Runde zwei

Nach der ersten Runde hatte ich das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein. Ich konnte es zwar noch nicht greifen, aber im Bauch fühlte sich das ganze plötzlich viel besser an. Und das obwohl Runde 1 nicht ohne Tränen abgegangen war! Aber ehrlich gesagt will ich meine Kraft auch nicht mehr darauf aufwenden so zu tun als wäre ich cool, während meine Seele weint! Da heule ich lieber wirklich und suche nach einem Ausweg!

Meine zweite Karte motivierte mich dann zusätzlich. Da standen so Dinge wie – ich sei dabei aus dem Kampf gegen das Schicksal auszusteigen, in mir lichte sich etwas, neues könne gedeihen, etc. Das war mehr oder weniger die Bestätigung meines Bauchgefühls. Bis wir begannen darüber zu reden und ich plötzlich emotional kippte. Ich habe keine Ahnung in welchem Zusammenhang es kam, doch es ging ums wieder aufstehen…. Und da war ich dann gleich mal gefrustet. Ich habe das Gefühl seit 40 Jahren nichts anderes zu tun, als immer wieder aufzustehen. Und warum? Weil ich immer wieder hinfalle! Ich konnte es einfach nicht hören. Ich bin es leid aufzustehen. Ich bin es leid hinzufallen. Ich will dass es endlich mal leicht geht. Und ich wäre auch bereit etwas dafür zu tun, wenn ich bloß wüsste was!!!! Weiterlesen

Anteil von Papa

Als ich begann darüber nachzudenken was mir Papa wohl so beibringen soll, habe ich mehr gefunden als ich zuvor dachte. Er war eigentlich derjenige der mich am wenigsten negativ gefordert hat. Einzig die Unnahbarkeit war für mich als Kind schwierig. Mit ihm habe ich auch lange Zeit sehr ehrlich über die Situation gesprochen. Was er damals dachte, wollte, getan, nicht getan hat.

Er wollte eine Familie und hat mich trotzdem bei den Grosis gelassen. Er wollte das Beste für mich. Selbst war er arbeiten und konnte mir nicht so einen geregelten Ablauf bieten wie meine Großeltern und seine Eltern waren damals leider schon tot. Von ihm habe ich glaube ich schon etwas gelernt, bevor wir darüber gesprochen haben… Vielleicht habe ich gespürt dass er seine Entscheidung bereut…Sein Bauchgefühl hat ihm schon gesagt er solle sich kümmern, doch sein Kopf hat es ihm total logisch ausgeredet. Weiterlesen

Unnahbarer Vernehmungsbeamter

Gem. den Prophezeiungen von Clestine gibt es vier Kontroll-Dramen. Auf der Aktiven Seite den „Einschüchterer“ und den „Vernehmungsbeamten“ und auf der Passiven Seite das „arme Ich“ und den/die „Unnahbare“. Einschüchterer schaffen arme Ichs, Vernehmungsbeamte schaffen Unnahbare und umgekehrt….

Normalerweise setzt man sich bei all dem mit seinen Eltern auseinander. In meinem Fall, sind es sogar vier Personen die ich betrachtet habe. Eltern und Großeltern. Meine Eltern waren für mich klassische Unnahbare und ich bin ein echt guter Vernehmungsbeamter geworden! Mein Großvater war aber besser als Vernehmungsbeamter, weshalb ich bei ihm irgendwann dann wirklich die Unnahbare gegeben habe. Irgendwann mal wollte ich mich nicht mehr wegen allem von ihm „niedermachen“ lassen. Er lebte (energetisch) davon mich klein zu halten. Nichts war jemals gut genug. Weiterlesen

Alles auf Anfang?

Nicht wirklich. Aber manchmal fühlt es sich so an….

Nach dem süßen Typen habe ich ja begonnen an mir zu arbeiten. Mein Weg zum Glück ist ja gepflastert von Steinen, Herausforderungen, Selbstreflektion, Erkenntnissen, Arbeit mit dem Unterbewussten, Ursachenforschung und Schritt für Schritt wachsen und stärker werden. Ich will es ja gar nicht verallgemeinern, aber ich denke, ich bin damit nicht die Einzige….

Manchmal ist diese Arbeit mit sich selbst bereichernd, oftmals aber auch einfach nur mühsam. Manchmal wäre ich ganz gern eine Dumpfbacke. Die einfach naiv und glücklich durchs Leben stolpert und in ihrer heilen Welt einfach glücklich ist… Bin ich nur so gar nicht. Ich denke über vieles nach. Über mich selbst, meine Mitmenschen, die Welt, den Sinn des Lebens…. Weiterlesen

Steht auf meiner Stirn eigentlich Vollidiot?

So oft habe ich mich das schon gefragt und nach wie vor, habe ich keine befriedigende Antwort darauf gefunden!

Zweieinhalb Jahre habe ich mein „Baby“ geplant. Habe viel Zeit und Energie investiert und mich voll reingekniet. Doch im Herbst habe ich die Notbremse gezogen. Mir wurde zugetragen dass die Personalvertretung kund getan haben soll, mich auf jeden Fall als Leiterin meines Babys verhindern zu wollen! Hm. Ich hatte also zwei Jahre etwas geplant und kurz vor Schluss ging das Gerücht um, dass ich bei der Bewerbung, eklatanten Gegenwind von der Personalvertretung bekommen werde. Warum eigentlich? Und bin ich eigentlich kein Personal, das vertreten werden will?

Also hörte ich auf – über die Vorgaben hinweg – zu planen. Ich machte nur mehr was angeordnet war und wartete auf konkrete Hinweise. Heuer ging es dann richtig los. Der Gegenwind wurde stärker und zwar schon zwei Monate bevor der Arbeitsplatz überhaupt ausgeschrieben war und ich mich bewerben konnte. Als er dann ausgeschrieben wurde, überlegte ich was ich tun sollte. Der Gegenwind war ein Orkan geworden und ich wusste nicht, ob ich mir das wirklich geben wollte. Aber es ist nun mal mein Baby und so entschied ich mich zu kämpfen. Und ich bekam drei Gegenspieler. Weiterlesen

Intuitionsalarm

Anfang dieser Woche hat mein Intuitionsalarm wieder mal nachhaltig angeschlagen. Seit ich denken kann, kenne ich ihn, doch erst seit kurzem versuche ich auch auf ihn zu hören! In der Vergangenheit habe ich ihn oft beiseitegeschoben. Mulmiges Gefühl in der Magengegend? Ach, wird schon werden! Nein, wurde nie! Wenn sich mein Magen anfühlt als hätte mir jemand reingeboxt, einfach mal drauf hören!!! So oft habe ich es mir geschworen, doch selten habe ich es bisher auch umgesetzt. Meistens stehe ich nachher immer wieder da und denke mir „Warum nur höre ich nie auf meine Intuition? Doof! Einfach nur doof!“

Am Montag bekam ich eine Einladung auf einen Kaffee und da war das Gefühl wieder. Nicht bei der Person, nicht beim Kaffee, nicht bei den Kiddys. Das mulmige Gefühl hatte etwas mit dem Ort zu tun! Und was tue ich? Ich sage ab! *mirmalaufdieschulterklopf* Und warum sage ich ab? – Weil ich ein ungutes Gefühl habe! Ich habe tatsächlich auch den richtigen Grund angegeben, keine Ausrede! *mirnochmalaufdieschulterklopf* Weiterlesen

Beziehung Nr. 18 – Marie Anhofer

Marie hatte mir ja zwei Bücher geschickt. Über Rabenvieh habe ich ja schon geschrieben. Dank des schönen Wetters und meinem Urlaub komme ich ja zurzeit mehr zum Lesen und deshalb bin ich auch schon mit Beziehung Nr. 18 fertig.

Irgendwie hatte ich etwas Anderes erwartet als dann kam. Und wie die Autorin in ihrem Nachwort bereits vermutet habe ich oftmals den Kopf geschüttelt und mich gefragt, wie naiv man eigentlich sein kann! Aber gleich vorweg, ich mag lernfähige Menschen und wenn man bis zum Ende liest merkt man, dass sie sich sehr wohl bewusst ist, was sie alles „falsch“ gemacht hatte. Wobei sie per se, gar nichts falsch gemacht hat. Sie hat das getan was wir alle tun. Sie hat aufgrund ihrer Erziehung und Erfahrungen getan, was sie dachte das sie tun sollte. Dass sie sich dabei selbst verloren hat, ist ja auch etwas was ich in meinen Beziehungen immer mal wieder selbst gebracht habe! Weiterlesen