Das Jahr meines Lebens

Kronehit macht das jedes Jahr. Wenn man sich anmeldet, kann man „das Jahr meines Lebens“ gewinnen. Man bekommt ein Handy, sie zahlen die Miete, ein neues Auto undeine Kreditkarte die sich jedes Monat auflädt, einen Sommer- und einen Winterurlaub und noch ein paar andere Dinge. Die Fixkosten eines Jahres kann man so schön reduzieren. Jedes Jahr habe ich mitgespielt, gewonnen habe ich nie. Heuer habe ich mich dann gar nicht angemeldet.

Und trotzdem habe ich eines geschenkt bekommen…. Weiterlesen

Wenn der Kunde König ist!

Die erste Firma bei der ich gearbeitet habe, hat mich als Kunden über die Jahre behalten. Auch wenn keiner der Verkäufer mich noch kennt, fühle ich mich immer noch sehr wohl. Letztens habe ich in meiner „alten“ Filiale – bei deren Eröffnung ich damals dabei war – einen „alten“ Kollegen getroffen und über alte Zeiten geplaudert. Doch normalerweise bin ich ganz anonym unterwegs. Auch wenn ich genau weiß wo das Damenklo im Lager versteckt ist, wo der Filialleiter sein kleines Büro hat und welcher Kaffee am Besten im Kaffeeautomaten schmeckt.

Doch nun bin ich umgezogen. Und mir war klar, dass ich mir etwas überlegen musste, da ich spätestens im Herbst meine Winterreifen von Wiener Neustadt nach Wien bekommen muss. Natürlich dachte ich darüber nach, sie abzuholen und sie selbst umzulagern. So bin ich einfach. Auf die Idee es von der Firma machen zu lassen, bin ich überhaupt nicht gekommen. Bis mich vor 2 Wochen ein Verkäufer aus Wiener Neustadt anrief und meinte, sie haben an diesem Wochenende eine Aktion – Minus 20% auf alle Winterreifen – und er habe gesehen, dass ich neue brauchen würde. Eine Info die ich zwar bereits im Hinterkopf hatte, aber bisher erfolgreich verdrängt hatte! Weiterlesen

Kränklich

Kaum hat sich meine Wohnsituation verbessert, spielt plötzlich der Körper verrückt. Ich bin nicht wirklich krank, aber wirklich gesund bin ich auch nicht. Seit 2 Tagen belagere ich meine Toilette. Zuerst dachte ich, ich hätte was Falsches gegessen, aber das legt sich dann normalerweise nach einem Tag. Mittlerweile glaube ich, ich habe mich verkühlt. Ich fühle mich schlapp und ausgelaugt. Aber vielleicht ist es auch einfach nur der nachlassende Druck.

Ich hatte mich schon mal vor ein paar Wochen mies gefühlt, doch damals hatte ich keine Zeit zum krank sein. Da war ich gerade mittendrin in Nachmietersuche und Möbellieferung. Also bat ich meinen Körper durchzuhalten. Offensichtlich hat er gehört. 2 Tage muss er trotzdem noch durchhalten. Ich habe am Montag 4 Termine und am Dienstag 1. Die sollte ich noch erledigen, dann darf ich von mir aus krank werden. Weiterlesen

Emotionaler Mistkübel

oder auch Therapieplatz. Das sind die Begriffe die ich selbst in Hinblick auf meinen Blog benutze. Es gab in meinem Leben eine relativ lange Zeitspanne, wo ich zu Depressionen neigte. Ob ich tatsächlich depressiv war, kann ich nicht sagen, da ich mir keine Hilfe gesucht hatte und somit keine offizielle Diagnose hatte.

Ich fühlte mich überflüssig, ungeliebt, wertlos. Wusste nicht welchen Sinn meine Existenz auf Erden hatte und dachte darüber nach, warum ich mir das eigentlich gebe. Also das Leben. Nein, ich dachte nie ernsthaft über Selbstmord nach, doch da ich nicht wusste was ich auf dieser Welt sollte, ging ich auch nicht sehr sorgsam mit meiner Gesundheit um. Ich trank sehr viel, fuhr betrunken mit dem Auto, oder fuhr mit Betrunkenen mit, und meine Freunde hatten durchwegs ein Drogenproblem. Damals legte ich mein Leben in die Hand des Schicksals – und überlebte. Weiterlesen