Kaffee und Kuchen

Manche Leute werde ich einfach nie verstehen….

Bei uns im Büro gibt es zum Geburtstag – wenn das Geburtstagskind feiert – ein kleines Geschenk. Jeder gibt einen Euro her und wir versuchen dann mit € 10,– ein passendes Geschenk zu finden – was viel Kreativität braucht!

Vor kurzem hatte mein Kollege Geburtstag. Nachdem er aus seinem Kurzurlaub retour war, lud er alle zu seiner Fete Mitte März ein. Nach der Einladung machte ich mich auf den Weg zum Geld einsammeln.

Bei der Vorzimmerdame wurde ich dann gleich mal in eine Diskussion verstrickt. Sie sehe nicht ganz ein warum sie für Kaffee und Kuchen etwas hergeben soll. Zur Erinnerung wir reden von € 1,–. Ihr Argument – Wenn sie Kuchen mitbringt, dann bekommt sie ja auch kein Geschenk! Weiterlesen

Freiwillige vor!

Wir haben mal wieder ein Event wo zwei Mitarbeiter meiner neuen Dienststelle teilnehmen müssen. Die letzten zwei Mal traf es mich. Beim letzten Mal kommunizierte ich klar, dass ich jetzt dann mal aus dem Spiel bin.

Diese Woche kam die Vorzimmerdame trotzdem zu meinem Kollegen und mir und erklärte, wir seien zwei von den einzigen drei verfügbaren.

Ich: Ich war die beiden letzten Male.

Sie: Aber ausser euch drei hat keiner Zeit!

Ich: Wer ist der dritte und was ist mit den anderen? Weiterlesen

Chef ist Chef!

Ich war mal wieder auf Fortbildung und der Vortragende kennt meinen Chef ganz gut, weil der auch ausbildet. Am Ende der zwei Tage hat dann der Vortragende angekündigt, dass im nächsten Modul auch mein Chef für ein paar Stunden vorbeikommen wird und er sagte „Da kommt dann auch der Kollege von Fr. Libellchen!“ und ich „Chef!“

Ich finde einfach – bei aller Teamarbeit – es muss einen Verantwortlichen geben. Das war meine Meinung und Erfahrung als ich Bereichsleiterin war und das ist meine Meinung jetzt wo ich eine „einfache“ Mitarbeiterin bin! Weiterlesen

Teamwork

Ich muss mir echt was einfallen lassen im Büro…. In meiner alten Dienststelle war ich Vorgesetzte und somit für alles allein verantwortlich. Wenn die Mitarbeiter nicht machten was sie sollten, war es an mir, die Aufgabe umzusetzen. Jetzt bin ich Mitarbeiterin in einem Team, wo Teamwork groß geschrieben wird! Von Anfang an wurde mir das erzählt! Wir machen alles im Team! Wir helfen einander. Fakt ist, das gilt offenbar nur wenn die anderen etwas brauchen!

Mrs. Wichtig legt sehr viel wert auf Teamarbeit – wenn sie einen Auftrag bekommt. Ansonsten ist sie immer dabei, Arbeit auf mich abzuwälzen. Für mich heisst Teamarbeit, wir erledigen Dinge gemeinsam. Für mich heisst Teamarbeit nicht, ich mache es statt ihr! Das kleinere Problem habe ich damit, dass ich mir etwas aufs Auge drücken lasse. Ich habe dann zwar ein schlechtes Gewissen, aber zumindest nehme ich die Arbeit nicht an. Was anderes ist es, wenn ich sie um Hilfe ersuche. Dann findet sie das entweder lächerlich, lustig oder reagiert einfach gar nicht. Weiterlesen

News

In letzter Zeit erreichen mich wieder vermehrt News von meiner alten Dienststelle. Die Leute erzählen mir Dinge und dann kommt oftmals der Nachsatz „Ich will dich damit aber nicht nerven“. Als mir dass das letzte Mal passiert ist, wurde mir etwas klar. Es interessiert mich nicht, nervt mich aber auch nicht.

Kennt ihr das wenn ihr eine Lieblingsserie habt und plötzlich bei Staffel 5 ändert sich etwas und ihr verliert das Interesse an der Serie? So ist es mit meiner alten Dienststelle. Ein wenig Nostalgie kommt auf, aber nur sehr wenig. Viel mehr überwiegt Dankbarkeit dass ich dort nicht mehr mitmachen muss. Ich habe nun den Blick von außen und sehe sehr vieles anders. Das ist ja total normal. Mit ein wenig Abstand verändert sich auch der Blickwinkel. Weiterlesen

Kunigunde

Ich habe euch versprochen euch meine anstrengende Kollegin vorzustellen und ich muss sagen die erste Herausforderung war ein Synonym zu finden. Es gibt Namen die verbinde ich mit einem Gefühl. Positiv oder negativ. Doch mir fiel keine Frau ein die auch nur annähernd dem Gefühl nahe kam, welches ich für diese Frau empfinde! Am nähesten dran ist da noch meine Großmutter, aber auch nicht wirklich. Es war einfach nicht stimmig. Also suchte ich einen alten Namen raus, da sie auf mich manchmal wie aus der Welt gefallen scheint….

Normalerweise sehe ich Kunigunde gar nicht, was mir aber auch sehr recht ist! Sie ist nicht nur eine andere Generation – gut damit hätte ich ja genug Erfahrung – sie ist auch total in ihrer eigenen Welt gefangen. Und in ihrem Kopf muss es sehr düster aussehen. Ihr Leben besteht offenbar nur aus zwei Farben – schwarz und weiß. Sie hat mir noch nichts erzählt, dem ich auch nur ansatzweise folgen kann oder will! Sie ist das geborene Opfer und zwar in der stärksten Ausprägung die mir jemals untergekommen ist!

Und sie ist total unempfindlich gegen negative Schwingungen. Wenn du ihr heute drüber fährst, sie stehen lässt, ihr erklärst dass sie dich nervt,…. Sie steht am nächsten Tag wieder da und redet wieder mit dir, als wäre nichts gewesen. Wobei ich schon versuche sie nicht zu sehr abzuschasseln, schließlich habe ich Respekt vor dem Alter, aber manchmal treibt sie mich über meine Grenzen. Meistens lasse ich sie dann einfach stehen und gehe. Und ich bin nicht die einzige. Alle meiden sie wo es nur geht.

Anfangs hatte ich eher Mitleid mit ihr. Sie ist ein armes Hascherl dass sich zuerst von ihrem Mann und nun von ihrem Sohn unterdrücken lässt. Gut, das ist ihre Sache. Ihre Ansichten sind aber für jede Feministin schmerzhaft! Das kannst du dir einfach nicht anhören. Genauso wenig wir ihre Männerfeindlichkeit. Männer sind ja grundsätzlich an allem Schuld. Als sie das letztens beim Essen kommunizierte ist mein Kollege einfach aufgestanden und gegangen. Gut, kann ich auch verstehen!

Als wir bei einer Feier darüber sprachen was bei einem Blackout gut wäre zu Hause zu haben, hat sie uns erklärt „Ich will gar keine Lebensmittel vorrätig haben, sonst kommen meine Nachbarn und rauben mich aus.“ Ich glaube manchmal, sie besitzt gar kein Glas… (Es ist also weder halb voll, noch halb leer, sondern gar nicht vorhanden). Als wir Schneegestöber in Wien hatten, erklärte sie mir, sie dürfe laut ihrem Sohn keinen Trockner besitzen und müsse ihre Wäsche am Balkon trocknen. Als ich mal nachhakte – obwohl ich es eh schon wusste – wem denn die Wohnung gehören würde, kam nur ein „Niemanden, ist eine Mietwohnung“. Doch ich lies nicht locker „Und wer zahlt die Miete?“ Natürlich zahlt die sie. Ihr Sohn schnorrt sich mit 25plus immer noch durch und trägt nichts bei, schafft aber mit ihr an. Ich beendete das Gespräch dann mit „Wenn ich die Miete zahle, ist es meine Wohnung und wenn ich einen Trockner will, dann lege ich mir auch einen zu!“

Wie gesagt, sie lässt sich unterdrücken. Ist mir grundsätzlich wurscht. Ist ihr Leben und ich bin kein Retter. Doch wenn sie es mir dauernd ungefragt erzählt, dann entzieht sie mir mit ihren Blödheiten meine Energie. Weshalb ich ihr aus dem Weg gehe. Mein Kollege wiederum lässt sie prinzipell stehen oder ignoriert sie. Das fand ich anfangs extrem heftig, verstehe ich mittlerweile aber! Jedes Mal wenn sie den Mund aufmacht, bin ich versucht ihr zu widersprechen. Ganz toll finde ich immer wenn ich etwas erzähle und sie dann ihren Senf dazu gibt. Vorzugsweise mit der Formulierung „Nein, das war….“. Ja bitte, erzähle mir meine Geschichte wo ich dabei war und du nicht! Dazu kommt, dass sie glaubt dass sie die Beste ist! Was ich jetzt nicht beurteilen kann, da ich dienstlich mit ihr gar nichts zu tun habe. Ich weiß nur dass sie bei unserem Auftrag für den Oberboss, als der Kollege sie zu meiner Unterstützung schicken wollte, sie sich verweigert hat. Also Teamplayer ist sie definitiv nicht, was mir aber ganz recht war. Die hätte uns wahrscheinlich nur aufgehalten! Sie mag gut sein, schnell ist sie aber definitiv nicht!

Tja, das ist unsere Kunigunde. Kurz vor der Pension, will sie aber nicht gehen, da man in der Pension sowieso verblödet. Sie wird bis zum letzten Tag da sein und sich danach einen Job in der Privatwirtschaft suchen. Würde mich nur interessieren, was sie sich vorstellt, wer ihre Expertise brauchen kann? Nein, eigentlich doch nicht…..

© Libellchen, 2017

Ein ganz anderer Tag

Der Donnerstag war so ganz anders als geplant und gedacht…

Als ich erwachte war alles weiß und mein Auto eingeschneit. Da ich meine Schneebürste noch im Keller hatte, musste ich erstmal die Sachen (Handtasche und Sportsachen) im Auto abstellen, dann mal in den Keller und danach Auto abkehren.

Im Büro überraschte mich dann mein Kollege mit seiner neuen Freundin die uns besuchte.

Danach stellte ich das Protokoll von Dienstag fertig und freute mich mal eine Runde. Weiterlesen