Umstieg auf Öffis

Die erste Woche mit den Öffis ist ebenfalls erledigt. Und erstmal geht es mir recht gut damit. Zeitaufwand ist ca. eine halbe Stunde mehr täglich. Dafür brauche ich mich nicht zu konzentrieren. In Wien Auto fahren ist ja manchmal auch nicht ohne.

Der Morgen beginnt mit einem Kaffee. Den trinke ich, während ich mich anziehe. Zwischen aufstehen und aus dem Haus gehen, habe ich 40 Minuten Zeit. Früher habe ich bereits nach 30 Minuten das Haus verlassen. Wenn ich fertig war, bin ich losgefahren. Das geht jetzt nicht mehr. Ich muss warten bis der Bus fährt. Also trinke ich einen Kaffee. In meiner Handy-App schaue ich ob mein Bus rechtzeitig kommt oder Verspätung hat. Er kommt ja aus dem Burgenland und hat bis zu mir schon einen weiten Weg hinter sich. Die Angaben in der App waren bisher immer sehr zuverlässig und ich kann die Wartezeit kurz halten.

Am Hauptbahnhof in Wien angekommen reihe ich mich in den Strom Richtung U-Bahn ein. Da sind um kurz nach 7 Uhr bereits die Menschenmassen unterwegs. Ich weiß auch schon wo ich einsteigen muss, damit der Umstieg danach am besten funktioniert. Niedersetzen lasse ich gleich mal bleiben. Habe mit der ersten U-Bahn nur vier Station, mit der zweiten dann überhaupt nur eine. Von der U-Bahn zum Büro brauche ich weniger lange als zu Hause zum Bus. Und wenn ich ein Frühstück brauche, komme ich bei mindestens drei Bäckereien vorbei.

Zweimal bin ich die eine U-Bahn Station auch schon zu Fuß gegangen, da ich Zeit hatte. Beim Heimgehen vergesse ich oftmals noch zu schauen wann es günstig ist aufzubrechen. Am Weg raus, komme ich dann aber drauf und mache halt einen Spaziergang anstatt am Busbahnhof zu warten.

Im Bus höre ich Musik und schaue in der Gegend rum. Das Handy lasse ich stecken. Das geschaukel und das Handy, da wird mir übel. Und in der U-Bahn stehe ich und lasse das Handy auch stecken. Ich beobachte lieber die Menschen und träume vor mich hin. Alles in allem ist das Öffi fahren für mich weit entspannter als mit dem Auto.

Nur die Füße tun mir weh. Die Halbschuhe sind nicht optimal zum durch die Gegend laufen. Doch ich habe mir bereits Schuhe bestellt, die vor allem bequem sein sollten. Ich habe so super bequeme Schuhe zu Hause, die nur leider nicht „schön“ genug sind für die Arbeit. Doch die selbe Firma bietet dunkle Sneakers an, die nicht so sportlich ausschauen. Die habe ich mir mal bestellt. Ich hoffe das sie halten was ich mir von ihnen verspreche! Das ist aber wirklich das einzige Manko, zur Zeit. Mein neuer Chef gibt mir fünf bis sechs Jahre, bis mir die Öffis auf die Nerven gehen. Ich denke, damit könnte er recht haben.

Aber schauen wir mal, wie es mir im Winter geht. Ich hab es ja nicht so mit Kälte. Schätze die Sitzheizung meines Autos werde ich schon vermissen….

Aber zumindest war mal der Start in Ordnung. Ich bin schneller als gedacht und mit der Entschleunigung hatte ich auch gar nicht gerechnet. Ich hatte eher gedacht dass mich das Öffi fahren nervt.

© Libellchen, 2019

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