Ein guter Tag!

Mein Mittwoch war echt super!

Am frühen Morgen hatten wir schon die erste Besprechung, wo uns die Männer ihre Erkenntnisse von der Einschulung am Vortag näherbrachten. Oder besser gesagt, wo uns unser Chef die Erkenntnisse näherbrachte. Bei meinem Bürokollegen hatte man eher das Gefühl, dass er gar nicht dabei war….

Er hatte auch nichts mitgeschrieben gehabt und unseren Chef gefragt ob er seine Mitschrift zur Verfügung stellen könne, da er sich nicht mehr an viel erinnern könne! Echt jetzt? Das traut er sich auch noch sagen?

Unser Chef gab dann den Auftrag aus, sie zwei wollen die Arbeit vom Vortag rekonstruieren und in diesem Zuge solle mich mein Bürokollege auch gleich einweisen. Und ansonsten solle er ausprobieren, was geht und was nicht. Das gefiel ihm gar nicht. Er wollte klare Vorgaben wonach er suchen solle. Was unser Chef mehrfach ablehnte. Er könne noch keine Vorgaben geben, da er ja auch erst schauen muss, was in dem Tool noch alles versteckt ist. Und mein Bürokollege solle es ihm gleichtun. Er sei ja mitgewesen und habe den selben Kenntnisstand.

Er lief danach total unrund und ich lachte in mich hinein. Ich KONNTE nämlich nicht helfen. Ich wusste noch nicht mal wie ich in das Tool reinkomme. Wenn er mich also nicht einweist, dann KANN ich nicht helfen. Was für ein geiles Gefühl. Er ist auf sich allein gestellt! Und man konnte ihm total ansehen, dass ihm das nicht gefiel. Dazu kam, dass der Chef die ersten Ergebnisse am Freitag in der Früh sehen wollte und ich war den Rest des Mittwochs nicht wirklich verfügbar…..

Nach der Besprechung fuhr ich mit meiner Freundin S. in die Innenstadt zu einem dienstlichen Termin, danach Mittagessen und um 12 Uhr war ich im Nebengebäude für eine Ersteinweisung für den potenziellen Arbeitsplatz wo der Kollege mit Ende November in Pension geht. Wir saßen eine Stunde im Freien auf einer Bank im Schatten und plauderten. Und der Typ hat eine ähnliche Arbeitsweise wie ich! Es sind also Unterlagen der letzten 20 Jahre verfügbar. Man muss sich „nur“ einlesen und das Wissen aneignen. Und wenn man die Sache gut anlegt, ist man in ein paar Jahren, so wie er jetzt, die „graue Eminenz“ in einem Nischenprodukt in unserem Ministerium.

Dazu käme mehr Geld, derselbe Standort, keine Mitarbeiter, einen angenehmen Chef und jetzt kommt es ein EINZELBÜRO! Er ist sehr frei in seiner Zeiteinteilung und arbeitet relativ selbständig. Gut, er ist auch schon Jahre dabei. Bei mir würden sie anfangs sicher mehr darauf schauen was ich tue, aber wenn ich mir keine Schnitzer erlauben würde, würde sich das mit der Zeit sicher legen.

Der Arbeitsplatz wird jetzt in den nächsten zwei Wochen offiziell ausgeschrieben und ich kann mich dann bewerben. Was ich auch tun werde. Ob ich den Job bekomme ist aber natürlich noch offen! Es läuft dann natürlich das normale Bewerbungsverfahren, mit Personalauswahl. Mit meiner Vorkenntnis, hätte ich aber auf jeden Fall gute Chancen, selbst bei mehreren Bewerbern. Und es gibt noch niemand, den sie unbedingt haben wollen, was immer auch eine gute Nachricht ist. Bei vielen Ausschreibungen gibt es ja schon jemand, den sie wollen, bevor der Job überhaupt ausgeschrieben wird.

Nach dem Gespräch, meldete ich mich bei meinem Chef zurück und informierte ihn und meine Freundin S. Und dann ging es auch schon zum See, wo ich mir einen tollen Nachmittag mit Aretha machte!

Das Leben ist schön!

© Libellchen, 2019

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