Geschützt: Ungeschminkt

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Auffallen

Als ich noch relativ jung war, lernte ich so wenig wie möglich aufzufallen. Je unauffälliger ich war, desto weniger wurde ich gehänselt. Ich war lange Zeit das Mäuschen in der Ecke, dass anderen den Vortritt lies. Der Mittelpunkt war nie mein Ziel. Den Platz überlies ich liebend gern anderen. Ich mag es nicht wenn mich Menschen anstarren und etwas von mir erwarten. Referate und mündliche Prüfungen waren immer der Horror für mich, Schweißausbrüche und Magenkrämpfe inklusive.

Irgendwann wurde ich älter und wäre schon gerne mal aufgefallen. Zumindest den Jungs. Doch so einfach war das für mich nicht. Ich hatte zwar eine recht passable Figur, doch die Ausstrahlung eines Mauerblümchens. Bis ich den Alkohol entdeckte. Der lockerte mich auf und lies mich mutig werden. Ich begann aufzufallen, allerdings nie nüchtern. Doch das war egal. Einmal aufgefallen, kannten mich die Menschen und ich wurde auch nüchtern beachtet. Weiterlesen

Abstellgleis

In Freundschaften gibt es Phasen wo man sich näher steht, und jene wo sich die Leben von Freunden auseinander bewegen. Manchmal überleben Freundschaften solche Phasen der Distanz, manchmal nicht. Früher habe ich versucht alles zu tun, um diese Distanz zu vermeiden. Wenn sich Freunde von mir entfernt haben, bin ich ihnen gefolgt, egal wohin und egal was ich für mich eigentlich wollte.

Diese Zeiten sind allerdings seit 2 Jahren vorbei. Warum seit 2 Jahren? Weil ich vor 2 Jahren so am Ende war, dass ich keine Kraft mehr hatte auf andere Rücksicht zu nehmen. Damals wurde mir klar, wenn ich auch mal glücklich sein will im Leben, dann sollte ich vielleicht endlich damit anfangen, Dinge zu tun die ich mag. So zu sein wie ich bin. Und mich nicht mehr nach meiner Umwelt zu richten. Weiterlesen

Geschützt: Teamdynamik

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Eifersucht

Vor ein paar Wochen hatte ich einen Traum der mich aus dem Schlaf gerissen hat. Es ging um einen vertraute Situation von zwei Menschen die ich kenne, die sich im realen Leben jedoch gar nicht mögen. In meinem Traum war das allerdings anders. Da gingen sie sehr vertraut miteinander um und ich wurde so eifersüchtig, dass ich sogar davon erwachte. Und das Gefühl der Eifersucht verfolgte mich bis in den Wachzustand. Angeblich verarbeitet man in Träumen ja Erlebnisse aus dem realen Leben, doch ich habe nichts erlebt was den Traum erklären würde. Ich habe auch an nichts gedacht was den Traum hervorrufen hätte können. So blieb mir nur die Theorie, dass mir mein Unterbewusstsein etwas sagen will. Und was? Dass ich eifersüchtig bin. Das ist jetzt nicht gerade eine Neuigkeit.

Was ist Eifersucht überhaupt? Wo kommt sie her? In meinem Fall ist Eifersucht wohl das Ergebnis von Angst. Angst davor etwas nicht zu bekommen was ich will und zuschauen zu müssen, wie jemand anderer an meiner statt, das bekommt was ich mir wünsche. Oder auch einfach nur die Angst davor etwas nicht zu bekommen was ich will. Wobei es bei mir dabei eher um Gefühle geht, weniger um Materielles. Als Kind war ich auch schon mal eifersüchtig auf andere Kinder und deren Spielzeug, aber in den letzten Jahren ging es dabei vor allem um Zuneigung, Nähe und Liebe. Ganz egal ob es sich dabei um meine Familie, meine Freunde oder Männer gehandelt hat. Weiterlesen

Wille

Heute wurde ich an die Firmenweihnachtsfeier voriges Jahr erinnert. Wir machten eine kleine Wanderung auf eine Berghütte, aßen dort, lasen Weihnachtsgeschichten vor und gingen dann mit Fackeln retour. Eigentlich eine recht schöne Idee, nur ging es mir voriges Jahr nicht so gut. Die Geschichte mit dem süßen Typen war ganz frisch, ich war an einem emotionalen Tiefpunkt angekommen. Dazu kam noch, dass ich ein Gedicht vorlesen sollte, was so gar nicht meins ist und meine Kollegen gingen mir in der Zeit auch so was von gegen den Strich, dass ich an diesem Tag, überall anders lieber gewesen wäre, als mit diesen Menschen auf einem Berg.

Immer wann ich alleine war, war ich zu der Zeit am heulen. Im Büro riss ich mich natürlich zusammen, doch sobald ich im Auto saß, flossen die Tränen schon wieder. Die Weihnachtsfeier bedeutete, ich musste mich einige Stunden länger zusammen reißen, umgeben von Menschen, die mir nur zu deutlich spüren ließen, dass es ihnen lieber wäre, wenn ich nicht dabei wäre. Doch mein Pflichtbewusstsein, trieb mich trotzdem dazu mitzugehen. Ich dachte ich müsste es tun, also tat ich es. Doch ich wollte nicht auf diesen Berg. Wollte nicht auf einen Berg, mit Menschen, die einem ins Gesicht lächeln um gleich darauf über einen zu tuscheln. Ich wollte heim in meine Wohnung und weiter heulen. Aber ich schleppte mich auf den Berg. Weiterlesen

Harmoniesucht

Mein Leben lang war ich auf der Suche nach Harmonie. Ich habe immer alles getan, damit nur ja niemand mit mir unzufrieden ist. Habe mich zurück genommen und nur auf die Wünsche und Bedürfnisse anderer geachtet. Ich habe nie etwas getan was negativ für mich ausgehen konnte. Im Grunde genommen habe ich die ersten 16 Jahre überhaupt nichts getan. Habe mich zu Hause eingegraben und mit niemanden gesprochen, um nur ja nicht negativ aufzufallen. Das schlimmste für mich ist Zurückweisung.

Wenn mich in der Vergangenheit jemand für etwas gemaßregelt hat, bin ich sofort in die Verteidigungsposition gegangen. Habe sofort begonnen mich zu erklären. Es waren ja auch immer Missverständnisse, weil wirklich böses zu tun oder zu wollen, dafür war ich sowieso immer zu feig. Weiterlesen