Band of Brothers – Steven Spielberg und Tom Hanks

Was für eine Serie! 14 Jahre habe ich gebraucht, sie endlich zu sehen. Wobei ich noch nicht so lange weiß, dass es die Serie gibt. Seit zirka 5 Jahren will ich sie mir anschauen, doch ich kam irgendwie nie dazu. Letztens habe ich dann die gesamte Serie in einer Aktion gesehen und habe zugeschlagen. Und ich bin schwer begeistert. Nicht falsch verstehen bitte, die Serie ist nicht nett, leicht oder harmlos. Im Gegenteil. Wer „Den Soldat James Ryan“ kennt, weiß in etwa was einem in der Serie erwartet.

Es geht um die „Easy“ Company. Eine Fallschrimspringereinheit der Amerikaner die am D-Day in der Normandie hinter den feindlichen Linien abgesprungen sind. Da die Flugzeuge beschossen worden sind, verstreuten sie sich und landeten nicht dort wo erwartet. Manche kamen so ohne Waffe im Feindesland an und hatten zudem oftmals noch nicht mal eine Ahnung wo genau sie sind. Die „Easy“ Company der Airborne ist eine sogenannte Eliteeinheit. Nur die Besten haben es in diese Einheit geschafft und kaum im Kampfeinsatz haben sie extrem hohe Verluste. Weiterlesen

Flucht 2.0

Immer wieder kommen mir Kommentare unter wo Menschen die Situation im 2. Weltkrieg mit den heutigen Flüchtlingsströmen vergleichen. So nach dem Motto meine Großeltern sind auch nicht geflohen, die haben sich im Keller versteckt und abgewartet bis die Bombenabwürfe vorbei waren. Die sind nicht einfach so geflohen! Und da stellt sich mir schon die Frage ob diese Menschen ernsthaft 1939 bis 1945 mit heute vergleichen wollen?

Die erste Frage die sich mir bei solchen Postings immer stellt ist, welche Bomben waren das? In welchem Stadium des Krieges war das? In welchem Land? Dazu gibt es natürlich keine Antworten. Die Großmütter könnten Anfang des Krieges in Polen gesessen sein, oder auch Ende des Krieges in Deutschland oder Österreich. Oder ganz wo anders…

Nehmen wir mal 1 Beispiel raus. Es gibt ja nicht nur den Krieg in Syrien. Und die Flüchtlinge kommen auch nicht nur aus Syrien. Doch mal als einfachstes Beispiel. 2. Weltkrieg in Österreich gegen Syrien heute.

Dann wäre die IS gleichzusetzen mit den Nazis. Und die Flüchtlinge gleichzusetzen mit den Juden. Und so weit ich die Geschichte kenne, sind die Juden geflohen, genauso wie es die Syrer jetzt tun. Für mich stellt sich also die Frage, warum sind die Großmütter damals nicht geflohen? Um nach dem Krieg das Land wieder aufzubauen? Oder vielmehr weil sie nicht wussten wohin…? Das alles wird in solchen Postings nicht erläutert. Es wird nur gegen die „Scheiß Asylanten“ gehetzt und die armen Omas dagegengesetzt.

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GIS Gebühren

Lange Jahre habe ich die Gebühren für nichts bezahlt. Ich sehe nicht ORF und ich höre nicht Ö1, 2 od. 3. Aber es hilft ja nichts. Bist du in Österreich im Besitz eines Radio oder Fernsehers, hast du GIS zu bezahlen. Als Sparmeister hat mich das immer genervt. Ich bezahle gerne für Leistung, aber für etwas zu zahlen, was ich nicht nutze, stört mich einfach.

Dann habe ich meine Sender sortiert und dabei habe ich ORF III entdeckt. Und endlich habe ich auch einen Nutzen von den bezahlten Gebühren. Was ist ORF III? Ein Kunst – nicht so meins, Kultur – auch nur bedingt meins und Geschichtesender. Und Geschichte ist genau meines. Und so habe ich letzte Woche 2 Dokumentationen gesehen. Über Adolf Speer und den 2. Weltkrieg und über Lenin und Stalin und den ersten Weltkrieg. Und bei der zweiten Doku saß ich da und dachte nur „Sch… jetzt muss ich Anna Karenina nochmal lesen!!!!“ Wie komme ich darauf? Ich habe versucht Anna Karenina vor 2 Jahren im Sommer zu lesen. Und obwohl es langer, schöner Sommer war, schaffte ich es einfach nicht.

Der Teil mit den Bauern interessierte mich einfach nicht. Was ich damals nicht kannte war die Geschichte der Bauern unter Lenin. Vieles in der Doku kam mir bekannt vor – aus Anna Karenina. Sogar der Name Kandinsky war mir von dort bekannt. Ach Mist. Das Buch ist sooooo langatmig. Dabei war Tolstoi zu der Zeit von der die Doku handelte bereits tot, offensichtlich haben die russischen Bauern einen sehr langen Kampf um ihren Grund geführt….

Naja, das mit Anna Karenina überlege ich mir noch, aber über den Sender ORF III freue ich mich. Sehr viele geschichtliche Dokumentationen. Endlich bekomme ich auch was für mein Geld…

© Libellchen, 2014

Im Sonnenschein dem Grauen begegnet

Die letzten Wochen war das Wetter nicht sehr sonnig. Es war zwar hin und wieder warm, doch die Sonne ließ sich nur selten blicken. Doch wenn sie es tat, schnappte ich mir ein Buch und setzte mich auf den Balkon. Sonne tanken war das Ziel. Und Sonnenschein brauchte ich auch, dass er mich wärmte. Denn was ich in dem Buch las, lies mich frösteln. Es war eine Leihgabe. Da ich in letzter Zeit viel über den 2. Weltkrieg gelesen hatte, hatte es mir ein geschichtsinteressierter Freund ausgeliehen. Allerdings mit dem Hinweis versehen, „Das wirst du langsam lesen müssen.“

Für meine Verhältnisse hatte ich tatsächlich lange gebraucht für die 280 Seiten, andererseits hatte ich es auch ein wenig verschlungen. Nicht weil es so toll war was ich las, sondern so ehrlich. Es ist ein Buch geschrieben aus der Sicht eines deutschen Scharfschützen, der nichts am Hut hatte mit der Naziideologie. Der jedoch 1943 eingezogen wurde und an die Ostfront geschickt wurde. Dort lernte er zu kämpfen und zu überleben. Weiterlesen