Irgendwer wird es schon machen!

Und ich bin es nicht mehr!

Diese Woche ereilte mich ein Anruf einer Bekannten. Sie wusste bereits dass ich bei einer anderen Dienststelle bin, brauchte aber eine Telefonnumer. Kurt hatte seine Arbeit nicht gemacht und war nicht erreichbar. Also gab ich ihr Margits Nummer. Ich warnte sie aber auch gleich vor, dass sich Margit sicher nicht zuständig fühlen wird….

Am Tag darauf rief mich mein Ex-Chef an. Ob ich wüsste, dass ich noch eine bestimmte SAP-Rolle habe, als Vertretung von Kurt. Klar wusste ich es, es interessierte mich aber nicht. Ich hatte diese Rolle noch nie gebraucht und somit auch bei der Übergabe komplett darauf vergessen. Erst vor zwei Wochen hatte ich zufällig gesehen, dass ich sie noch hatte. Bloß es interessierte mich nicht! Weiterlesen

Ich bin nicht käuflich

€ 260,— brutto, sind € 200,– netto. Nach einem Detailstudium habe ich es dann doch noch verstanden. Ich will euch nicht langweilen. Fakt ist, ich verdiene ab sofort € 200,– netto weniger. Erstmal.

Das ist nicht nett, aber auch kein Beinbruch. Mein Bausparer ist im April ausgelaufen = € 100,– Fixkosten weniger. Ein paar Klamotten weniger kaufen, Frisör nicht alle zwei Monate, sondern nur alle drei Monate und schon geht es sich wieder aus. Mit, mich selbst einschränken, kenne ich mich aus! Ich kann noch mit weit weniger Geld leben!

Natürlich war es erstmal ein Schock. Wer rechnet schon mit dem Verhältnis…. Ich hatte mit maximal € 130,– weniger gerechnet… Weiterlesen

Wichtige Retter

Letzte hatte ich ja schon ein wenig über Retter die zu Täter werden geschrieben. Eine Variante lebt Mrs. Wichtig in meiner neuen Dienststelle.

Sie will helfen. Sich kümmern. Die Abteilung retten! Alle koordinieren. Alles in Ordnung bringen. Blöderweise auch Dinge die gar nicht in Unordnung waren, bevor sie sich ihrer angenommen hatte! Achja, die Abteilung muss auch nicht gerettet werden.

Was war passiert. Nun, kurz gesagt, sie ist an mich geraten. Leider immer noch kein Opfer….

Wir haben kurzfristig eine Ferialpraktikantin bekommen. Und sie hat den Auftrag bekommen, das junge Ding zu beschäftigen. Am ersten Tag war noch meine Freundin im Büro, doch spätestens am Donnerstag tat sich für sie ein Problem auf, das sie versuchte zu lösen! Und zwar folgendermaßen… Weiterlesen

Heurigenbesuch

Am Donnerstag war ich dienstlich beim Heurigen! Gratisessen, ein paar Leute kennen gelernt und ein wenig genetzwerkt!

Ganz wichtig war die An- und Abreise mit Mrs. Wichtig. Schön langsam gewöhnen wir uns aneinander. Ich pass auf wie ich was sage und sie freut sich, weil ich bei jeder Frage zu ihr komme! Morgens gibt es jetzt regelmäßig einen Kaffeeplausch und beim Heurigen waren wir auch gemeinsam. Wir sind gemütlich mit Öffis angereist und hatten einen netten Abend. Vor allem das Essen war üppig und lecker.

Bei der Heimreise fuhren wir den überwiegenden Teil gemeinsam, aber das letzte Stück war ich alleine. Und ab der vorletzten Station hatte ich einen kompletten U-Bahn-Waggon für mich alleine. Das war dann noch ein wenig ein mulmiges Gefühl… Weiterlesen

Wohlfühlen

Noch steht das offizielle Gespräch aus, doch ich denke wir sind uns einig. Ich werde bleiben wo ich bin!

Diese Woche steht ganz im Sinne der Fortbildung. Mein Chef hält einen Vortrag und ich bin Gasthörerin. Als ich im Hörsaal ankam wurde ich durch zwei Bekannte Gesichter überrascht. Ich weiß nicht, warum ich nicht damit gerechnet hatte, aber Mitarbeiter meiner alten Dienststelle sind offenbar überall! Allerdings hatten die zwei nicht mitbekommen, dass ich bereits wo anders untergekommen bin und so waren sie sehr überrascht mich zu sehen. Ich wiederum war sehr überrascht die Folie mit der Abteilungsstruktur zu sehen, wo mein Name als Selbstverständlichkeit angeführt war.

Und so bilde ich mich fort, ohne Angst haben zu müssen, dass mir das mal als Zeichen meiner Inkompetenz vorgehalten wird!

Vorige Woche hat mich am Gang im Büro einer der wichtigsten Personalchefs aufgehalten. Ich kannte ihn bisher nur vom Namen her… Mr. Wichtig hatte ihn mal erwähnt und sich abfällig geäußert. Jetzt weiß ich warum! Der Mann ich nett und charmant und wirklich wichtig. Der muss ihm natürlich ein Dorn im Auge sein. Er plauderte ein wenig mit mir, fragte wo ich herkomme und wo ich jetzt arbeite und hieß mich „am Gang“ willkommen!

Nach 13 Jahren Kampf, viel Überheblichkeit und Arroganz bin ich so viel Nettigkeiten gar nicht mehr gewöhnt!

Schön!

© Libellchen, 2017

Erster Auftrag erledigt

Nach einer gemütlichen Eingewöhnungsphase habe ich vorige Woche meinen ersten Auftrag erhalten. Der Chef gab den Rahmen vor, aber keine Details. Es ging darum Rechnungshofberichte auf Relevanz für unsere Abteilung zu durchforsten und dann die entsprechenden Stellen in einer Tabelle zusammenzufassen.

Das mit der Tabelle haute aber nicht so hin. Jeder der schon mal einen Rechnungshofbericht in der Hand hatte weiß, die sind sehr umfangreich. Da werden Inhalte in ganzen Absätzen erklärt. Nicht das richtige Format also für Tabellen. Also begann ich mal einfach die Inhalte in ein Word-Dokument zu kopieren und dabei markierte ich auch gleich die relevanten Stellen. War zwar nicht konkret der Auftrag, aber was solls. Weiterlesen

Blick hinter die Kulisse

Nach eineinhalb Wochen habe ich schon ein wenig eine Idee von meinen neuen Kollegen bekommen. Und eines weiß ich, mit meinen alten können sie nicht mithalten. Sie haben zwar auch ein paar Eigenheiten – habe ich ja auch – aber nichts womit ich Probleme bekommen werde. Obwohl. Eine Kollegin nervt schon ein wenig. Sie ist zwar sehr nett, aber sie ist auch sehr wichtig! Andererseits ist sie nicht mein Problem sondern wenn, dann das von unserem Chef. Ich habe ja ein arbeitsunabhängiges Aufgabengebiet von ihr. Von daher kann sie sich ruhig wichtig machen neben mir….

Klassisch war der Geschirrspüler letzte Woche. Als ich in der Früh als erste kam und das vorletzte Kaffeehäferl aus dem Kasten nahm, beschloss ich den Geschirrspüler anzuwerfen. Was sie auch durchaus positiv anmerkte. Irgendwann war er fertig und ich machte ihn auf zum Dampf ablassen. Wieder ein wenig später begann ich das Geschirr auszuräumen. Wo sie plötzlich der Eifer packte und sie mir half. Dabei war sie total hektisch, dabei haben wir dort nicht gerade den Stressjob! Und natürlich kam gerade da unser Chef dazu. Sie meinte dann auch zu ihm „Gleich kannst du her“ und riss damit die Arbeit irgendwie an sich… Ich wurde zur Hilfskraft degradiert. Was mir aber egal ist. Bei uns ist Teamwork wichtig. Ob ich jetzt die Initiative ergriffen habe oder nur geholfen habe, ist total egal. Doch nicht für sie. Wie gesagt sie ist ein wenig wichtig. Was zum Problem werden könnte. Weiterlesen