Selbstverständlich

Wenn ich bzw. mein Einsatz als selbstverständlich angesehen wird, dann stört mich das nicht immer. Es gibt Menschen da könnte ich auf die Palme gehen wenn ich als selbstverständlich hingenommen werde, bei meinen Chefs hingegen kommt es als Anerkennung an. Sie kennen mich gut genug um zu wissen dass sie sich auf mich verlassen können.

Mittlerweile habe ich zwei Chefs. Einen beruflichen und einen politischen. Und beide wissen mittlerweile was sie an mir haben. Heute habe ich Post von unserer Bürgermeisterin bekommen. Ich wurde als Wahlbeisitzer eingemeldet und habe daher im Jänner zwei Termine. Es hat mich zwar niemand gefragt ob ich es machen will oder kann, aber wir hatten im Vorfeld schon öfter darüber gesprochen und ich habe auch nicht gesagt dass ich es nicht machen will. Jetzt ist der Topf derjenigen die man auswählen könnte weit größer als die Anzahl derjenigen, die man benennen kann. Und doch wurde ich ausgewählt. Was mir nur zeigt dass auch mein neuester politischer Chef weiß was er an mir hat. Weiterlesen

Selbstwertgefühl

Mein neuer Chef hat eine Mission. Er will mein Selbstwertgefühl stärken. Was er eigentlich von Stunde eins an auch getan hat. Was mir aber vorher nicht klar war, wie notwendig das mittlerweile geworden ist….

Ich habe ein gutes Selbstbewusstsein. Ich weiß genau wer ich bin und was ich kann. Das ist aber kein Grund nicht unter einem mangelnden Selbstwertgefühl zu leiden! Denn auch wenn man weiß wer man ist und was man kann, wenn einem dauernd erzählt wird, dass dies nicht genug ist, dann hat man ein echtes Problem. Weiterlesen

Mein Name ist nicht „freiwillige Man“

Am Montag habe ich mich aus vollem Herzen selbst gelobt!

Es ist schon sehr lange für mich ein Thema. Ich „springe“ auf Arbeit an. „Ich suche einen Freiwilligen!“ „Da sollte man was machen.“ Diese zwei Sätzen reichten eigentlich immer, dass ich die Arbeit annahm. Irgendjemand muss sie ja machen. Jo eh. Aber nicht immer ich!

Nach über 20 Jahren Berufsjahren lerne ich es schön langsam. Wenn sich immer alle auf mich verlassen, heißt das für mich – mehr Arbeit – für die anderen – keine Arbeit. Und das auch noch, wo ich weniger verdiene als die meisten in meiner Umgebung!

Auf mich ist 100% Verlaß. Weiterlesen

Alles relativ

Diese Woche ist mir etwas total geniales passiert! Nach dem Fitnessstudio fuhr ich noch bei der Post vorbei und holte mein Paket ab. Als der junge Mann – er ist ca. 20 Jahre jünger als ich – mein Paket auf die Durchreiche legte, hob er sich fast einen Bruch. Er warnte mich ob der Schwere und so versuchte ich das Paket ganz vorsichtig hoch zu heben.

Und ich hatte keinerlei Probleme. Ich, die ich jahrelang Probleme mit meinem Rücken hatte. Ich, die ich immer sehr vorsichtig bin beim Heben von schweren Dingen. Ich nahm das Paket und ging ohne Problem raus aus dem Postamt, ums Eck und zu meinem Auto. Dort legte ich es auf die Rückbank und zu Hause trug ich es in den ersten Stock. Alles ohne Probleme. Weiterlesen

Lasst uns arbeiten!

Bei meiner ersten Firma war ich fast ein Workaholic. Es gab keine Überstunden oder Freizeitausgleich, ich arbeitete trotzdem zwischen acht und vierzehn Stunden täglich. Was wahrscheinlich gar nicht rechtens war….Zusätzlich pendelte ich noch zwei Stunden am Tag. Zu Hause war ich nur zum Schlafen. Unter der Woche gab es sonst nichts für mich. Arbeiten, pendeln, schlafen. Damals machte ich das gern. Ich wollte mich beweisen. Zeigen was ich kann. Wollte Anerkennung und bekam sie auch. Dafür nahm ich vieles in Kauf. Auch schlechte Bezahlung. Das war vor zwanzig Jahren.

Zwanzig Jahre habe ich fast durchgehend gearbeitet. Nur eine Auszeit gab es von fünf Monaten, wo ich auf den neuen Job wartete. Diese fünf Monaten waren die Hölle. Kein Geld, viel Zeit, keine Lebensaufgabe und alle Freunde in der Arbeit. Ich arbeite gerne. Habe gerne eine Beschäftigung. Einen Grund aufzustehen und ausser Haus zu gehen. Ich kann nämlich auch ganz anders. Ich kann auch megafaul sein und versumpfen. Aber halt nicht lange. Weiterlesen

Mich lieben

Ich wurde erzogen mit dem „Wissen“ dass ich nicht so geliebt werden kann, wie ich bin. Das hat mir meine Großmutter jahrelang eingebleut. Wenn ich Anerkennung und Liebe haben will, muss ich mich anpassen. Das war jahrzehntelang sehr tief verankert in mir. Ich habe trotzdem beschlossen meinen eigenen Weg zu gehen, auch auf die Gefahr hin, keine Liebe zu finden.

Und dann geschah das „Wunder“ es kam ein Typ daher der mich „trotzdem“ liebte. Ja, genauso empfand ich es damals. Er liebte mich trotz allem. Er gab mir das Gefühl perfekt zu sein und deshalb zweifelte ich auch gar nicht daran, dass es mit uns nichts werden könnte…. Wenn man so viel Glück erfährt im Leben, dass man so geliebt wird wie man ist, dann ist das Schicksal. Dann gehört man zusammen. Wahrscheinlich war das eine sehr naive Sicht der Dinge. Weiterlesen

Lebensrückblick – Teil 3, 3. Jahrzehnt

Mauer mit Sprüngen und Verluste.

20 bis 30….

Meine „Freundin“ die mit mir in der WG wohnte steckte zuerst jedem Jungen der mir gefiel ihre Zunge in den Hals und lies mich dann mit Schulden sitzen. Mein erster und letzter Kontakt mit dem Gerichtsvollzieher!

Der erste Job entwickelte sich gut. Ich war viel unterwegs, reiste viel, machte viele unbezahlte Überstunden und bekam dafür Anerkennung und jedes Jahr eine Gehaltserhöhung. Ich fühlte mich wohl. Ich konnte zeigen dass ich gut bin.

Am Wochenende gab es immer noch Party. Zuerst bei mir in der Wohnung und dann ging es in die Stadt. Weiterlesen