Lebensrückblick – Teil 2, 2. Jahrzehnt

Willkommen im neuen Jahr! Auf geht´s. 2018 wird toll. Das spüre ich!

 

Mein zweites Jahrzehnt war wahrscheinlich das herausfordernste meines Lebens. Zwischen 10 und 20 änderte sich so ziemlich alles….Mehrfach

Aber begonnen hat es gleich wie das erste geendet ist. Einsam. Doch wir wurden älter und bald begannen meine Mitschüler zu merken dass ich so ganz anders bin als sie selber. Das Mobbing begann. Ich wurde ausgegrenzt oder grenzte mich auch selbst aus, da ich nicht wusste wie man mit Menschen/Kindern umging. Ich zog mich lieber zurück und las. Bücher lachten mich nicht aus. Bücher sagten mir nicht dass ich hässlich bin. Bücher schlugen mich nicht mit den Hausschlapfen. Bücher hoben mir nicht den Rock hoch. Bücher waren gut zu mir! Und dabei war es egal ob es Romane oder Schulbücher waren. Bücher waren meine Zuflucht. Vor meinen Klassenkameraden und vor den Grosis. So lange mein Kopf in einem Schulbuch steckte, liesen sie mich in Ruhe. Und so lange ich immer alles wusste in der Schule, wurde ich auch fast nie gefragt. Vor der Klasse sprechen war mir ein gräul.

Mit 14 änderte sich mein Leben das erste Mal. Ich kam in die HAK in der nächsten größeren Stadt – eine Stunde mit dem Zug. So lange ich im Ort zur Schule gegangen war, hat mich Opi immer hingebracht und abgeholt. Doch nun musste ich ALLEINE mit dem Zug fahren! Ich war den halben Tag nicht unter der Aufsicht meiner Grosis! Und ich hatte schreckliche Angst. Wie mache ich eine Zugtüre auf? Wo soll ich mich hinsetzen? Was wenn ich mich wo hinsetze, wo jemand anderer sitzen will? Was wenn mich jemand anspricht? Was wenn ich mich in der Stadt verirre? Was wenn ich den Zug versäume? Ich war so durch den Wind. Ich hatte Angst vor meinem eigenen Schatten. Doch ich hoffte auf den großen Neuanfang! Die neuen Mitschüler wissen ja nicht dass ich anders bin! Blöderweise hatten sie Augen im Kopf. Mobbing 2.0 begann. Das war subtiler. Diffiziler. Tat aber genauso weh, wie die Hausschlapfen…. Also flüchtete ich wieder in meine Bücher….

Damals baute ich bereits bewusst an meiner Mauer um meine Seele. Wann ich den Grundstein gelegt habe, weiß ich nicht mehr, aber spätestens in der HAK musste ich mir eine härtere Schale zulegen. Also baute ich eine Mauer. Ich blendete alles aus was ging und tat so als würde mich das alles nichts angehen.

Mit 16 kam die nächste Veränderung. Ich zog bei meinen Grosis aus und bei meiner Mutter ein. Eine 180 Grad Drehung meines Lebens. Von 24/7/365 Totalüberwachung zu „mir wurscht was du machst“. Von täglichem Verhör was man mit wem wann wo gesprochen hatte zu „wann bügelst die Wäsche?“ Vom schlafen im Ehebett mit Opi zu eigenem Zimmer. Von täglichen Fragen zu den Hausaufgaben zu keinem Interesse an dem Zeugnis – wird schon passen. Mein Leben begann.

Faschingdienstag. Ich war 16 und das erste Mal fortgegangen. Mein Stiefbruder passte auf mich auf. Nach einer halben Stunde hatte ich einen Vollrausch und einen heiden Spass! Mein Partyleben begann. Betrunken war es mir so was von egal was meine Mitmenschen von mir dachten. Betrunken war ich locker, hatte keine Angst mehr. Ich war witzig und fähig Small Talk zu führen. Ich flirtete und knutsche mit Jungs. War lebenslustig und herzlich. Ich vergas dass ich schüchtern war und nicht wusste wie man mit Menschen redete. Also trank ich. Jedes Wochenende. Sicherheitshalber…Und ich begann zu rauchen. Ich war ein Partygirl. Und ich hatte das erste Mal in meinem Leben „Freunde“. Keine richtigen, aber das wusste ich damals noch nicht. Ich war nicht mehr alleine nur das zählte.

Und mit jedem Jahr wurde der Kater schlimmer. Die Probleme liesen sich immer schwerer ertränken. Ich baute aber immer noch fleissig an meiner Mauer. Ich liebäugelte mit Drogen, bis ich zusehen musste wie ein lieber Freund zwei Tage in einer Ecke kauerte weil er auf einem LSD-Trip hängen geblieben war… Ich lies die Finger von Drogen, nur ein wenig passiv mitrauchen…. Als es den ersten Drogentoten im Ort gab, war ich bereits weitergezogen.

Mit 19 war ich von meiner Mutter ausgezogen und in die „große“ Stadt übersiedelt. Ich hatte irgendwie die Matura geschafft und mir einen Job gesucht. Ich verdiente mein eigenes Geld und lebte in einer WG mit einer „Freundin“. Die Party ging weiter, nur mit neuen Freunden. Die hatten nichts mit Drogen am Hut. Nur Alkohol und Zigaretten… Sind ja keine Drogen!

© Libellchen, 2018

Kein Alltag bisher

Irgendwie ist in der dieser Woche nichts so wie normal. Begonnen hat es schon mit einem Kurs am Montag. Ich musste erst um 9 Uhr vor Ort sein. Normalerweise bin ich zwischen halb 7 und 7 Uhr im Büro. Und parken kann ich dort auch nicht, von daher waren mal wieder die Öffis angesagt. Das späte aufstehen kam mir sehr entgegen, da ich durch die Zeitumstellung sowieso nicht aufgekommen wäre. Der Bus bis Wien war auch okay, doch dann hatte ich Mühe die richtige Schnellbahn zu finden. Bevor ich mich nämlich in Ruhe orientieren konnte, fuhr sie schon ein. Also musste ich eine wildfremde junge Frau fragen, ob das eh die richtige Schnellbahn sei. Zuerst war sie ein wenig ungehalten, da ich sie einfach ungefragt angesprochen hatte, doch mein Lächeln entspannte ihren verkniffenen Gesichtsausdruck. Weiterlesen

Ein Mann der mich verwirrt

Am Freitag hatte ich ein Treffen mit dem Aufreißer, nennen wir ihn Jimmy. Ich habe ihn ja bei dem Dorffest kennen gelernt und seitdem haben wir hin und wieder telefoniert. Da ich jedoch parallel Wolfgang kennen gelernt hatte, drängte ich nicht weiter auf ein reales Treffen. Er hat es zwar immer mal wieder angesprochen, doch ich hab ihn immer irgendwie verschoben. Also haben wir weiter telefoniert und dabei hat er mir einige Dinge erzählt, die so gar nicht in das Bild eines Aufreißers passen. Weiterlesen

Geschützt: Sport ist Mord

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Wandelnder Spoileralarm auf zwei Beinen

Wie geht man mit jemanden um, der einem dauernd Dinge erzählt die man nicht wissen will? Ach ja, es ansprechen hilft auch nicht. Worum geht’s? Margit und ich sind Serienjunkies und wir schauen überwiegend dieselben Serien. Manchmal ist sie eine oder zwei Folgen weiter, manchmal bin ich weiter. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob sie so viel weiß wie ich, dann bin ich sehr vorsichtig dabei in Erfahrung zu bringen was sie zuletzt gesehen hat, da ich ihr ja nicht zuviel verraten will. Umgekehrt ist das leider nicht so!!!!

Margit hat die Gabe mir immer genau die Dinge zu erzählen, dich ich NICHT wissen wollte!

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Geschützt: Stundenplanung

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Geschützt: Grippewelle

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