Am hohen Roß

Manche Menschen halten sich wirklich für etwas Besseres…. Vor allem wenn es um „niedere Dienste“ geht.

Mein Kollege – ja er schon wieder – hat diese Woche einen Auftrag erhalten. Er sollte an einem bestimmten Ort, um eine bestimmte Zeit eine bestimmte Person beim Eingang – einen Stock tiefer – abholen. Da er aber natürlich wichtig ist und nicht auf die Person warten wollte, suchte er einen Weg damit er nicht beim Eingang rumstehen müsse.

Kommen wir mal zu mir. Was würde ich tun wenn mir mein Chef den Auftrag gegeben hätte. Also ich wäre fünf Minuten vor der Zeit nach unten gegangen und hätte dort gewartet. Erstens ist es Dienstzeit. Zweitens ein dienstlicher Auftrag. Und drittens hätte ich gar nicht weiter darüber nachgedacht. Weiterlesen

Großkampftag

Am Dienstag hatten wir eine Megabesprechung am Start. Gott sei Dank konnte ich im Vorfeld die Hauptverantwortung dafür abwenden. Ich hatte bereits meine Besprechung vorigen Freitag und ich bin ja nicht die einzige Mitarbeiterin bei uns… Deshalb habe ich meinen Chef ersucht bei der Einteilung zu berücksichtigen dass ich mein Event am Freitag habe. Das musste ich deshalb tun weil der stellvertretende Abteilungsleiter an mich herangetreten war, da ich dabei ja soooo toll bin. Tja, die Zeiten wo ich mich aufgerieben habe um meinen Chefs zu gefallen, sind mittlerweile auch vorbei. So lange es noch genug andere bei uns gibt die es übernehmen können, gebe ich die Verantwortung gerne ab.

Dabei war ich trotzdem. Vorbereitende Arbeiten, Kaffeemaschine betreuen, Wasserkrüge füllen, Protokoll führen und alles was halt sonst noch so anfällt. Aber ich war nicht verantwortlich. Habe aber natürlich mit angepackt. Alles in allem lief es ganz rund, keine weiteren Probleme, eher Lob für die gute Betreuung. Bis alles vorbei war. Beim wegräumen wird es ja immer ein wenig zäh. Während Mrs. Wichtig, ich und unser neuer Kollege am wegräumen waren, führten die anderen gleich ihre Nachbesprechung durch. Letztendlich räumten wir also zu dritt alles weg. Und aufgrund der örtlichen Gegebenheiten legten wir so 8.000 Schritte – laut Fitnesstracker – zurück. Treppen rauf, Treppen runter, Türen auf, Türen zu und immer etwas in der Hand dabei. Dass nur eine Kaffeetasse zu Bruch ging – ein wahres Wunder. Weiterlesen

Ruhig bleiben

Am Freitag war ich mit meinem Chef alleine im Büro. Nachdem er am Vormittag zu einem Termin aufgebrochen war, war ich dann ganz alleine. Als plötzlich etwas Unerwartetes auf mich einstürzte. Kaum war er weg, haben ihn drei Personen gesucht. Da er nicht da war, kamen sie zu mir.

Auf der einen Seite war ich so vorgewarnt, auf der anderen Seite spürte ich ein wenig den Druck. Ich bin ja sehr anfällig auf Druck von aussen. Ich springe normalerweise regelrecht darauf an und fange an zu arbeiten. Das ist noch kein Stress, das ist aber Betriebsamkeit.

Zu meinem Glück konnte ich am Freitag aber nicht darauf anspringen. Auf die eine Sache hatte ich keinen Zugang und bei der anderen Sache hatte ich keine Ahnung wo sie gelagert wird. Nach einem Jahr gibt es immer noch Dinge die ich zum ersten Mal sehe…. Weiterlesen

Was für eine Woche!

Den Montag habe ich auf der Couch verbracht und habe das Wochenende nochmal nachwirken lassen – eine Meditation am Abend inklusive. Am Dienstag habe ich nach der Arbeit spontan beschlossen in Schönbrunn stehen zu bleiben und eine Runde zu drehen. Ich ging vom Haupteingang rauf zur Gloriette und wieder retour. Wieder unten angekommen gönnte ich mir noch ein leckeres Eis vom Eis-Greissler und suchte mir ein Plätzchen in der Sonne. Am Abend vorm schlafen gehen, gönnte ich mir wieder eine 15-Minuten-Meditation.

Am Mittwoch nach der Arbeit drehte ich zu Fuß eine 6 Kilometer Runde durch den Ort und meditierte am Abend und am Donnerstag ging ich am Abend zu einem Vortrag über Tantra. Ich wollte mir das mal anhören und hören was das wirklich ist. Ich habe bereits vieles darüber gehört, aber das meiste waren Gerüchte. Ein Gratis-Vortrag war für mich Grund genug hinzugehen. Weiterlesen

Durchschnaufen

Yippih! Kaum bin ich zurück aus dem Urlaub, habe ich eine Verlängerung meiner Dienstzuteilung bis Ende Februar 2019!!!! Bis dahin habe ich erstmal Ruhe. Und ich glaube dann könnte es sein, dass ich vielleicht wirklich endgültig versetzt werden kann…

Natürlich kam mich auch gleich an meinem ersten Arbeitstag mein ehemaliger Chef besuchen und klagte mir sein Leid. Er habe eine A4-Stellungnahme geschrieben, die habe nur keinen interessiert. Ich verkniff mir dann ein „mich auch nicht“. Weiterlesen

Mach ma scho!

Ich bin nicht wirklich Teamarbeit gewohnt. In meiner alten Dienststelle hatte ich Mitarbeiter. Wir arbeiteten in einem sehr hierarchischem System. Ich war Chef, gab Aufträge und die Mitarbeiter setzten sie mehr oder weniger um – je nachdem ob ihnen danach war oder nicht. Wenn sie es nicht taten musste ich die Chefin raushängen lassen und ihnen die Aufgabe nochmal nachdrücklicher geben. Das spielten wir oftmals ein dutzend Mal hin und her. Bis keine Zeit mehr war und ich es einfach selber machte. Ich hatte mir das System nicht ausgesucht. Das war ganz normal. Ober und neben mir. Alle machten das so. Fakt war, ich war verantwortlich und habe mich daran auch gewöhnt.

Letzte Woche war meine letzte Arbeitswoche vor dem Urlaub. Eine sehr lange Woche! Montag ein 12 Stunden-Tag, Dienstag nach der Arbeit zur Ärztin – Wartezeit inklusive, Mittwoch nach der Arbeit zum Training und Donnerstag wurde es ganz lustig. Eine Dienstreise stand auf dem Plan. Geplant war ja eigentlich dass mein Kollege mit mir fährt. Zu zweit hätten wir uns die Arbeit teilen können, doch er war immer noch krank. Mrs. Wichtig wollte unser Chef nicht mitnehmen – ich habe nicht gefragt warum – also blieb es an mir hängen. Hätte ich es mir nicht zugetraut, hätte ich mich gewehrt, doch ich bin es gewohnt Dinge alleine zu bewerkstelligen. Also habe ich nichts gesagt. Und so fuhren wir am Donnerstag um 6 Uhr 30 vom Büro weg. Ich fuhr. Ohne Frühstück. Knapp zwei Stunden. Dort angekommen, baute ich erstmal den PC auf. Danach schrieb ich fünf Stunden mit fürs Protokoll. Als Dankeschön zahlte mir mein Chef das Mittagessen und danach brachte ich uns wieder heil nach Hause. Weiterlesen

Überfall

Am Mittwoch war es endlich wieder so weit. Ich dachte mir nichts böses, ging Mrs. Wichtig zum Mittagessen abholen und wurde mal wieder überfallen. Ich wurde nach einer Information gefragt, womit ich nicht gerechnet hatte. Und wie leider immer, bin ich oftmals über die Art und Weise verwirrt und beisse mir auf die Zunge um nicht allzu schnippisch zu antworten.

Ich will einfach meine Ruhe haben. Will niemanden verletzen. Keinen Unfrieden im Büro und schlucke so immer wieder Meldungen hinunter bevor ich sie rauslasse. Und natürlich habe ich mich dann wieder darüber geärgert. Wir hatten etwas ausgemacht, die zwei Ladys haben sich nicht daran gehalten und mich dann mehr oder weniger aufgefordert es ihnen doch einfach gleich zu tun. Wir hatten aber einen anderen Auftrag von unserem Chef. Ich weiß ja nicht, bin ich da wirklich so komisch dass ich mich an das halte was der Chef sagt? Weiterlesen