Vernunft versus Verlangen

Natürlich wusste die kleine Seele was richtig und was falsch war. Sie wusste auch was ihr kurzfristig guttun würde und ihr langfristig nur schaden würde. Doch hin und wieder gibt es diese Momente, wo die kleine Seele nicht nur alleine ist, sondern sich auch einsam fühlt. Wenn sie krank ist oder erschöpft. Wenn der Körper mal wieder Migräne hat oder sich verausgabt hat.

Manchmal gibt es solche Momente, wo sie einfach nur in den Arm genommen werden will. Da ist sie verletzlich. Nicht bereit auf die Vernunft zu hören. Da will sie sich einfach nur anlehnen und sich wohl fühlen. Ist das wirklich so verwerflich? Wahrscheinlich schon. Deshalb hat sie sich in den letzten Monaten auch immer versteckt. Wenn es ihr schlecht ging und er für sie da sein wollte, hat sie sich zurückgezogen. Sich eingesperrt. Gesagt, es sei alles in Ordnung und es alleine durchgestanden. Wie schon ihr ganzes Leben. Weiterlesen

Ein Stück Vergangenheit

Vorige Woche ist etwas Tolles passiert. Ich bekam eine Freundschaftsanfrage auf Facebook. Von jemanden den ich erstmal nicht erkannte. Der Name war falsch und das Foto war „gemein“. Es zeigte zwar ein Gesicht, allerdings mit einer Kapuze, so dass man die Haare nicht sehen konnte und die Person hatte keinen Bart – sein „Erkennungszeichen“. Jetzt nehme ich normalerweise keine Freundschaftsanfragen von „Fremden“ an, doch irgend etwas an dem Foto hielt mich davon ab, die Anfrage abzublocken – wahrscheinlich waren es die Augen die ich erkannt habe. Ist auch das mindeste von mir!

Als ich nach Hause kam, schnappte ich mir den Laptop und schaute mir das Profil der Person an und dabei entdeckte ich auf den Fotos einen alten Bekannten – die einzige Konstante. Da reifte in mir ein Verdacht, sollte das wirklich ER sein. Also schaute ich mir das Profilbild mit einem anderen Foto – mit Bart und Haaren – parallel an. Und tatsächlich dieselben Augen! Er war es wirklich! Ich hatte schon oft nach ihm gesucht, aber da er mit falschem Namen angemeldet war, war meine Suche natürlich nicht erfolgreich gewesen. Er hatte es einfach probiert – da ich kein Foto von mir als Profilbild habe, hätte er auch falsch liegen können – da wir einen gemeinsamen Freund hatten. Weiterlesen

Kaffee

Ich trinke ja seit einem Monat einen gesunden Kaffee. Ein Wundermittel womit man angeblich angewöhnte Verhaltensweisen ablegen kann und zu seiner Mitte findet. Jo sicher. Als der Skeptiker in mir das erste Mal davon gehört hat, hab ich natürlich kein Wort davon geglaubt. Ausprobiert hab ich ihn natürlich trotzdem, bin ja doch neugierig. Und was soll ich sagen, ich hab mich im Park wieder gefunden. Mittlerweile fahr ich alleine zum See und fühl mich pudelwohl. Ja ich hab sogar schon ein paar Kilo abgenommen. Und ich kommuniziere leichter meine Wünsche. Ich habe auch das Gefühl geistig flexiber zu sein. Ich lasse Situationen jetzt eher auf mich zukommen, als vorher schon darüber nachzudenken was alles passieren könnte.

Weiterlesen

Momente

Viel hat sich geändert in den vergangenen Wochen und Monaten. Früher ging es mir im Monat ca. eine Woche gut und 3 Wochen hab ich mich mit Selbstmitleid, Zweifel, Sorgen und Einsamkeit rumgeschlagen. Heute geht es mir fast durchwegs gut. Fast! Hin und wieder gibt es da so einen Moment, wo ich zurückfalle in alte Denkmuster. Es sind einzelne Minuten, fallweise auch Stunden, wo wieder alle Zweifel zurück sind. Es sind Momente der Traurigkeit, wo ich mir eine starke Schulter zum Anlehnen wünschen würde. Momente wo ich mir wünschen würde, für manche Menschen gleich wichtig zu sein, wie sie es für mich sind. Momente wo ich mich nach Liebe und Zweisamkeit sehne. Momente wo ich lieber nicht alleine wäre.

Weiterlesen

Einsamkeit

Ich kann mich sehr gut mit mir selbst beschäftigen. Stundenlang, Tagelang, Monatelang! Mir wird nicht fad mit mir selber. Zumindest nur ganz selten. Und obwohl das so ist, bin ich doch einsam. Was genau bedeutet Einsamkeit eigentlich? Also für mich bedeutet es, den Lebensweg alleine gehen zu müssen. Es bedeutet, dass Abends wenn ich heimkomme keine Schulter zum Anlehnen auf mich wartet. Es bedeutet, dass da kein Mann ist, der mich liebt. Es bedeutet, dass ich alleine bleiben werde.

Wenn ich wüßte dass in 2 Jahren der Richtige kommt, mich in den Arm nimmt und den Rest meines Lebens, oder auch mal einfach ein paar Jahre, bei mir bleibt, dann wäre ich heute auch nicht einsam. Dann würde ich die 2 Jahre einfach alleine genießen und mich auf meinen Job und meine Freunde konzentrieren. Doch diese Gewißheit habe ich nicht. Also bin ich einsam, weil ich dem Universum nicht vertraue.

Ich vertraue nicht darauf, dass die wahre Liebe wirklich für mich vorgesehen ist. Ich habe kein Vertrauen und keine Geduld. Ich will nicht erst in 20 Jahren jemanden für mich finden. Ich will ihn jetzt, wo ich noch relativ jung bin. Und ich finde ich habe es auch verdient! Doch ich kann es nicht ändern. Da ist einfach niemand. Niemand der mich bemerkt. Niemand der sich für mich interessiert.

Das ist Einsamkeit! Weiterlesen