Neuanfang

Die Menschen stehen nicht auf Veränderungen. Für manche sind schon kleinste Veränderungen eine Katastrophe. Das Leben komplett auf den Kopf stellen, geht schon mal gar nicht! Diese Leute verharren auch oft Jahre oder Jahrzehnte in einem Job oder einer Beziehung die ihnen eigentlich nicht gut tut. Auch wenn sie leiden sind sie so erstarrt in ihrem Leben, dass sie nicht wissen wie sie es lösen sollen. Ich bin da anders.

Klar auch ich steh nicht so auf Veränderungen, aber ich weiß zumindest wenn sie notwendig sind, treffe eine Entscheidung und ziehe es dann auch durch! Dabei überstürze ich aber nichts. Ich habe eine extrem hohe Leidensfähigkeit. Lasse mir sehr viel gefallen, finde Gründe mich noch ein wenig länger zu quälen. Nicht aufzugeben. Durchzuhalten. Man weiß ja nie wie weit es noch ist bis zu einer Besserung. Vielleicht ändert sich ja was…. Nein, tut es nicht! Weiterlesen

Wohlfühlen

Noch steht das offizielle Gespräch aus, doch ich denke wir sind uns einig. Ich werde bleiben wo ich bin!

Diese Woche steht ganz im Sinne der Fortbildung. Mein Chef hält einen Vortrag und ich bin Gasthörerin. Als ich im Hörsaal ankam wurde ich durch zwei Bekannte Gesichter überrascht. Ich weiß nicht, warum ich nicht damit gerechnet hatte, aber Mitarbeiter meiner alten Dienststelle sind offenbar überall! Allerdings hatten die zwei nicht mitbekommen, dass ich bereits wo anders untergekommen bin und so waren sie sehr überrascht mich zu sehen. Ich wiederum war sehr überrascht die Folie mit der Abteilungsstruktur zu sehen, wo mein Name als Selbstverständlichkeit angeführt war.

Und so bilde ich mich fort, ohne Angst haben zu müssen, dass mir das mal als Zeichen meiner Inkompetenz vorgehalten wird!

Vorige Woche hat mich am Gang im Büro einer der wichtigsten Personalchefs aufgehalten. Ich kannte ihn bisher nur vom Namen her… Mr. Wichtig hatte ihn mal erwähnt und sich abfällig geäußert. Jetzt weiß ich warum! Der Mann ich nett und charmant und wirklich wichtig. Der muss ihm natürlich ein Dorn im Auge sein. Er plauderte ein wenig mit mir, fragte wo ich herkomme und wo ich jetzt arbeite und hieß mich „am Gang“ willkommen!

Nach 13 Jahren Kampf, viel Überheblichkeit und Arroganz bin ich so viel Nettigkeiten gar nicht mehr gewöhnt!

Schön!

© Libellchen, 2017

Alles steht Kopf

Auf dem Seminar wurde uns auch ein Film empfohlen. Ein schön gezeichneter Disney-Pixar-Zeichentrickfilm. Ich habe ihn mir natürlich gleich mal organisiert und ich war begeistert!

Worum gehts:

Eigentlich um Emotionen, erwachsen werden, Erinnerungen, unser Gehirn,… Weiterlesen

Citizenfour

Im Moment spielt es ja einen Snowden-Film im Kino, der nicht gerade die besten Kritiken bekommt. Und jedes Mal wird in diesen Kritiken auf Citizenfour hingewiesen. Und ich hatte ihn tatsächlich noch nicht gesehen und fand, dass es nun an der Zeit dafür sei.

Und er hat mich echt zum Nachdenken angeregt. Wobei ich glaube, dass er mir vor drei Jahren nicht so viel mit auf den Weg gegeben hätte, als heute. Wo in Amerika mal wieder der Wahlkampf läuft und Trump noch immer stark im Rennen ist. Ein Mann der nicht nur etwas gegen Latinos, sondern auch gegen Frauen hat. Weiterlesen

Ärztetag

Wenn ich etwas nicht mag in Bezug auf Ärzte, dann ist das die Blutabnahme. Das hat mehrere Gründe. Zum einen habe ich einen extrem niedrigen Blutdruck, was dazu führt, dass ich beim Blutspenden – die zweimal wo ich es probiert habe – danach immer ohnmächtig war. Und zum anderen habe ich echt miese Venen. Rechts geht gar nichts und links auch nur mühsam. Was dazu führte, dass die Ärzte bzw. Labormitarbeiter – ja auch in einem professionellen Labor bin ich eingefahren – mehrmals daneben stachen, in der Vergangenheit. Nach jeder Blutabnahme schmerzten meine Arme und ich sah aus wie eine Drogensüchtige!

Deshalb hatte ich auch eine Woche gewartet bevor ich zu der angeordneten Blutabnahme gegangen war. Ich hatte einfach Bammel! Wenn man vorher schon weiß, dass es weh tun wird, macht man das halt nicht einfach so im Vorbeigehen. Am Mittwoch war es dann aber trotzdem so weit. Kurz vor 8 Uhr war ich bei meiner Hausärztin. Ein paar Menschen waren vor mir, also musste ich ein wenig warten. Natürlich trug das nicht zur Entspannung bei…. Als ich dann „endlich“ an der Reihe war, nahm ich tapfer Platz und hoffte auf das Beste. Doch die Ärztin suchte und suchte und fand einfach keine Vene. Also sie fand sie schon, doch sobald sie aufhörte an ihnen zu reiben, waren sie auch schon wieder verschwunden. Und reiben und stechen, geht halt nun mal nicht gleichzeitig…. Doch sie wollte nicht blind stechen. Dafür hätte ich sie abknutschen können. Doch gelöst war das Problem dadurch nicht. Also meinte sie „Ich fürchte ich muss die Blutabnahme auf dem Handrücken machen“. Weiterlesen

Bärenschützklamm – Mixnitz, Steiermark

Seit Jahren „nervt“ uns alle schon ein Kollege damit, dass wir doch mal die Bärenschützklamm besuchen sollen. Er arbeite dort für die Bergwacht und würde sich freuen, wenn wir ihn besuchen kämen. Wir würden auch ein Schnapserl bei ihm bekommen. Der Schnaps reizte mich nicht, Barbara dafür umso mehr. Dafür dachte ich, für mich sei die Klamm machbar, für sie nicht. Barbara hat null Kondition bezüglich wandern, geschweige denn bergauf gehen. Ich gehe viel wandern und habe beim bergauf gehen auch so meine Probleme. Ich hatte also nicht vor, mit ihr zu gehen.

Irgendwann kam dann eine andere Kollegin mit dem Vorschlag daher, doch mal in die Klamm zu fahren. Da sie auf mich fitter wirkte als Barbara, sagte ich zu. Was ich nicht wusste, wie fit sie ist! Stellt euch vor ihr geht mit jemand wandern, den ihr für durchschnittlich fit haltet und dann findet ihr während der Wanderung raus, dass es sich bei der Strecke um ihre Hausstrecke handelt – die sie jahrelang im Schlaf gegangen ist – und dass ihre größte Bergtour auf den Kilimandscharo geführt hatte! Wobei als ich das alles rausfand, bekam ich eh schon keine Luft mehr!

Begonnen hatte der Samstag extrem früh. Der Wecker schellte bereits um 4 Uhr 30. Meine Wanderpartnerin hatte sich die Wettervorhersage angeschaut und vorgeschlagen um 6 Uhr von Wien aufzubrechen, damit wir trocken wieder ins Tal kämen. Wie gesagt, da wusste ich noch nicht, dass wir von ihrer Heimat sprechen. Ich fand es daher zwar übertrieben, sagte aber zu. Einmal in drei Wochen Urlaub aufstehen, ist ja nicht so schlimm. Und so trafen wir uns um 6 Uhr und fuhren in die Steiermark. Dort parkten wir das Auto, zogen uns die Bergschuhe an und legten los. Weiterlesen