Der längste Tag…

Der Samstag begann um 6 Uhr mit einer verstopften Nase. Der Wecker hätte mich erst um 7 Uhr geweckt, meine Nase übernahm das eine Stunde früher. Da ich sowieso keine Luft bekam, beschloss ich aufzustehen. Um 8 Uhr würde ich mich aufmachen zu meinem Internetanbieter und für mich und drei Nachbarn das neue Modem holen. Sollte sich ausgehen dass ich um 9 Uhr pünktlich bei unserem Workshoptag der Bürgerliste sein könnte.

Im Gepäck hatte ich übrigens zwei Outfits, doch dazu später mehr.

Ich düste nach Süden, holte die Modems und fuhr zurück. Bevor ich aufgebrochen war, hatte ich noch keinen Hunger, doch während der Fahrt kam er dann. Also ein schneller Zwischenstopp Frühstück kaufen, dann nach Hause die Modems in die Wohnung „schmeißen“, wieder ins Auto und weiter zu meinem Termin. Pünktlichst um 9 Uhr war ich vor Ort! Und als erstes gönnte ich mir erstmal ein Frühstück, zweiter Kaffee inklusive.

Dann begann mal der Workshoptag. Wir lernten wie man mit Bürgern spricht, wie man bei Hausbesuchen vorgeht und legten uns Argumente zurecht. Dazu machten wir die Terminplanung für Jänner, sowie die Grätzelaufteilung. Unser Bereich – den wir uns zu sechst teilen – ist recht groß. Zusätzlich werde ich noch die jetzige Gemeindrätin bei einem Bereich unterstützen – das haben wir bereits am Freitag besprochen – und einen eigenen Bereich habe ich auch bekommen. Und mir auch gleich einen „Kavalier“ organisiert. Hausbesuche macht man ja normalerweise zu zweit und am besten mit jemand der nicht auch selbst aktiv kandidiert. Also habe ich den Mann der Nachbarin gefragt mit der ich am Freitag unterwegs war. Sie war übrigens eh dabei bei dem Gespräch! Ich werde im Jänner also an genug Türen klingen und ich habe noch keine Ahnung wie das werden wird.

Unser Chef will mich aber offenbar wirklich im Gemeinderat. Er ist nämlich davon überzeugt, dass man nur mit Hausbesuchen Vorzugsstimmen generiert und er hat darauf bestanden dass ich noch einen eigenen Bereich auch mache.

Zu Mittag gab es dann Pizza für alle und danach ging es ans Fotoshooting. Zuerst gab es ein Gruppenfoto drinnen, dann eines – vom Winde verweht – draussen. Dann machten wir noch eines mit der Scheckübergabe an den Verein, wo wir Geld beim Grätzel-Glühwein gesammelt hatten.

Dann ging es wieder rein, Outfitwechsel und dann wurde das Silvesterfoto aufgenommen. Als Belohnung wurde uns dann das Weihnachtsvideo präsentiert und es ist echt gut geworden! Ich freue mich schon voll darauf wenn wir das nächste Woche in den sozialen Medien veröffentlichen!

Um 16 Uhr war dann früher als gedacht Schluss. Was bedeutete ich hatte eine Stunde frei. Danach würde ich mich mit Aretha in Wien treffen. Da ich nicht heimwollte – die Gefahr von der Couch gefesselt zu werden war einfach zu groß – ging ich noch auf einen Kräutertee zum Heurigen mit. Doch zuvor gab es noch einen Outfit-Wechsel. Mit den Klamotten vom ganzen Tag wollte ich nämlich nicht ins Konzert!

Ich schlürfte gemütlich meinen Tee und machte mich dann auf nach Wien. Dort war aber die Hölle los und ich fand keinen Parkplatz wo ich es geplant hatte. Also die U-Bahn retour gefahren und zwei Stationen weiter probiert. Und ich hatte Glück und meine Verspätung hielt sich mit sechs Minuten in Grenzen!

Dann ging es erstmal zum Griechen Abendessen und natürlich zum Mädelsaustausch. Da Aretha bei unserem letzten geplanten Treffen angeschlagen war, hatten wir uns schon ein Weilchen nicht gesehen. Und es hatte sich ja einiges getan bei uns!

Nach einem ausgezeichneten Abendessen, ging es dann ins Metropol – mein erstes Mal – zu „Swinging Chanukka“. Und ich muss sagen es war ein sehr kurzweiliges, nettes Konzert. Als sie meinten das letzte Stück, sah ich auf die Uhr und stellte fest, dass es bereits 22 Uhr 30 war! Und ich saß noch aufrecht!

Nach dem Konzert gingen wir dann noch zu Fuß zur U-Bahn und dann direkt nach Hause. Irgendwann ist es einfach wirklich genug. Am Heimweg hatte ich dann übrigens meine allererste Polizeikontrolle wo ich am Steuer saß, Atemkontrolle inklusive! Danke lieber Kräutertee 0,00 Promille!

Nach dieser Woche habe ich den Sonntag übrigens auf der Couch verbracht. Ich stand nur auf wenn ich ein Bedürfniss zu erledigen hatte – Hunger, Toilette – bzw. als meine Nachbarn kamen die Modems holen!

© Libellchen, 2019

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