Abnehmen

Eine Trennung und eine Erkrankung von jemand der mir nahe steht, hat mir 12 Kilo plus gebracht. Natürlich ist es ganz alleine meine Schuld dass ich mir die Kilos raufgefuttert habe. Ist halt meine Art. Emotionale Herausforderungen werden mit Nahrung beruhigt.

Und es hat mich schon länger gestört, also habe ich beschlossen die Naschereien wegzulassen. Was ich mehr oder weniger gut geschafft habe. Die Kilos wurden aber trotzdem nicht weniger.

Mir ist schon länger klar dass ich nur mit einer Ernährungsumstellung erfolgreich und dauerhaft abnehmen kann. Das Problem ist nur, ich kann nicht wirklich gut kochen. Und es interessiert mich auch nicht besonders. Dazu kommt die Macht der Gewohnheit. Es gibt Nahrungsmittel die schnell zubereitet und sehr kohlehydrathaltig sind. Wenn es schnell gehen muss, greife ich dann einfach nach denen. Weiterlesen

Einzelgänger

Ich bin in meinem Alltag sehr oft alleine unterwegs. Vor ca. 10 Jahren habe ich damit begonnen. Zuvor hatte ich immer gewartet dass jemand etwas mit mir macht, bis es mir zu blöd wurde. Es gab Dinge die ich machen wollte und niemand wollte mitkommen, also begann ich Dinge alleine zu tun. Anfangs war das etwas unangenehm, doch mit der Zeit lernte ich die Unabhängigkeit schätzen. Ich tat einfach wonach mir war. Jetzt sofort oder in ein paar Stunden.

Was ich anfangs gar nicht konnte war mich alleine in ein Lokal setzen und was trinken. Da kam ich mir extrem doof vor. Doch das ist auch schon lange vorbei…Und nachdem ich mir angewöhnt hatte Dinge alleine zu tun, kamen immer wieder Menschen die etwas mit mir unternehmen wollten. Nichts desto trotz liebe ich es mittlerweile in meinem Tempo und nach Lust und Laune etwas zu unternehmen. Nicht dass ich es nicht auch mit anderen kann, ich mag nur nicht IMMER. Weiterlesen

Abgespeichert

Im Laufe des Lebens lernen wir – hoffentlich – was uns guttut. Und wenn wir das herausgefunden haben, dann bleiben wir dabei. Wir kreieren unseren Alltag damit. Wem die Sauna guttut, geht regelmäßig dorthin. Oder massieren. Oder ins Kino. Oder in die Disco…..

Es gibt aber auch Dinge die tun einem in einer gewissen Lebensphase gut, doch nicht unbedingt dauerhaft. Wenn es mir richtig schlecht geht, meine Seele schmerzt, dann will ich alleine sein. Will zu Hause auf der Couch meinen Tränen freien Lauf lassen. Will mich in aller Ruhe wieder zusammenklauben und keine Kraft darauf verwenden müssen „zu funktionieren“. Wenn ich keine Kraft mehr habe, brauche ich keine Menschen. Dann brauche ich Sonne, ein gutes Buch, Schlaf, eine spannende Serie, einen Waldspaziergang,… Menschen fordern mich dann eher, auch wenn sie das nicht tun. „Ich bin für dich da“ ist schön, aber nicht das was ich brauche wenn ich ganz am Boden bin. Da brauche ich einfach meine Ruhe. Weiterlesen

Kartenlegen

Am Freitag habe ich eines meiner Geburtstagsgeschenke eingelöst. Ich war bei einer Kartenlegerin. Was zweifach interessant war. Erstens hat mir schon ewig niemand mehr die Karten gelegt und zweitens bin ich mit ihr vor 30 Jahren in die Schule gegangen!

Natürlich überlegte ich mir was ich wissen will. Wie schaut es jobmäßig aus und wie mit der Gesundheit für mich und diejenigen die einen Platz in meinem Herzen haben. Was mich nicht interessiert hat – Männer, Liebe, Beziehung. Gefühlsmäßig ist das Thema für mich gerade total durch und uninteressant.

Dann kam es doch ein wenig anders…. Weiterlesen

Veränderungen

Am Jahresende wird ja auch immer Resüme gezogen. Über das vergangene Jahr, manchmal auch Jahre. Dazu kam mein in Pension gehender Masseur und ein Zeitungsartikel. Darin stand – was ich eigentlich schon wusste, aber in den Gedächtnishintergrund gerückt war – dass sich die Zellen eines Menschen alle sieben Jahre erneuern. Mit Ausnahme der Herzzellen übrigens. Dies sei auch der Grund warum wir Menschen ca. alle sieben Jahre unsere Gewohnheiten ändern. Also nicht alle Gewohnheiten und nicht immer genau alle sieben Jahre, aber immerhin.

Ich bin ja ein Gewohnheitstier. Doch auch bei mir hat sich immer wieder etwas verändert. Wir Menschen verändern uns. Bewusst und unbewusst. Unser Kleidungsstil ändert sich. Unsere Essgewohnheiten. Wir hören auf zu rauchen. Wechseln unsere Jobs. Ziehen um. uvm. Weiterlesen

Sinn des Lebens

Ein paar von euch, die mich hier schon lange genug begleiten, wissen es ja schon. Zeit meines Lebens war ich immer auf der Suche nach dem Sinn meines Lebens. Als Jugendliche neigte ich zu einer depressiven Grundhaltung, da ich einfach keinen Sinn an meiner Existenz erkennen konnte. Ich war der Meinung dass es meiner Familie egal sei ob ich existiere oder nicht. Meine Beziehungen scheiterten immer wieder und meine Freundinnen sind mir in den Rücken gefallen. In meiner negativen Grundhaltung hatte ich keine Ahnung was diese Welt von mir wollte. Ich hatte keinen Mehrwert für die Welt oder die Gesellschaft.

Im Laufe der Zeit nahm ich es ein wenig leichter. Ich konnte den Sinn zwar immer noch nicht erkennen, aber ich versuchte trotzdem positiv ans Leben ranzugehen. Vielleicht würde ich es ja eines Tages herausfinden… Weiterlesen

Lücke

Wenn man einen Menschen in das eigene Leben und Herz lässt und er oder sie irgendwann verschwinden, dann hinterlassen sie eine Lücke. Eine unförmige, individuelle Lücke. Diese Lücke kann niemand anderer ausfüllen, einfach weil sie zu individuell ist. Wenn eine lustige Freundin plötzlich verschwindet, wird man niemand finden, der genau denselben Humor hat. Es wird niemand anderer diese Lücke ausfüllen können….

Diese Lücke schmerzt natürlich, doch ob man es will oder nicht, sie ist da. Die Lücke im Herzen kennt jeder. Und jeder hat seinen eigenen Weg mit Kummer umzugehen. Was mich aber noch viel mehr belastet, sind die Kleinigkeiten im Alltag, die plötzlich anders sind. Wenn man sich daran gewöhnt hat Dinge gemeinsam zu machen und plötzlich muss man es wieder alleine machen, auch wenn man das gar nicht will…..Diese vielen Kleinigkeiten machen mir das Leben unleidlich…. Weiterlesen