Irgendwer wird es schon machen!

Und ich bin es nicht mehr!

Diese Woche ereilte mich ein Anruf einer Bekannten. Sie wusste bereits dass ich bei einer anderen Dienststelle bin, brauchte aber eine Telefonnumer. Kurt hatte seine Arbeit nicht gemacht und war nicht erreichbar. Also gab ich ihr Margits Nummer. Ich warnte sie aber auch gleich vor, dass sich Margit sicher nicht zuständig fühlen wird….

Am Tag darauf rief mich mein Ex-Chef an. Ob ich wüsste, dass ich noch eine bestimmte SAP-Rolle habe, als Vertretung von Kurt. Klar wusste ich es, es interessierte mich aber nicht. Ich hatte diese Rolle noch nie gebraucht und somit auch bei der Übergabe komplett darauf vergessen. Erst vor zwei Wochen hatte ich zufällig gesehen, dass ich sie noch hatte. Bloß es interessierte mich nicht! Weiterlesen

Retter – Opfer – Täter

Was macht ein Mensch mit einem Rettersyndrom wenn er keine Opfer findet? Er wird zum Täter, schafft sich ein Opfer und dann kann er es retten! Das gibts nicht? Doch das gibt es immer wieder. Man muss nur schon sehr genau hinschauen dass man sieht was passiert.

Es gibt Menschen die brauchen es für ihr Ego, für alle, immer und überall da zu sein. Ich bin da ganz anders. Ich bin froh wenn die Leute ihr Leben selbst regeln und mich nicht damit belasten! Natürlich bin ich auch für Freunde und Familie da, aber im Büro bin ich jetzt nicht diejenige die hier schreit, wenn jemand aufgefangen werden will. Ich hatte mein Leben lang genug mit mir selber zu tun, mich von anderen belasten zu lassen mag ich mir nicht mehr geben. Hatte ich lange genug! Weiterlesen

Neuanfang

Alle meinen Planungen und Überlegungen endeten vorige Woche am Mittwoch. Mein letzter Arbeitstag an der alten Dienststellen! Über das danach hatte ich mir keinerlei Gedanken gemacht! Hauptsache die letzten Tage durchstehen und dann nichts wie weg! Und sie zeigten mir nochmal genau warum ich weg will…. Margit war wie immer. Fragte mich Dinge über organisatorische Dinge für die Zukunft der alten Dienststelle – drei Tage bevor ich ging! Kollege TK druckste herum, weil er mich nicht bitten wollte den Schlüssel abzugeben, damit ihn mein designierter Nachfolger bekommen kann. Als er es endlich schaffte mich zu fragen, musste ich ihm leider sagen, dass ich ihn schon am Vortag bei Margit abgegeben hatte. Warum sie das in dem Gespräch dass sie geführt hatten, nicht erwähnt hatte, konnte ich nicht beantworten! Die neue supertolle mehrere tausend Euro teure Theke weihte Margit auch gleich ein indem sie darauf frühstückte! Kollege TK hatte fast einen Schlaganfall deswegen. Mein Projekt ist jetzt sein Projekt!

Ich bin emotional total raus. Ich habe es zwar zweieinhalb Jahre geplant und sehe jetzt wie sie jetzt alles tun damit es kolossal kracht, aber es ist mir egal! Ich weiß, dass ich meine Sache gut gemacht habe. Es hätte funktionieren können, doch es ist einfach nicht gewünscht! Effizienz, Kunden- und Serviceorientierung sind einfach nichts für meine alte Dienststelle! Und jetzt wo ich Störfaktor weg bin, können sie wieder alles schön ineffizient gestalten und sind glücklich damit. Und ich bin glücklich, dass ich es mir nicht mit anschauen muss! Weiterlesen

So ganz anders….

Ich habe es mir ja schon beim Vorstellungsgespräch gedacht, aber jetzt bin ich mir wirklich sicher! Den Job zu wechseln war die beste Idee heuer!

Heute habe ich ihnen mitgeteilt dass 1. Juni etwas wird und sofort haben sie sich daran gemacht jemand zu suchen, damit mein Büro rechtzeitig ausgemalt wird! Ähm. Ja. Wahnsinn. Ich meine ich werde nur dienstzugeteilt zur Eignungsüberprüfung. Meine jetzige Dienststelle käme noch nicht mal auf die Idee!!!!

Doch auch wenn ich mich jetzt so bemüht habe um wechseln zu können, ist ein Kollege noch schneller. Heute hat er mich angerufen und gefragt wann ich jetzt weg kann – er hatte mir den Kontakt zu seiner Schwester vermittelt. Er schafft es schon nächste Woche! Deshalb werden wir diese Woche auch noch mal gemeinsam essen gehen. Ich bin mir sicher er ist einer derjenigen mit denen ich auch in Zukunft losen Kontakt halten werde. Wir waren zwar nicht die besten Freunde, aber wir haben uns doch recht gut verstanden. Weiterlesen

Wissenssicherung

Mir ist klar warum sie es tun, auch wenn ich es für keine gute Idee halte….. Zweieinhalb Jahre habe ich etwas geplant. Ich habe auch einiges niedergeschrieben. Prozesse gezeichnet und Prozessbeschreibungen geschrieben. Man könnte also sehr viel nachlesen. Aber das Bild das ich in meinem Kopf habe, mit unzähligen kleinen Details. Das ist nur in meinem Kopf. Und genau das brauchen sie jetzt. Dringend!

Am 1. Oktober 2017 soll die Servicestelle in grundlegenden Angelegenheiten einsatzbereit sein. Davor ist noch einiges zu tun. Ich hätte es wirklich gerne gemacht. Habe auch schon aufgeschrieben was alles zu tun ist. Aber ich habe gewartet. Die Zeiten wo ich mich ausnutzen lasse, sind schon länger vorbei. Es gibt auf dieser Welt wirklich nichts umsonst, schon gar nicht etwas was nur in meinem Kopf ist. Wobei ich nicht viel wollte. Ein wenig Respekt vielleicht. Eine Spur Anerkennung. Möglicherweise auch ein Danke! Was habe ich bekommen? Verachtung. Herabsetzung. Den Versuch mich klein zu halten. Nicht von allen. Aber von zu vielen Seiten. Wäre es nur einer. Jo mei…. Was schert es die Eiche, wenn sich die Sau dran reibt. Doch unzählige Säue, stört die Eiche in ihrem schönen Leben! Weiterlesen

Unsicherheit – Ablehnung – Zielstrebigkeit

Also mir persönlich ist eine klare Ablehnung weit lieber, als unsichere Zeiten. Wobei ich nicht von globalen Unsicherheiten sprechen, sondern konkret in meinem näheren Umfeld. Mit Ablehnung kann ich aufgrund der Vielzahl, die ich schon erleben durfte, recht gut um. Wenn mich jemand ablehnt, ist es mir zwar nicht egal, aber ich setzte in der Sekunde mein Pokerface auf, fahre die emotionale Mauer hoch und gehe meiner Wege. Sobald ich alleine bin, lasse ich dann meine Gefühle raus und danach überlege ich mir, wie ich weitermache. Ich bin das klassische Stehaufmännchen. Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen. Das kann ich.

Was ich nicht kann ist warten. Mit Hoffnung auf bessere Zeiten haben, habe ich ein echtes Problem. Vor allem wenn ich nichts dazu beitragen kann. So lange ich etwas tun kann, kann ich jede Hürde überwinden. Aber mich auf andere verlassen, fällt mir echt schwer. Vielleicht weil ich zu oft enttäuscht wurde. Ich habe immer und immer wieder feststellen müssen, dass ich mich nur auf mich selber verlassen kann! Meine Eltern mal ausgenommen! Aber egal ob im Freundeskreis, im Büro oder in meinen Beziehungen, sobald ich mich auf jemand verlassen habe, wurde ich bitter enttäuscht.

Wenn dann zu diesem Grundproblem, noch ein paar Unsicherheitsfaktoren dazukommen – wie ich es jetzt im Büro habe – dann wird das ganze für mich unerträglich und ich total emotional. Doch in Bezug auf mein Büroproblem, kann ich ja etwas tun. Ich kann ihnen den Mist vor die Füße werfen. Was ich auch tun werde. Obwohl dies wiederum einer andern Grundhaltung von mir zuwider geht. Meiner Zielstrebigkeit. Mir war sofort klar, dass ich so nicht weitermachen will. Aber ich bin es nicht gewohnt aufzugeben. Ich bin es gewohnt durchs Ziel zu gehen! Auch wenn es noch so lange dauert und egal wie viele Hürden ich auf dem Weg auch überwinden muss.

Aufgeben tut man nicht. Aufgeben tun wir nur einen Brief. Weiterlesen

Termine

Ich muss gestehen ich bin ein wenig schadenfroh. Bei mir gehen im Büro immer alle davon aus, dass ich immer da bin. Wehe, wenn das mal nicht so ist!!!
So geschehen letzte Woche gleich zweimal. Kollege Zwiderwurz hatte mit unserem Chef offenbar einen Termin für heute Morgen 8 Uhr vereinbart gehabt. Natürlich mit mir. Nur mich hat keiner gefragt…

Als er mich dann doch irgendwann fragte was ich heute um 8 Uhr machen würde und ich ihm mitteilte, dass ich gerade am Weg in den Kurs wäre, schlief ihm erstmal das Gesicht ein! Aber er hatte doch einen Termin vereinbart mit mir und unserem Chef!!!??? Also mit mir hatte er diesbezüglich nicht gesprochen. Aber er hatte sogleich eine Lösung! Morgen wäre gut!!! Tja, da bin ich aber auch auf Kurs….. Weiterlesen