Wenn ich erstmal reich bin…

Kennt ihr auch so Menschen, die träumen von einer besseren Welt und deswegen auch dauernd Lotto spielen? Gut, aufs Glück zu hoffen ist ja nicht verwerflich. Das kann ich auch noch verstehen – auch wenn ich zu geizig bin, die Deppensteuer zu bezahlen.

Aber. Womit ich mittlerweile gar nicht mehr klar komme – weil ich mich einfach viel zu weit in den letzten Jahren von dieser Einstellung entfernt habe – sind Menschen, die konkrete Pläne für ihr zukünftiges Leben haben, die sie aber natürlich nie umsetzen werden einfach, weil sie eben nicht gewinnen werden!
Und ich meine damit nicht einen Job zu kündigen. Es gibt tatsächlich Beziehungen die nur aufgrund von nicht vorhandenen Millionen halten! Ich meine, ich war noch nie mit einem Mann zusammen und habe mir gedacht „Wenn ich nur reich wäre, dann würde ich mich trennen!“ Aber es gibt so Menschen. Und dabei meine ich auch nicht finanziell abhängige Frauen und/oder Männer. Auch das könnte ich noch nachvollziehen. Nein. Ich meine Paare die ein Familienkonstrukt aufrecht erhalten das schon lange nicht mehr funktioniert. Die aber davon ausgehen, wenn ich nur im Lotto gewinnen würde, dann hätte ich Geld, dann könnte ich mein Leben ändern! Weiterlesen

Das Buch das nicht genannt werden darf

Also ich habe es jetzt fertiggelesen. Genauso wie die Fortsetzung. Und ich muss sagen ich bin echt zwiegespalten. Manches finde ich gut, anderes geht gar nicht! Doch das wurde mir schon bei der Überreichung prophezeit. Manches darin ist einfach nichts für meine feministische Seele! Anderes finde ich durchaus sinnvoll und auf ein paar Dinge bin ich schon vorher gekommen und wurde mit dem Buch bestätigt.

Hart fand ich die Aussage, „wenn er nicht anruft, ist er nicht wirklich interessiert und somit auch nicht der Richtige“. Andererseits haben sie recht. Wir Frauen neigen dazu nach Ausreden zu suchen, warum er nicht anruft. Dass er vielleicht nur einfach nicht so auf uns steht, wollen wir – normalerweise – einfach nicht wahrhaben.

Das Thema das mich am meisten ansprach war das Thema des „verfügbar sein“. Einer meiner größten Fehler, aber nicht nur in Beziehungen. Ich kann das auch in Freundschaften! Ich richte mich nach anderen – so hat es mir meine Großmutter ja auch beigebracht. Doch das führt nur dazu, dass man irgendwann als selbstverständlich hingenommen wird. Wenn jemand immer verfügbar ist, wo bleibt da noch der Reiz. In dem Buch gibt es etliche Regeln wie man das vermeiden kann. Ich würde mal sagen, es würde schon reichen, wenn man nicht immer springt, wenn jemand ruft… Weiterlesen

Freundschaft

Ich muss es mir eingestehen, ich habe bei Freundschaften genauso einen eigenen Zugang, wie bei Beziehungen. So wenig ich mich mit Wolke 4 bei Beziehungen zufrieden geben will, so wenig will ich meine Zeit mit Menschen verbringen, die keine wirklichen Freunde sind. Wobei ich es bis zu einem gewissen Grad schon tue. Allerdings empfinde ich diese Menschen nicht als Freunde. Barbara und Margit sind meine Mitarbeiter und ich gehe mit ihnen ins Kino oder zu Veranstaltungen, doch sie sind definitiv keine Freunde. Mir würde nie einfallen ihnen von diesem Blog zu erzählen. Ich würde ihnen nie etwas erzählen über meine wahren Gefühle. Ich vertraue ihnen nämlich nicht.

Für mich sind Freunde, Menschen denen ich vertrauen kann. Vollkommen. Ohne Angst haben zu müssen, dass sie einen in den Rücken fallen. Und ich weiß genau wie es sich anfühlt, wenn einen Freunde hintergehen. Ich hab das alles schon durch. Und deshalb bin ich bei Freunden, nicht weniger wählerisch, als bei Beziehungen. Weiterlesen

Rastlos

Ich habe mein Geschenk gelesen. In 3 Tagen. Das ist eine lange Zeit, andererseits auch wieder nicht. Denn ich hatte anderes zu tun und habe die Zeit trotzdem gefunden – was ein sehr gutes Zeichen ist. Ich habe es in der Sonne auf meinem Balkon gelesen und mich dabei fast verkühlt, da ich die Zeit übersehen habe, oder besser gesagt, habe ich nicht gemerkt dass die Sonne vom Horizont verschwunden ist und es kalt geworden war.

Für mich ist ein gutes Buch eines das mich zum Lachen und zum Weinen bringt. Muss ich nicht zumindest einmal weinen, bekommt ein Buch maximal „nett“ von mir. Bei Rastlos habe ich zweimal geweint. Einmal relativ am Anfang und am Ende. Gelacht habe ich zwar nicht, aber geschmunzelt. Für mich ist es also ein gutes Buch. Ich kann mich aber auch mit der Hauptdarstellerin identifizieren – auch wenn ich keine Ahnung habe wie sie heißt! Weiterlesen

Abwechslungsreich

Ich hatte schon viele unterschiedliche Phasen in meinem Leben. Als Kind konnte ich mich den ganzen Tag damit beschäftigen ein Buch zu lesen oder ein Puzzle zusammen zu bauen. Als Jugendliche hatte ich meine Partyphase und war so gut wie nie zu Hause. Als junge Erwachsene stürzte ich mich in die Arbeit und die Wochenenden verbrachte ich mit Party machen.

Dann begannen meinen ersten ernsthaften Beziehungen und ich verbrachte mehr Zeit zu Hause. Vor allem während meiner Zeit mit dem „Ex“ war ich fast immer zu Hause. Er war nicht so der Partytyp und ich passte mich an. Damals wollte ich in meine Zukunft investieren. Ich hatte eine zeitlang wirklich geglaubt, dass er der Richtige wäre um eine Familie zu gründen. Als das vorbei und der Schmerz des Verrates sehr tief saß, kam noch mal eine Partyphase. Weiterlesen

Drehbuch der Liebe – Teil 14

„Was ist passiert?“ Das Chili köchelte immer noch vor sich hin und so setzte ich mich zu ihm in die Küche.
„Meine Mutter hatte Krebs und mein Vater einen Autounfall.“
„Wie lange ist das her?“
„Als meine Mutter starb war ich 20. Beim Unfall meines Vaters 25.“
„Hast du Geschwister?“ Schon traurig das ich das fragen musste!
„Nein.“ Seine Antworten kamen sehr unterkühlt und wurden immer kürzer.
„Kann es sein dass du nicht darüber willst?“
„Worüber?“
„Das du keine Familie mehr hast.“
„Stimmt, darüber will ich nicht reden!“ Weiterlesen

Verzeihen

Während des schreiben des letzten Blogbeitrages kam da eine Erkenntnis in mir hoch. Ich kann nur unter bestimmten Voraussetzungen Verletzungen meiner Seele verzeihen.

1. Ich muss meine Verletzung der Person die sie mir zugefügt hat ins Gesicht sagen
2. Zeit

Wie ich jetzt darauf komme. Ich habe dem „Ex“ verziehen. Ich kann ihm wieder in die Augen schauen. Kann ihn sogar anlächeln und ganz offen grüßen. Ich habe kein Problem mehr mit ihm. Allerdings habe ich ihm damals auch an den Kopf geworfen, wie weh er mir getan hat und wie enttäuscht ich darüber bin. Und das ganze ist mittlerweile 7 Jahre her. Weiterlesen