Weihnachtsfrieden

Nach meiner kleinen Explosion vorige Woche war mein Kollege wie ausgewechselt. Aufmerksam und voller Anteilnahme was rund um ihn passiert. Und wer genau sollte ihm das jetzt so plötzlich abkaufen? Also ich nicht. Ich verschwand wieder hinter meiner Schweigemauer und beschränkte mich auf rein dienstliche Gespräche.

Das blöde am Schweigen ist, mir fällt sein Rumgestöhne enorm auf… Wenn es im Büro ganz ruhig ist und man sich das Zimmer jemand teilen muss, den man gerade nicht riechen kann, dann fällt einem jede noch so kleine Macke enorm auf. Alle 10 Minuten – das ist nicht übertrieben, sondern mitgeschrieben – stößt er einen Stoßseufzer aus. Der klingt als würde die Last der ganzen Welt auf seinen Schultern ruhen. Als wir noch gesprochen haben, hat er mir dann oftmals erzählt wen er für doof hält, wen für einen Idioten, wer etwas falsch gemacht hat und dass er sowieso der Schönste und der Beste ist. Seit wir nicht mehr reden, stöhnt er nur mehr….Und das nervt. Weiterlesen

Gedankenaustausch

Zusätzlich zu vielen anderen Vorteilen meines neuen Arbeitsplatzes, habe ich auch noch einen netten Kollegen im Büro. Ein Mann der aufmerksam ist, zuhört, sich gesagtes merkt, selbstreflektiert ist und mit dem ich philosophieren kann. Thema diese Woche. Enttäuschungen. Dabei haben wir einen ein wenig unterschiedlichen Zugang. Ich sags gleich, ich bin noch nicht zu einem endgültigen Ergebnis gekommen, aber vielleicht habt ihr ja auch noch einen Input für mich…..

Ich sehe es so. Wenn ich mir selbst etwas einrede und dann draufkomme dass ich falsch liege und dann von jemand enttäuscht bin, dann bin ich ganz alleine dafür verantwortlich. Bspl. der Ex. Nach der ersten gemeinsamen Zeit, ließ die Leidenschaft stark nach. Ich redete mir damals ein, so sei er halt. Ich habe ihn nicht darauf angesprochen, sondern einfach etwas vermutet. Die Wahrheit war, er war einfach nicht mehr so an mir interessiert, weil er seine große Liebe wieder flachgelegt hat. Weiterlesen

Geschützt: Ein heftiges Problem

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Geschützt: Serviceangebot und Nachfrage

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Geschützt: Keine gute Tat bleibt ungestraft!

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Milka Herzen im Briefkasten

Geh bitte! Wieso habe ich nur so ein Händchen dafür, immer die Männer anzuziehen, die so überhaupt keine Option sind? Wieso kann nicht einmal ein brauchbarer Mann, auf mich aufmerksam werden? Und ganz toll ist es, wenn es ein Nachbar ist…

Er ist ja eh ein netter Mann. Aber halt kein „richtiger Mann“. Im Sommer habe ich ihn das erste Mal wahrgenommen, als er im Bademantel durch den Ort gelaufen ist. Er hat sich zu Hause die Badehose angezogen und darüber den Bademantel und so ist er zum See gegangen. Da fiel er mir das erste Mal auf. Und dass er beim Gehen offensichtlich Probleme hat – ich vermute mal eine Krankheit. Dann stand er mal bei einem Gewitter vor meiner Tür, weil er sich ausgesperrt hatte und bat mich telefonieren zu dürfen. Er rief seine Mutter an, die sich offensichtlich große Sorgen um ihren Sohn machte. Er versuchte mehrmals sie zu beruhigen und bat mehrfach dass ihm sein Vater den Schlüssel bringen solle und dass sie sich doch bitte keine Sorgen machen solle. Dabei klang er so verzweifelt wie ein kleiner Junge. Weiterlesen

Unter Beobachtung

Am Samstag als ich den See gerade verlassen habe, hat mich ein wildfremder Mann angesprochen, ob ich denn kein Problem damit habe, dass mir meine neuen Bekannten so sehr auf die Pelle rücken unter dem Baum. Und ich stand da und dachte nur, wer bist du? Weiterlesen