I packs net….

Für die deutschen Mitleser: Ich komme gerade nicht klar!

Mein Mittwoch:

Dienstbeginn 07:30 Uhr – meine neue Zeit! Der Rest des Referates kommt um 9 Uhr!

Also bereite ich die Kaffeemaschiene vor. Steht bei mir im Büro und ich habe ja Zeit…

Um 9 Uhr der übliche Morgen-Kaffeeplausch – was steht an, was ist zu tun!

09:30 Uhr checken wie weit mein PC mit diversen Erstinstallationen ist und Neustart Nummer 3. Weiterlesen

Lebensrückblick – Teil 2, 2. Jahrzehnt

Willkommen im neuen Jahr! Auf geht´s. 2018 wird toll. Das spüre ich!

 

Mein zweites Jahrzehnt war wahrscheinlich das herausfordernste meines Lebens. Zwischen 10 und 20 änderte sich so ziemlich alles….Mehrfach

Aber begonnen hat es gleich wie das erste geendet ist. Einsam. Doch wir wurden älter und bald begannen meine Mitschüler zu merken dass ich so ganz anders bin als sie selber. Das Mobbing begann. Ich wurde ausgegrenzt oder grenzte mich auch selbst aus, da ich nicht wusste wie man mit Menschen/Kindern umging. Ich zog mich lieber zurück und las. Bücher lachten mich nicht aus. Bücher sagten mir nicht dass ich hässlich bin. Bücher schlugen mich nicht mit den Hausschlapfen. Bücher hoben mir nicht den Rock hoch. Bücher waren gut zu mir! Und dabei war es egal ob es Romane oder Schulbücher waren. Bücher waren meine Zuflucht. Vor meinen Klassenkameraden und vor den Grosis. So lange mein Kopf in einem Schulbuch steckte, liesen sie mich in Ruhe. Und so lange ich immer alles wusste in der Schule, wurde ich auch fast nie gefragt. Vor der Klasse sprechen war mir ein gräul.

Mit 14 änderte sich mein Leben das erste Mal. Ich kam in die HAK in der nächsten größeren Stadt – eine Stunde mit dem Zug. So lange ich im Ort zur Schule gegangen war, hat mich Opi immer hingebracht und abgeholt. Doch nun musste ich ALLEINE mit dem Zug fahren! Ich war den halben Tag nicht unter der Aufsicht meiner Grosis! Und ich hatte schreckliche Angst. Wie mache ich eine Zugtüre auf? Wo soll ich mich hinsetzen? Was wenn ich mich wo hinsetze, wo jemand anderer sitzen will? Was wenn mich jemand anspricht? Was wenn ich mich in der Stadt verirre? Was wenn ich den Zug versäume? Ich war so durch den Wind. Ich hatte Angst vor meinem eigenen Schatten. Doch ich hoffte auf den großen Neuanfang! Die neuen Mitschüler wissen ja nicht dass ich anders bin! Blöderweise hatten sie Augen im Kopf. Mobbing 2.0 begann. Das war subtiler. Diffiziler. Tat aber genauso weh, wie die Hausschlapfen…. Also flüchtete ich wieder in meine Bücher….

Damals baute ich bereits bewusst an meiner Mauer um meine Seele. Wann ich den Grundstein gelegt habe, weiß ich nicht mehr, aber spätestens in der HAK musste ich mir eine härtere Schale zulegen. Also baute ich eine Mauer. Ich blendete alles aus was ging und tat so als würde mich das alles nichts angehen.

Mit 16 kam die nächste Veränderung. Ich zog bei meinen Grosis aus und bei meiner Mutter ein. Eine 180 Grad Drehung meines Lebens. Von 24/7/365 Totalüberwachung zu „mir wurscht was du machst“. Von täglichem Verhör was man mit wem wann wo gesprochen hatte zu „wann bügelst die Wäsche?“ Vom schlafen im Ehebett mit Opi zu eigenem Zimmer. Von täglichen Fragen zu den Hausaufgaben zu keinem Interesse an dem Zeugnis – wird schon passen. Mein Leben begann.

Faschingdienstag. Ich war 16 und das erste Mal fortgegangen. Mein Stiefbruder passte auf mich auf. Nach einer halben Stunde hatte ich einen Vollrausch und einen heiden Spass! Mein Partyleben begann. Betrunken war es mir so was von egal was meine Mitmenschen von mir dachten. Betrunken war ich locker, hatte keine Angst mehr. Ich war witzig und fähig Small Talk zu führen. Ich flirtete und knutsche mit Jungs. War lebenslustig und herzlich. Ich vergas dass ich schüchtern war und nicht wusste wie man mit Menschen redete. Also trank ich. Jedes Wochenende. Sicherheitshalber…Und ich begann zu rauchen. Ich war ein Partygirl. Und ich hatte das erste Mal in meinem Leben „Freunde“. Keine richtigen, aber das wusste ich damals noch nicht. Ich war nicht mehr alleine nur das zählte.

Und mit jedem Jahr wurde der Kater schlimmer. Die Probleme liesen sich immer schwerer ertränken. Ich baute aber immer noch fleissig an meiner Mauer. Ich liebäugelte mit Drogen, bis ich zusehen musste wie ein lieber Freund zwei Tage in einer Ecke kauerte weil er auf einem LSD-Trip hängen geblieben war… Ich lies die Finger von Drogen, nur ein wenig passiv mitrauchen…. Als es den ersten Drogentoten im Ort gab, war ich bereits weitergezogen.

Mit 19 war ich von meiner Mutter ausgezogen und in die „große“ Stadt übersiedelt. Ich hatte irgendwie die Matura geschafft und mir einen Job gesucht. Ich verdiente mein eigenes Geld und lebte in einer WG mit einer „Freundin“. Die Party ging weiter, nur mit neuen Freunden. Die hatten nichts mit Drogen am Hut. Nur Alkohol und Zigaretten… Sind ja keine Drogen!

© Libellchen, 2018

Sucht I – Alkohol

Wie gesagt Volkskrankheit Nummer 1 in Österreich. Warum das so ist, ist leicht erklärt. Alkohol ist anerkannt in unserem kleinen feinen Land. Ich habe in letzter Zeit viel mit Menschen über Alkoholkrankheit gesprochen. Auslöser war natürlich J. So nah an einem richtigen Alkoholiker dran, war ich schon lange nicht. Ich war direkt betroffen, als er einfach verschwunden war und ich habe zuvor auch noch nie mitbekommen, dass jemand gleich direkt in die Entzugsklinik geht. Wir haben dann überlegt, ob es für einen Alkoholiker in Österreich leicht ist, seine Sucht zu besiegen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es sauschwer ist.

Alkohol ist überall. Bei der Grillfeier wird das Fleisch mit Bier übergossen. Der Kuchen wird mit Rum gebacken. Im Eisgeschäft gibt es leckere Eissorten mit Amaretto. Sogar Joghurt mit Alkohol stehen im Supermarkt im Regal. Vom Alkohol in reinster Form, den es fast überall zu kaufen gibt, will ich erst gar nicht anfangen. Tankstellen haben rund um die Uhr, 7 Tage die Woche geöffnet und verkaufen Alkohol. Ein Alkoholiker braucht sich also überhaupt nicht anstrengen um Nachschub für seine Sucht zu bekommen. Anders betrachtet, lauert an jeder Ecke eine Versuchung für einen trockenen Alkoholiker. Weiterlesen

Spittelberg – 03 12 14

Nach der Shoppingtour am Dienstag, gings am Mittwoch zum Adventmarkt am Spittelberg. Da ich mit Öffis unterwegs war, beschloss ich ein oder zwei Punsch zu trinken und danach mit Öffis nach Hause zu fahren. Das Auto ließ ich in der Arbeit stehen, dort störte es niemanden. Und so traf ich mich mit Aretha um dreiviertel 5 bei der U-Bahn und dann gingen wir zusammen auf den Adventmarkt.

Am Spittelberg hat man im Gegensatz zum Schönbrunner, den Vorteil mitten in einem Geschäftsviertel unterwegs zu sein. Man hat also nicht nur den normalen Adventmarkt, sondern daneben auch noch geöffnete Geschäfte. Wobei eines dieser Geschäfte hätte ich besser nicht entdeckt – einen Schoko-Laden mit ganz exquisiter Schokolade… Naja, man gönnt sich ja sonst nichts…. Weiterlesen

Geschützt: Zuerst der Zweck, dann der Alk

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Geschützt: Das Fest für Kinder, Bedürftige und Betrunkene

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Geburtstagsfete

Es gibt nichts Blöderes als an Silvester Geburtstag zu haben. Naja, Weihnachten ist wahrscheinlich noch blöder. Aber ansonsten…

Ich weiß wovon ich rede, ich habe eine lange Leidensgeschichte deswegen hinter mir. Als Kind litt ich darunter, dass ich immer nur ein Geschenk für Weihnachten und Geburtstag bekam. Andere Kinder wurden zweimal im Jahr beschenkt, ich nur einmal. Auch wenn das Geschenk mehr „wert“ war, das interessiert Kinder nicht. Kinder wollen Päckchen aufmachen, wie viel Geld der Inhalt gekostet hat, ist dabei nicht so wichtig. Zumindest ging es mir immer so.

Als Jugendliche habe ich dann immer nur Silvester gefeiert, da die meisten sich einfach nicht merkten, oder sie auch einfach nicht interessierte, dass ich Geburtstag habe. Aber egal, ich war Silvester sowieso immer betrunken, also war es eigentlich egal warum. Mit 18 gönnte ich mir dann eine Party im Pfarrkeller. Daraus wurde eine 3-tägige Party, wo zwar der ganze Ort vorbeikam, aber nur 5 Leute mit mir meinen Geburtstag feierten. Der Rest feierte einfach Silvester und freuten sich, dass sich jemand blöder gefunden hatte, der die Party bezahlte. Weiterlesen