Das Jahr meines Lebens

Kronehit macht das jedes Jahr. Wenn man sich anmeldet, kann man „das Jahr meines Lebens“ gewinnen. Man bekommt ein Handy, sie zahlen die Miete, ein neues Auto undeine Kreditkarte die sich jedes Monat auflädt, einen Sommer- und einen Winterurlaub und noch ein paar andere Dinge. Die Fixkosten eines Jahres kann man so schön reduzieren. Jedes Jahr habe ich mitgespielt, gewonnen habe ich nie. Heuer habe ich mich dann gar nicht angemeldet.

Und trotzdem habe ich eines geschenkt bekommen…. Weiterlesen

Vernunft versus Verlangen

Natürlich wusste die kleine Seele was richtig und was falsch war. Sie wusste auch was ihr kurzfristig guttun würde und ihr langfristig nur schaden würde. Doch hin und wieder gibt es diese Momente, wo die kleine Seele nicht nur alleine ist, sondern sich auch einsam fühlt. Wenn sie krank ist oder erschöpft. Wenn der Körper mal wieder Migräne hat oder sich verausgabt hat.

Manchmal gibt es solche Momente, wo sie einfach nur in den Arm genommen werden will. Da ist sie verletzlich. Nicht bereit auf die Vernunft zu hören. Da will sie sich einfach nur anlehnen und sich wohl fühlen. Ist das wirklich so verwerflich? Wahrscheinlich schon. Deshalb hat sie sich in den letzten Monaten auch immer versteckt. Wenn es ihr schlecht ging und er für sie da sein wollte, hat sie sich zurückgezogen. Sich eingesperrt. Gesagt, es sei alles in Ordnung und es alleine durchgestanden. Wie schon ihr ganzes Leben. Weiterlesen

Straßenfest der nächste Versuch

Ich wohne jetzt seit 2 Jahren im Ort und war nun das dritte Mal auf dem Straßenfest. Und ich muss sagen, ja aller guten Dinge sind drei, hat sich mal wieder bewahrheitet!

Die ersten beiden Male war ich alleine. Und das kann nicht wirklich viel! Im ersten Jahr bin ich nur durchgeschlendert. Im Vorjahr bin ich zum Sonnwendfeuer gegangen. Im ersten Jahr habe ich sogar jemand kennen gelernt, aber so richtig lustig war es nicht. Voriges Jahr war dann ganz schlimm. Es war kalt und windig und ich kannte immer noch niemand. Weiterlesen

Spontankauf

Da lunger ich so rum in meinem Urlaub, versuche wieder nach vorne zu sehen und höre dass STOMP nach Wien kommt. Und da habe ich ganz spontan beschlossen, hin zu gehen. Und ich habe gleich gar niemand gefragt ob jemand mitkommen will. Wozu auch? Am Ende lande ich ja doch entweder alleine dort oder gehe dann nicht hin, weil ich genervt bin davon, dass niemand mitgehen will. Und so habe ich nur geschaut, wie ich die Karten vielleicht günstiger bekomme. Und ich habe 10% Ermäßigung rausgeschlagen, über meinen Pannendienst. Na bitte!

Am 17. 1. ist es dann so weit. Ich freue mich schon!

© Libellchen, 2015

Wenn das Jahr mit Tränen beginnt….

….kann es ja nur mehr besser werden, dachte die Seele und verdrückte noch ein Tränchen. Sie hasste ihren Geburtstag! Seit Jahrzehnten schafften es die Menschen sie an jenem Tag zu enttäuschen. In den letzten Jahren hat die Seele einiges gelernt, unter anderem, dass eine Enttäuschung einfach ein Ende einer Täuschung bedeutet. Und das passte diesmal perfekt! So viele Türen hatte sie schon geschlossen um nicht mehr enttäuscht zu werden, doch ein paar waren noch offen geblieben und von dieser Seite hatte sie keine Täuschungen erwartet – wie naiv war sie bloß noch immer?! Weiterlesen

Drehbuch der Liebe – Teil 13

Kapitel 3 – Kanada

Die Hütte lag im Nirgendwo. Von der Highwayabfahrt ging es 2 Stunden immer tiefer in das Gebirge rein. Die nächste Ortschaft war mit dem Auto eine halbe Stunde entfernt. Dort machten wir auch unseren letzten Zwischenstopp und kauften Vorräte ein. Angeblich sollte es in der Hütte Strom und fließendes Wasser geben, doch ich konnte nicht so recht daran glauben. Doch Aksel lachte mich nur aus, wenn ich meine Bedenken äußerte. Vielleicht wäre ich beruhigter gewesen, wenn er schon mal hier gewesen wäre. Doch ob dies so war, wusste ich leider nicht, da er jede diesbezügliche Frage einfach ignorierte. In der kleinen Ortschaft bekam ich die ersten Antworten.
„Aksel! Schön dich wieder hier zu haben! Ah. Du bist nicht alleine? Wieso bist du nicht alleine? Ich dachte deine Hütte sei dein kleines Geheimnis!“ Und sogleich wandte sich der Ladenbesitzer namens Jimmy mir zu
Ah, Madam, sie müssen etwas ganz besonderes sein, dass sie die heiligen Hallen unseres Aksels betreten dürfen!“ Ich fühlte mich irgendwie geehrt.
„Ich vertraue ihr!“ Aksel wirkte entspannt. Wie jemand der nach Hause kam. Und so wie es klang, war das mehr oder weniger sein zu Hause. Sein Zufluchtsort, wo er seine Ruhe vor der Zivilisation hatte. Weiterlesen