Harmoniesucht vs Dinge ansprechen

Ich musste in meinem Leben erst lernen, zu sagen was ich möchte und noch viel schlimmer was ich NICHT möchte. Zu sehr war es mir in meiner Kindheit ausgetrieben worden. Verschlimmert wurde die Erziehung noch durch meine Harmoniesucht. Ich mag es behaglich haben in meinem Umfeld. Wenn man da immer sagt, wenn einen etwas nervt, dann fühlt sich jemand auf den Schlips getreten, dann wird diskutiert und das mag ich alles nicht. Ich mag es ruhig und beschaulich!

Da ich mich bei vielen Menschen also zurückgehalten habe und meine Befindlichkeiten runtergeschluckt habe, habe ich auch im Laufe der Zeit von immer mehr Menschen zurückgezogen. Dieses ständige sich auf die Zunge beißen, kostet nämlich auch Kraft! Eine ehemalige Freundin Drusilla war da ganz schlimm. Sie wollte mit Samthandschuhen angefasst werden, konnte selber aber ganz gut austeilen. Weiterlesen

Drehbuch der Liebe – Teil 13

Kapitel 3 – Kanada

Die Hütte lag im Nirgendwo. Von der Highwayabfahrt ging es 2 Stunden immer tiefer in das Gebirge rein. Die nächste Ortschaft war mit dem Auto eine halbe Stunde entfernt. Dort machten wir auch unseren letzten Zwischenstopp und kauften Vorräte ein. Angeblich sollte es in der Hütte Strom und fließendes Wasser geben, doch ich konnte nicht so recht daran glauben. Doch Aksel lachte mich nur aus, wenn ich meine Bedenken äußerte. Vielleicht wäre ich beruhigter gewesen, wenn er schon mal hier gewesen wäre. Doch ob dies so war, wusste ich leider nicht, da er jede diesbezügliche Frage einfach ignorierte. In der kleinen Ortschaft bekam ich die ersten Antworten.
„Aksel! Schön dich wieder hier zu haben! Ah. Du bist nicht alleine? Wieso bist du nicht alleine? Ich dachte deine Hütte sei dein kleines Geheimnis!“ Und sogleich wandte sich der Ladenbesitzer namens Jimmy mir zu
Ah, Madam, sie müssen etwas ganz besonderes sein, dass sie die heiligen Hallen unseres Aksels betreten dürfen!“ Ich fühlte mich irgendwie geehrt.
„Ich vertraue ihr!“ Aksel wirkte entspannt. Wie jemand der nach Hause kam. Und so wie es klang, war das mehr oder weniger sein zu Hause. Sein Zufluchtsort, wo er seine Ruhe vor der Zivilisation hatte. Weiterlesen