekannte Gesichter überrascht. Ich weiß nicht, warum ich nicht damit gerechnet hatte, aber Mitarbeiter meiner alten Dienststelle sind offenbar überall! Allerdings hatten die zwei nicht mitbekommen, dass ich bereits wo anders untergekommen bin und so waren sie sehr überrascht mich zu sehen. Ich wiederum war sehr überrascht die Folie mit der Abteilungsstruktur zu sehen, wo mein Name als Selbstverständlichkeit angeführt war.

Und so bilde ich mich fort, ohne Angst haben zu müssen, dass mir das mal als Zeichen meiner Inkompetenz vorgehalten wird!

Vorige Woche hat mich am Gang im Büro einer der wichtigsten Personalchefs aufgehalten. Ich kannte ihn bisher nur vom Namen her… Mr. Wichtig hatte ihn mal erwähnt und sich abfällig geäußert. Jetzt weiß ich warum! Der Mann ich nett und charmant und wirklich wichtig. Der muss ihm natürlich ein Dorn im Auge sein. Er plauderte ein wenig mit mir, fragte wo ich herkomme und wo ich jetzt arbeite und hieß mich „am Gang“ willkommen!

Nach 13 Jahren Kampf, viel Überheblichkeit und Arroganz bin ich so viel Nettigkeiten gar nicht mehr gewöhnt!

Schön!

© Libellchen, 2017

Erster Auftrag erledigt

Nach einer gemütlichen Eingewöhnungsphase habe ich vorige Woche meinen ersten Auftrag erhalten. Der Chef gab den Rahmen vor, aber keine Details. Es ging darum Rechnungshofberichte auf Relevanz für unsere Abteilung zu durchforsten und dann die entsprechenden Stellen in einer Tabelle zusammenzufassen.

Das mit der Tabelle haute aber nicht so hin. Jeder der schon mal einen Rechnungshofbericht in der Hand hatte weiß, die sind sehr umfangreich. Da werden Inhalte in ganzen Absätzen erklärt. Nicht das richtige Format also für Tabellen. Also begann ich mal einfach die Inhalte in ein Word-Dokument zu kopieren und dabei markierte ich auch gleich die relevanten Stellen. War zwar nicht konkret der Auftrag, aber was solls. Weiterlesen

Blick hinter die Kulisse

Nach eineinhalb Wochen habe ich schon ein wenig eine Idee von meinen neuen Kollegen bekommen. Und eines weiß ich, mit meinen alten können sie nicht mithalten. Sie haben zwar auch ein paar Eigenheiten – habe ich ja auch – aber nichts womit ich Probleme bekommen werde. Obwohl. Eine Kollegin nervt schon ein wenig. Sie ist zwar sehr nett, aber sie ist auch sehr wichtig! Andererseits ist sie nicht mein Problem sondern wenn, dann das von unserem Chef. Ich habe ja ein arbeitsunabhängiges Aufgabengebiet von ihr. Von daher kann sie sich ruhig wichtig machen neben mir….

Klassisch war der Geschirrspüler letzte Woche. Als ich in der Früh als erste kam und das vorletzte Kaffeehäferl aus dem Kasten nahm, beschloss ich den Geschirrspüler anzuwerfen. Was sie auch durchaus positiv anmerkte. Irgendwann war er fertig und ich machte ihn auf zum Dampf ablassen. Wieder ein wenig später begann ich das Geschirr auszuräumen. Wo sie plötzlich der Eifer packte und sie mir half. Dabei war sie total hektisch, dabei haben wir dort nicht gerade den Stressjob! Und natürlich kam gerade da unser Chef dazu. Sie meinte dann auch zu ihm „Gleich kannst du her“ und riss damit die Arbeit irgendwie an sich… Ich wurde zur Hilfskraft degradiert. Was mir aber egal ist. Bei uns ist Teamwork wichtig. Ob ich jetzt die Initiative ergriffen habe oder nur geholfen habe, ist total egal. Doch nicht für sie. Wie gesagt sie ist ein wenig wichtig. Was zum Problem werden könnte. Weiterlesen

Pfiat eich, baba, tschüß,…

Letzter Arbeitstag in alter Dienststelle abgesessen! Hab nochmal Frühstück mitgebracht für meine Ex-Mitarbeiter und ein paar wenige die ich mag! Mittags ging dann mein Chef noch mit mir essen. Dazwischen habe ich versucht die Augen offen zu halten. Ich habe irgendwie die Schlafkrankheit heute erwischt. Keine Ahnung woran es diesmal liegt. Am Wetter oder an den neuen Medikamenten die ich wegen meiner nächsten körperlichen Baustelle nehmen muss! Ich bin auf jeden Fall am Ende. Am Ende mit der alten Dienststelle, aber leider auch körperlich! Das nächste Wochenende wird also eines im Schongang! Samstag Massage und ansonsten werde ich im Bett bleiben und schlafen!

Ich fühle mich total gerädert. Woran auch immer es liegt! Habe heute natürlich auch meine Abschiedsrunde gedreht. Und nur gaaaanz wenige werde ich vermissen. Wobei ich mit denen sowieso in Kontakt bleiben werde. Eigentlich hatte ich zumindest ein wenig Wehmut erwartet nach 13 Jahren, aber da war nix. Ich wollte einfach nur raus… Und damit ich auch nicht vergesse warum ich raus will, ist mir Mr. Wichtig heute gleich zweimal über den Weg gelaufen! Mein designierter Nachfolger hat sich da eher versteckt. Den habe ich diese Woche gar nicht gesehen.

Schätze ich werde bald wieder ins Bett gehen und versuchen mich bis morgen in der Früh schön auszuschlafen! Will ja morgen einen guten Eindruck machen!

© Libellchen, 2017

Irgendwo Empathie vorhanden?

Gut. Empathie ist eine vor allem weibliche Eigenschaft. Aber es kann ja den Männern trotzdem nicht vollständig fehlen… Doch so schien es am Donnerstag. Ich hatte ja bereits einen Tipp bekommen, doch am Donnerstag wurde es mir dann offiziell kund getan. Mein Lieblingspersonalvertreter beerbt mich! Stellt euch mal vor, ihr seid komplett unwissend und geht zu einer Besprechung wo vom Betreff her, etwas völlig anderes erwartet wird. Dann ist einer eurer längsten Gegenspieler anwesend – ohne ersichtlichen Grund – und ihr bekommt vor den Latz geknallt – Der soll das übernehmen, dich können wir frühestens Anfang Oktober weglassen, er hat jetzt mal Zeit sich einzuschleifen und Anfang September übernimmt er dann von dir. Wie würdet ihr reagieren?

Sie hatten also Glück dass ich beide Infos schon hatte. Den Part mit Anfang Oktober hatte ich am frühen Morgen schon recherchiert und der andere Teil war mir schon gesteckt worden. Doch es wird noch besser. Der Lieblingspersonalvertreter gibt tatsächlich so etwas von sich wie „Natürlich werde ich ihre Unterstützung brauchen!“ und ich schaue in an und denke mir „Wer hat dir ins Gehirn gesch….?“ Mein Chef hat natürlich auch noch appelliert sich doch wie vernünftige Menschen zu verhalten…. Ich bin nach der Besprechung einfach gegangen. Ich meine was soll ich dazu sagen? Wenn sie es nicht verstehen wollen, werden sie es auch nicht verstehen wenn ich es ihnen aufzeichne! Weiterlesen

Instant-Karma

Seit ein paar Tagen kann ich wieder herzhaft lachen! Das Karma ist eine mächtige zielstrebige Kraft. Gut, das ist nichts neues. Das weiß ich schon länger. Doch es ist immer wieder schön das Karma arbeiten zu sehen…

Vorigen Herbst hat mein Lieblingspersonalvertreter bereits begonnen mich als Leiter der Servicestelle zu verhindern. Manch einer hat das bestritten, doch der Dienststellenleiter persönlich hat es mir bestätigt. Dann wurde er gesehen wie er mit Mr. Wichtig konferierte, kurz bevor dieser mich beim Hearing persönlich angegriffen hat. Ich habe dann irgendwann beschlossen, nicht mehr mitzuspielen und alles hingeworfen. Soll den Arbeitsplatz doch jemand anderer machen! Ist ja schließlich kein Geschenk, sondern viel Arbeit und Verantwortung, mit minimalem Mehrgehalt – wenn überhaupt! Weiterlesen

Das Leben rast dahin…

… und steht doch still. So schnell sich Dinge in manchen Bereichen meines Lebens auch bewegen, in anderen steht alles still. Und wenn die Dynamik in manchen Dingen zunimmt, merkt man erst so richtig, wie statisch andere Dinge sind! Es gab mal eine Zeit da war mein Alltag vorgezeichnet. Im Moment ist er das nicht. Im Büro bin ich von meiner Hauptaufgabe freigestellt und arbeite nur mehr in einem Projekt. Ich bin nicht mehr zuständig für die Befindlichkeiten meiner Mitarbeiter und es geht mir auch überhaupt nicht ab. Doch durch das Projekt, bin ich auch nicht mehr so gefangen in der Welt der Sekretariatszeiten und Spätdienste. Ob ich am Donnerstag oder Freitag bis 16 Uhr im Büro bleibe, hängt nicht mehr davon ab ob Margits Katze mal wieder in die Tierklinik muss oder der Hund ihrer Eltern Zahnschmerzen hat! Ich kann kommen und gehen wie ich will! Herrlich das Gefühl nicht mehr den eigenen Zeitplan nach den Haustieren von irgendwelchen Leuten richten zu müssen!

Diese Woche fiel mir das wieder mal auf und das obwohl ich nur zwei Tage im Büro war. Montag und Dienstag lag ich nämlich kränklich zu Hause. Normalerweise wäre ich arbeiten gegangen obwohl ich lieber liegen geblieben wäre, doch so wie es derzeit steht habe ich beschlossen mich nicht zu quälen! Und so kümmerte ich mich um mich selber, während PK sich um das Projekt kümmerte. Am Mittwoch gaben wir dann gemeinsam richtig Gas und am Donnerstag war er dann krank und ich hielt die Stellung. Freitag hatte ich dann ein paar Stunden geopfert und mir frei genommen – wie so ziemlich alle bei uns! Weiterlesen