Was macht mich zur Frau?

Jede Frau lebt ihre Weiblichkeit auf andere Art aus! Jede auf ihre ganz persönliche Art. Manche nutzen dazu High Heels. Manche die neueste Mode. Die tollsten Frisuren. Schminke. Schmuck. Kinder. Uvm.

Ich brauche das alles nicht um mich als Frau zu fühlen. Ich habe sehr weibliche Rundungen und jedes Monat meine Blutungen. Das reicht mir eigentlich.

Ich trage nie High Heels.

Kleide mich so wie ich will, nicht nach der Mode.

Meine Frisur ist zweckmäßig, nicht chic.

Schminke habe ich seit 7 Jahren keine mehr zu Hause.

Mein einziger „Schmuck“ ist mein Fitnessarmband. Ich habe zwar Schmuck zu Hause, nehme aber nie welchen.

Ich habe keine Kinder.

 

Mich hat noch nie jemand gedrängt High Heels zu tragen.

Mich hat noch nie jemand gedrängt mir andere Klamotten zuzulegen.

Außer der Friseurin, hat mir noch nie jemand eine andere Frisur nahegelegt.

Auch meine Schminke hat noch niemand thematisiert.

Vor längerem habe ich öfter mal Schmuck geschenkt bekommen, doch das hat sich aufgehört, da ich ihn nie trage.

Aber dass ich keine Kinder habe, wird immer mal wieder von Menschen angesprochen. Ich werde immer mal wieder aufgefordert, doch endlich für Nachwuchs zu sorgen. Mehr oder weniger ernst gemeint. Und selbst wenn es nur Spaß ist – was ich nicht glaube – warum zum Teufel geht das irgendjemand etwas an? Außer mir selbst! Da ich keinen Partner an meiner Seite habe, ist es nämlich wirklich nur ein Thema was mich alleine etwas angeht.

Und einer Single-Frau 40+ zu raten doch endlich ein Kind zu bekommen, finde ich einfach unverschämt. Hätte ich eine Beziehung und wäre jünger, würde ich es auch übergriffig finden. Weil, wie gesagt, geht niemand was an.

Ich möchte das hier mal schwarz auf weiß niederschreiben – vielleicht kommt dann die eine oder andere Nachfrage weniger.

ICH WERDE KEINE KINDER IN DIESE WELT SETZEN. NICHT EIN EINZIGES. Das ist meine persönliche Entscheidung die alle zu respektieren haben. Und ehrlich gesagt habe ich diese Entscheidung schon mit 16 getroffen. Ich habe mir nur mit ca. 25 geschworen, wenn es doch passiert, bekomme ich das Kind und habe gleichzeitig akribisch für Verhütung gesorgt. Mit 30 tickte dann die biologische Uhr und es war plötzlich eine Möglichkeit die im Raum stand. Damals hatte ich aber eh einen Mann, der diese Kinder lieber mit der anderen Frau bekommen wollte, die er gevögelt hat.

Und es ist mir total egal, dass unser Nachname danach ausstirbt – was er sowieso nicht tut, braucht man nur ins Telefonbuch schauen. Nur unsere Familienlinie stirbt aus. Und auch das ist mir egal. Was genau hat meine Familie für mich getan, dass ich mich um so was kümmern sollte?

Warum wohl habe ich diese Entscheidung mit 16 getroffen? Weil mein Familienleben scheiße war! Weil sich niemand um mich geschert hat. Weil ich ahnte, alleine mit dem Kind dazustehen. Mit null Unterstützung von meiner eigenen Familie.

Und jetzt soll ich mit über 40 mein Leben auf den Kopf stellen, weil jemand vielleicht hin und wieder einen Säugling auf dem Arm halten will? Äh. Sicher nicht!

Abgesehen davon lebe ich seit über zwei Jahren bereits enthaltsam. Und ich heiße nicht Maria….

Es wäre für mich also gar kein Thema, wenn nicht dauernd Zwischenrufe von außen kommen würden. Ich denke ihr solltet euch an den Gedanken langsam gewöhnen. Als sturer Steinbock mache ich was ich will und was gut für mich ist und nicht was ihr gerne von mir hättet….

© Libellchen, 2019

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