Anteil Opi

So schwer ich mir bei Mama tat, so leicht war Opi! Er war gereist, hatte viel gesehen und erlebt. War Leichtathlet, fuhr bei Rallys mit, war Bergsteiger, auf den höchsten Bergen der Welt unterwegs, kam in Gegenden die damals kaum ein Europäer zu sehen bekam, schoß tolle Fotografien, drehte Filme und war der unzufriedenste Mensch den ich jemals kennen gelernt hatte!

Seine ganzen Erlebnisse waren nichts wert, weil er sie nicht vermarkten konnte. Weil er es nicht schaffte damit reich zu werden. Weil er nicht die Anerkennung bekam die ihm vermeintlich zustand. Als ich ein Kind war saß er stundenlang über seinen Buchentwürfen und überarbeitete sie zum hundersten Mal. Oder er wählte Bilder aus für den Bildband der niemals veröffentlich wurde. Er hatte eine Frau die alles für ihn tat und eine Enkelin die zu ihm hochsah. Doch das reichte nicht. Die ganze Welt sollte seine Leistung anerkennen. Doch die Welt interessierte sich nicht für ihn und er interessierte sich nicht dafür dass er zu Hause zwei Frauen hatte, die zu ihm hoch schauten. Weiterlesen

Langes Wochenende

Ich weiß gar nicht das wie vielte lange Wochenende das heuer war. Es war aber das definitiv schönste!

Angefangen hat es am Donnerstag mit einem Tag am See. Acht Stunden rumlümmeln, inklusive zwei Mal im Wasser abkühlen. Hab sogar ein wenig Farbe bekommen! Und da mich Aretha versetzt hat, habe ich mein Buch in Ruhe ausgelesen und ein wenig mit Musik geschlummert. Merke: Ich muss mehr lesen und Musik hören. Das tut meiner Seele gut!

Am Freitag habe ich dann mal ganz relaxt meine Wohnung auf Vordermann gebracht!

Am Samstag gab ich mir aufgrund des kühlen Wetters eine Bügelsession und anschließend war ich trainiern. Merke: Training tut der Seele gut! Da mich auch Kollege PK versetzt hat, war ich auch nicht auf dem Dorffest. Dafür gab es eine Serien-Abend mit Computerspielen.

Heute wurde dann das Auto gewaschen und ich habe mit meiner Mutter telefoniert. Und jetzt überlege ich mir, wie ich den Abend anlege. Und wenn ich daran denke, dass ich morgen wieder ins Büro muss, dann ist das halt so. Ganz ohne Magenschmerzen und „ich will nicht-Gefühl“. Im Gegenteil. Ich habe einen Auftrag den ich fertig machen will. Und am Donnerstag steht eine Besprechung an, auf die ich schon ein wenig gespannt bin…

Schön dass sich mein Leben endlich ein wenig normalisiert!

© Libellchen, 2017

Das Buch das nicht genannt werden darf

Also ich habe es jetzt fertiggelesen. Genauso wie die Fortsetzung. Und ich muss sagen ich bin echt zwiegespalten. Manches finde ich gut, anderes geht gar nicht! Doch das wurde mir schon bei der Überreichung prophezeit. Manches darin ist einfach nichts für meine feministische Seele! Anderes finde ich durchaus sinnvoll und auf ein paar Dinge bin ich schon vorher gekommen und wurde mit dem Buch bestätigt.

Hart fand ich die Aussage, „wenn er nicht anruft, ist er nicht wirklich interessiert und somit auch nicht der Richtige“. Andererseits haben sie recht. Wir Frauen neigen dazu nach Ausreden zu suchen, warum er nicht anruft. Dass er vielleicht nur einfach nicht so auf uns steht, wollen wir – normalerweise – einfach nicht wahrhaben.

Das Thema das mich am meisten ansprach war das Thema des „verfügbar sein“. Einer meiner größten Fehler, aber nicht nur in Beziehungen. Ich kann das auch in Freundschaften! Ich richte mich nach anderen – so hat es mir meine Großmutter ja auch beigebracht. Doch das führt nur dazu, dass man irgendwann als selbstverständlich hingenommen wird. Wenn jemand immer verfügbar ist, wo bleibt da noch der Reiz. In dem Buch gibt es etliche Regeln wie man das vermeiden kann. Ich würde mal sagen, es würde schon reichen, wenn man nicht immer springt, wenn jemand ruft… Weiterlesen

Na gut, dann bringen wir mich mal unter die Haube…

Ein Einzelerlebnis ist manchmal recht witzig doch, wenn zwei Ereignisse zeitlich und inhaltlich extrem zusammenfallen, dann wird es verdächtig! Also liebe Mitleser, ich darf euch hiermit ankündigen, dass ich bald in festen Händen sein werde! Anders kann ich mir das Aufeinandertreffen nicht erklären. Ich glaube das Universum hört mir auch endlich mal zu – obwohl ich jetzt eigentlich gar nicht wirklich Zeit hätte für einen neuen Freund….

Am Donnerstag rief ich meine neue Bekannte, die Frau Doktor an, um mit ihr einen Termin für den Brunch bei mir auszumachen. Doch das Gespräch sollte anders verlaufen als geplant

Ich: Hallo Frau Doktor, ich rufe an wegen dem Termin für den Brunch bei mir!
Fr. D.: Ja, hallo meine Liebe! Ach, vergiss den Brunch! Ich habe einen Mann für dich! Ein ganz ein lieber – hier folgten dann 5 Minuten ausführliche Darstellung all seiner Vorzüge!
Ich: Das ist aber lieb von dir! Na, wenn ich dir damit eine Freude machen kann, dann treffe ich mich schon mit ihm!
Fr. D.: Ja, passt. Überlass nur alles mir. Ich fädele das ein und melde mich dann! Gehst am Samstag schwimmen… Weiterlesen

Rabenvieh – Marie Anhofer

Ich habe mal wieder Lesestoff geschickt bekommen. Zwei Bücher von einer Autorin. Marie Anhofer. Als erstes habe ich mir Rabenvieh zur Hand genommen. Da es dabei um ihre Kindheit geht, dachte ich, ich fange damit an.

Ich habe schon ein paar heftige autobiographische Romane gelesen. Doch ein Roman aus Österreich, besser gesagt Graz, ist noch mal eine ganz eine eigene Sache. Das so etwas im eigenen Land passieren kann und passierte, schockiert mich dann noch einen Tick mehr. Dabei weiß man bereits, dass solche Dinge passieren. Immer wieder liest man in den Nachrichten davon. Leider!

Doch Nachrichten sind die eine Sache. Zu lesen was jemand fühlte und dachte, der es er- und vor allem überlebt hat, ist nochmal ganz was anderes. Eigentlich ein Wahnsinn was wir Menschen aushalten können und teilweise auch müssen!

Kinder sind doch hilflose Wesen, die man unterstützen sollte. Man sollte sie lieben, hegen und pflegen. Ihnen einen guten Weg für ihr Leben aufzeigen. Sie anleiten und unterstützen. Tja, das dachte sich Marie auch, doch wuchs sie doch ganz anders auf. Als echtes Aschenputtel in der Pflegefamilie. Psychische und physische Misshandlungen statt Liebe und Wärme. Weiterlesen

Urlaubsfazit

Nach drei Wochen Urlaub kann ich nur sagen, nächstes Jahr wieder! Drei Wochen – einmal im Jahr – müssen einfach sein. Und heuer hatte ich auch sehr viel Glück mit dem Wetter. Nach den ersten zwei Hitzewellen heuer glaubte keiner an eine dritte. Naja, ich schon. Ich habe ja meistens Glück mit dem Wetter, von daher….

Die Kurzurlaube und dazwischen „mein“ See, die Mischung war einfach optimal. Mir wurde nicht fad und ich war auch die meiste Zeit in Gesellschaft. In den Kurzurlauben mit meinem Vater und meiner Stiefmutter, der Besuch bei S. und den Drillingen und am See leistete mir Aretha hin und wieder Gesellschaft. Für meine Verhältnisse waren das sehr viele soziale Kontakte, dafür dass ich nicht im Büro war!
Oftmals besteht mein Urlaub nämlich nur aus meinem PC und einem Buch. Ich bin halt eher der Einzelgänger. Nach über 30 Jahren wo ich dagegen angekämpft habe, wird es Zeit dass ich es mir einfach eingestehe. Viele Menschen nerven mich oder rauben mir meine Energie. Oder wie Aretha und ich so schön in einer Mußestunde am See festgestellt haben – sie bringen einfach keinen Mehrwert! Weiterlesen

Das Lied der Dunkelheit – Peter v. Brett

Ich habe eine neue Fantasy-Saga gefunden – Juhuu! Nachdem Georg R.R. Martin einfach nicht weiterschreibt, musste ich mich nach neuem umsehen. Und ich wurde fündig.

Wir bewegen uns mal wieder in einer Welt, wo mit Schwertern gekämpft wird. Und es gibt auch wieder Dämonen, die jeden Abend pünktlich bei Sonnenuntergang aus der Erde aufsteigen. Dort wo es felsig ist, gibt es Felsendämonen, in der Wüste finden wir Sanddämonen. Die Menschen schützen sich mit magischen Siegeln und verstecken sich vor den Dämonen. Nur das Wüstenvolk kämpft. Und natürlich gibt es auch Kräutersammlerinnen welche die Verwundeten heilen. Es gibt Angst und Missgunst. Kuriere und Gaukler. Lug, Betrug und das Gebot des Stärkeren. Obwohl die Menschen genug mit den Dämonen zu tun hätten, bekämpfen sie sich auch gegenseitig. Weiterlesen