Assessment

Als das erste Mal die Rede davon war eine Testung zu machen, wurde ich unrund. Bei meiner alten Dienststelle ging das nie wirklich gut für mich aus. Ich leide tendenziell an Prüfungsangst. Ca. 20 % meiner Gehirnleistung lasse ich aufgrund des Prüfungscharakters einfach mal zu Hause. Dazu die Nervosität und der Hang zur Perfektion.

Zwischenzeitlich haben wir das Assessment abgesagt, nur um es dann doch an dem Tag zu machen. Nachdem sie mich überredet hatten, dass ich die Testung doch durchziehe, hatte sich meine Haltung geändert. Nun kam ich mir nicht mehr so wie ein Bittsteller, sondern eher umworben vor. Sie nahmen mir auch das technische Problem ab.

Am Mittwoch ging ich also total entspannt hin. Mir war es egal was rauskommt. Ich war total gelassen! Vor der Tür rauchten zwei Mitarbeiter, wobei eine Mitarbeiterin mich gleich fragte ob sie mich reinlassen solle – ohne dass ich fragen musste. Das fand ich total nett. Ich machte mich auf den Weg zu meinem Ansprechpartner. Ein total netter, lustiger Herr. Er begleitete mich in den Lehrsaal und fragte ob ich Kaffee wolle. Ich dankte ab und hielt mich an die bereitgestellte Wasserkaraffe. Während der PC hoch fuhr, plauderten wir über meinen Ex-Chef, den er sehr gut kennt. Als ich meinte dass ich 13 Jahre für ihn gearbeitet hätte, meinte er nur „Da sind sie ja dann direkt nach der Volksschule hin!“ Weiterlesen

Treu bleiben

Manchmal muss ich aufpassen, dass ich nicht zu viel von meiner Umgebung aufnehme. Sich drücken zum Beispiel. Mein Kollege schraubt sich ja immer wo es nur geht und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mir da zu viel von ihm angeeignet habe.

Am Donnerstag zum Beispiel war das Assessment angesetzt. Und bescherte mir eine schlaflose Nacht zuvor. Ich lief unrund. Vor allem weil ich nicht wusste, ob ich wirklich hingehen will. Ich habe einfach kein gutes Gefühl dabei. Drei Stunden Testung, dann noch die technische Herausforderung und dann auch noch das Bauchgefühl. Das aber auch von den schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit herrühren kann. Weiterlesen

Job-Tanz

Nachdem ich darüber geschlafen hatte, war ich immer noch der Meinung der Job vom Montag sei die beste Wahl für mich. Doch nun, wie weiter? Beim anderen Job läuft die Bewerbung….

Von meiner Persönlichkeitsstruktur her tanze ich nicht gerne auf mehreren „Kirtagen“. Wenn ich etwas will, dann ziehe ich es auch durch. Hinhalten, ausweichen, rumeiern ist nicht meine Persönlichkeit. Doch was bleibt mir momentan anderes über?

Die laufende Bewerbung absagen ohne Alternative, wäre blöd. Den Job nicht anstreben der mir mehr zusagt, wäre noch blöder. Ein Mittelweg muss also her. Die laufende Bewerbung rauszögern und den anderen zusagen. Und dann abwarten was passiert. Und erfahrungsgemäß kann soooooo vieles passieren! Und so arbeitete ich am Dienstag einen Punkt nach dem anderen ab. Weiterlesen

Wie geil war das denn?!

Am Montag hatte ich ein Vorstellungsgespräch. Und ich war total k.o. Das Wochenende war lang gewesen.

Nach der Airpower am Freitag taten mir am Samstag schon ordentlich die Füße weh. Ich ging trotzdem zum Dienst. Danach war ich noch müder! Am Sonntag hatte ich aber dann Dienst im Ort beim Kinderfest. Dort stand ich auch ein wenig rum und die zwei Tage vorher, hängten sich noch ein wenig mehr rein.

Am Montag dann die hübschen Klamotten aus dem Kasten gefischt und auf in die Arbeit. Dort gab es ein pikantes Frühstück von unserem Chef – wir haben seinen Geburtstag nachgefeiert. Und von dort fuhr ich direkt zum Mittagessen mit meiner Wanderkollegin, die mich ja für den Job empfohlen hatte. Zum Abschluss bekam ich von ihr noch einen Kaffee, in ihrem Büro. Wo normalerweise niemand rein darf. Meinen Ex-Chef hatte sie mal erklärt, er könne sie nicht einfach ohne Termin besuchen. Ich darf das schon…. Anschließend brachte sie mich noch zu meinem Vorstellungsgespräch – damit ich mich nur ja nicht verirre und pünktlich komme. Sogar aufs WC schickte sie mich noch zuvor ;-). Weiterlesen

Gesicht zum Namen

Am Donnerstag gab es ein erstes Gespräch bezüglich meiner Bewerbung. Mein potenziell neuer Chef hatte mich zu einem informellen Gespräch gebeten und ich ging davon aus, dass er keine Ahnung hat, dass wir uns eigentlich eh schon seit Jahren kennen.

„Ah, wir kennen uns ja eh! Ich hatte bisher keinen Namen zu ihrem Gesicht!“

Jup. Hatte ich erwartet.

Wir führten dann mal ein lockeres Gespräch und klopften mal die Rahmenbedingungen ab. Er war dabei auch sehr direkt und ehrlich.

Auf den Arbeitsplatz gibt es zwei Bewerber. Mein Mitbewerber ist bereits in die Abteilung dienstzugeteilt. Wobei der Arbeitsplatz nur seine zweite Wahl ist. Eine andere Bewerbung würde ihn mehr interessieren, da wird es sich aber erst entscheiden ob er ihn bekommt, denn dort gibt es noch zwei Mitbewerber. Die sind aber zwei Wochen früher dran. Weiterlesen