Drillingstag

Ich habe einiges erwartet, doch die Realität hat mich doch überrascht. S. hatte mir am Telefon schon einiges erzählt – die Kinder sind schlimm, es ist immer sehr laut und viel Action. Sie sind jetzt 3 Jahre alt. 2 Jungs und ein Mädchen.

Was ich in den letzten Jahren ein wenig vergessen hatte war, warum ich mich immer so gut mit S. verstanden habe – wir sind uns extrem ähnlich. Wir ticken ähnlich. Sind umsichtig, ordentlich, organisiert. Im Büro hatten wir oftmals ähnliche Probleme mit unseren Mitmenschen. Wir wunderten uns immer über die Kurzsichtigkeit unserer Mitmenschen. Und wir waren beide eher ängstlich. Wir hatten immer einen Plan, plus 3 Reservepläne – kann ja immer etwas schiefgehen. Wir haben an viele Dinge gedacht und somit gab es auch immer genug worum wir uns sorgen konnten.

3 ½ Jahre haben wir uns nicht gesehen. Wir sind älter geworden. Sie müder. Ich schlanker. Doch wir sind immer noch irgendwie dieselben. Wenn auch nicht mehr wirklich. Ich bin viel positiver geworden, sie entspannter. Sie sorgt sich immer noch – kein Wunder bei drei Frühchen – doch trotz all der Sorgen in den letzten Jahren ist sie trotzdem weit entspannter, als viele Mütter mit nur einem Kind. Weiterlesen

Spiel

Vor Jahren hat mal jemand zu mir gesagt „Das Leben ist ein Spiel“. Meine Antwort damals war „Jo sicher. Also mein Leben war noch nie ein Spiel. Eher ein Kampf.“ Woraufhin mir mein Gegenüber damals erwidert hatte „Aber nur weil du nicht weißt, wie man das Spiel spielt“. Ich habs nicht verstanden. Damals. Vor kurzem hat mir jemand anderer wieder gesagt „Das Leben ist ein Spiel“. Diesmal war meine Antwort „Jo eh, und es macht irre viel Spaß!“ Ich weiß jetzt nämlich wie man es spielt. Fokussiert aufs Ziel weicht man einfach allen Fouls aus. Und das Ziel ist ein glückliches Leben.

Und wie kann ich ein glückliches Leben führen? Indem ich es genieße. Ich konzentriere mich auf die positiven Aspekte und weiche allen Fouls aus. Lange Zeit wollte ich das Spielfeld nicht betreten, aus Angst vor den Fouls. Die Angst war auch begründet, denn lange Zeit war ich das schwächste Glied in meinem eigenen Team. Ein leichtes Ziel für den Gegner. Doch jetzt nicht mehr. Jetzt interessiert mich der Gegner nicht mehr. Wichtig sind nur noch die Teammitglieder und das gemeinsame Ziel, glücklich zu sein. Weiterlesen