Burg Klammstein und Sagenweg

Am Sonntag hatten wir ja frei, keine einzige Behandlung am Plan. Und wir hatten sowieso immer die Möglichkeit uns vom Essen abzumelden. Wir mussten uns nur in der Früh in eine Liste eintragen und schon konnten wir dem Essen fernbleiben.

Am ersten Sonntag nutzte ich die Möglichkeit das erste Mal. Ich meldete mich ab und fuhr zur Burg Klammstein am Eingang zum Gasteinertal. Ich hatte gelesen dass sie Sonntags um 11 Uhr eine Führung anbieten. Irgendwo hatte ich auch gelesen dass sie stündlich eine Führung anbieten, aber da ich mir nicht sicher war, fuhr ich so dass ich um 10 Uhr 30 vor Ort war. Ich parkte am Fuße der Burg und ging nach oben. Die Burg ist in privater Hand und total lieb hergerichtet. Da ich früh dran war trank ich noch etwas und wartete auf die Führung. Weiterlesen

Behandlungen aktiv

Die waren teilweise schon sehr anstrend, brachten aber auch am meisten!

Sensomotorik-Krafttraining: Als ich das auf meinem Plan las, hatte ich gar keine Ahnung was sie von mir wollen könnten. Doch sie erklärten es uns gleich mal. Und zwar der Chef persönlich. Also der Chef der Therapeuten. Ein unausprechlicher Name, wir nannten ihn nur den Herrn Magister. Der Herr Magister war nett, aber auch streng. Er holte echt das letzte aus uns raus, mit ganz kleinen Bewegungen! Die Sensomotorik spricht die ganz kleinen Muskeln im Rücken an die normalerweise nicht belastet werden, dementsprechend schwer taten wir uns auch alle! Wir begannen damit auf einem Bein zu stehen. Und das in der Luft wurde nicht nach hinten abgewinkelt sondern nach vorne ausgestreckt. Klingt einfach, ist es nicht. Bei mir wurde wieder meine Asymetrie offensichtlich. Auf dem linken Fuß stand ich total fest, am rechten war ich am zittern. Dann kamen auch noch Bälle dazu die wir werfen sollten während wir auf einem Bein standen und zu guter Letzt kamen dann auch noch Drehungen dazu. Also auf ein Bein stellen, nach rechts drehen, Ball werfen und fangen, zur Mitte drehen, nach links drehen, Ball werfen und fangen, wieder zur Mitte drehen und dann Bein wechseln. Eine unmögliche Aufgabe! Am Anfang! Weiterlesen

Achenweg nach Bad Hofgastein

Und weil wir doch sehr viele passive Behandlungen hatten und am Wochenende das Wetter ausgesprochen schön war, machte ich mich auf die Gegend zu erkunden. Meine Sitznachbarn bei Tisch – das Pärchen – hätte mich zwar zu ihren Wanderungen mitgenommen, doch das ging mir alles zu schnell. Die sprachen von Wegen die ich nicht kannte und nicht einschätzen konnte ob ich das körperlich schaffe. Ich hatte ja schon Probleme in den Ort rauf zu gehen, eine fünfstündige Wanderung mit Menschen wo ich nicht wusste wie fit sie waren, wollte ich mir nicht antun. Das klang nach Stress für mich und das wollte ich nicht. Doch sie halfen mir trotzdem sehr indem sie mir erzählten wo ich gehen könne! Ihr erster Tipp war der Achenweg nach Bad Hofgastein. Sie beschrieb mir genau wo ich starten musste und er erklärte mir genau wie ich wieder retour kam, nämlich mit dem Bus. Weiterlesen

Behandlungen passiv

Diese Behandlungen waren toll. Da musste man nichts weiter machen als erscheinen!

Moor: Bei meiner ersten Moorbehandlung hatte ich noch Unterwäsche unter dem Bademantel an. Ich wollte nicht nackt ins Nachbargebäude gehen. Das gewöhnte ich mir aber rasch ab. Ins Moor geht man nun mal nackt. Obwohl wir nicht wirklich ins Moor gingen. Wir bekamen Moorpackungen dort hingepackt wo es schmerzte. Bei mir war das der Rücken – oben und unten. Also bekam ich zwei Packungen und wurde warm eingewickelt. Dann senkte sie irgendwie das Bett auf dem wir lagen und so war es als lägen wir in einem weichen, extrem warmen Bett. Natürlich liesen die Schnarchgeräusche nicht lange auf sich warten. 15 Minuten Powernap sollen ja sehr gesund sein. Ich lies in diesen 15 Minuten meine Gedanken schweifen und döste ein wenig vor mich hin.

Teilmassage: Leider nur 12 Minuten dafür sechs Mal in drei Wochen! Meine Masseurin war eine total Liebe und so plauderten wir jedes Mal miteinander während sie sich meiner Verspannungen annahm – die ich mir auch teilweise bei den aktiven Behandlungen geholt hatte! Sie überredete mich zu meinem einzigen verschieben einer Behandlung. Andere waren dauernd am verschieben, aber ich genoß die Pausen dazwischen auch sehr. Und wie mir meine Masseurin bestätigte dachten sie sich bei der Planerstellung auch etwas. Die Pausen waren sehr wohl gewollt. Und manche Behandlungen vertrugen sich unmittelbar hintereinander nun mal nicht. An einem Tag hatte ich aber vor neun Uhr drei Behandlungen und Frühstück gab es nur bis neun. Ich hätte also zwischen Teilmassage und Mikrowelle bzw. zwischen Mikrowelle und Heilgymnastik schnell frühstücken müssen. Da die Mikrowelle ganz in der Nähe meiner Masseurin war, schickte sie mich direkt dort vorbei und ich kam auch gleich dran. So konnte ich dann in Ruhe frühstücken! Weiterlesen

Bad Gastein

Dass ich Bad Gastein gewählt habe war einzig und alleine mein Bauchgefühl. Meine Ärztin schlug mir vier vor und ich wählte Bad Gastein. Ohne zu wissen was ihre Schwerpunkte sind und wo es eigentlich genau liegt…..Also klar war dass sie sich um den Stützapparat kümmern, aber mehr wusste ich nicht.

Dabei gibt es vieles zu wissen! Gleich in der Nähe von meiner Heilanstalt gibt es den „berühmten“ Heilstollen. Und das Geheimnis heisst Radon. Ein radioaktives Gas dass seit über 400 Jahren in Bad Gastein als Kurmittel verwendet wird. Also hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir das vielleicht nochmal überlegt, aber so badete ich halt drei Wochen in einem radioaktiven Gas und glaubte dass es hilft – also wird es helfen! In den Heilstollen kam ich nicht, denn dazu bin ich nicht krank genug. Nur die ganz schweren Fälle fahren täglich in den Heilstollen. Ehrlich gesagt hätte ich dort auch nicht hingewollt. Heiß und eng, könnte für meinen Kreislauf gefährlich werden. Ich schlief so schon nach jeder Radon Behandlung ein, egal wie spät es war…. Weiterlesen

Kur-Ziele

Als ich über meine ganz persönlichen Kurziele nachgedacht habe, habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, dass andere Menschen vielleicht andere Ziele verfolgen könnten als ich. Was mich aber auch nicht gestört hätte, hätte ich darüber nachgedacht. Ich bin ja sehr tolerant und lasse immer alle so sein, wie sind. Allerdings ist das ja nicht auch umgekehrt so…..

Fangen wir mal mit meinen Zielen an:

  1. Behandlung meiner Problemstellen am Rücken damit es mir danach besser geht als vorher!
  2. Tipps und Tricks für die Zeit danach mitnehmen, falls ich mal wieder Probleme habe!
  3. Abnehmen – drei Wochen weg von zu Hause fand ich einen gute Gelegenheit um aus meinem Naschtrott auszubrechen!
  4. Gegend erkunden, Wanderschuhe und -stecken waren im Gepäck. Man kann also von Vorsatz sprechen!
  5. Lesen – vier Bücher wurden mitgenommen, eines kam wieder mit retour, die drei gelesenen landeten vor Ort bei einer Büchertauschstelle – ja ich finde die immer und überall!
  6. Mich erholen und es mir gut gehen lassen!

Mit diesen ganz persönlichen Zielen fuhr ich auf Kur! Und ich bzw. die Therapeuten haben alle Ziele erfüllt! Weiterlesen

Wieder da!

So schnell kann es gehen und schon bin ich wieder von der Kur retour!

Ich kann euch sagen, dass ist eine tolle Einrichtung. Kann ich nur jedem empfehlen! Drei Wochen lang ging es nur um die Wehwechen meines Körpers und darum ihn wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Er war es nämlich nicht….

Zusätzlich war ich noch in einer Wandergegend und wir hatten sehr viel, sehr schönes Wetter.

Ich war alles in allem sehr zufrieden und werde sicher wieder gehen, wenn ich eine Kur bewilligt bekomme. Wobei das Bundesland Salzburg sich auch als tolles Urlaubsland anbietet!

Gestartet ist meine Kur am Mittwoch 27.3.19 um 6 Uhr morgens. Da ich vier Stunden Anreise hatte, ging es zeitig los. Ich sollte schließlich bis 10 Uhr 30 vor Ort sein. Der Tag begann also mit einer Koffer und Taschen Schlepperei. Ich hatte wirklich alles mitgenommen was mir eingefallen war, bei den Klamotten hätte die Hälfte auch gereicht, dafür hätte ich die doppelte Anzahl an Sport-BH und Sport-Shirts gebraucht! Weiterlesen