Hot in the City

Am Samstag hatte ich Dienst. Bei 33 Grad draussen und mehr drinnen….

Als ich die Wettervorhersage gesehen habe, graute es mir schon ein wenig. Dabei war es weniger schlimm als befürchtet. Aber ich hatte vor Dienstantritt schon zwei Liter intus und eineinhalb Liter trank ich während des Dienstes. Meinem Kreislauf ging es also einigermaßen gut.

Meine Schulter schmerzt noch nicht wieder, dank Spritze von Orthopäden. Das Hämatom in der Armbeuge – vom dort nicht funktionierenden Zugang – schaut zwar fürchterlich aus, tut aber nur weh wenn man ankommt. Das am Handrücken haben die Handschuhe verdeckt. Und meine Gebärmutter hat nur dreimal ein wenig „gezogen“ in den fünf Stunden.

Ich war also fast fit! Im Gegensatz zu einer Kollegin die sich trotz Hitze und Kopfschmerzen hingequält hat. Zu ihrem Glück hatten wir einen Neuling zur Einschulung die dann ein wenig länger geblieben ist. Wir schickten also die leidende Kollegin nach Hause.

Es waren auch beide Chefinnen vor Ort und unsere resche Registrierung hat voll durchgegriffen. Gegen die bin ich eh ein Lächerl-Schas. Und ich dachte ich wäre streng! Unser Glück ist dass bei der Hitze auch weniger Kundschaft kommt. Das erspart uns ein wenig Arbeit. Allerdings sind einige bei der Hitze sehr aufgeregt….Die muss man ein wenig abkühlen.

An diesem Wochenende ist mir nur eine ungut aufgefallen, die auch schon vor zwei Wochen auffällig war. Eh ein guter Schnitt eigentlich. Bei über zwanzig Kundschaften, war nur eine mühsam. Eine neue hatten wir auch wieder dabei. Ein junges Mädel. Kam ganz zum Schluss und freute sich über die vielen gesunden Sachen welche die anderen nicht gewollt hatten. Wir gaben ihr auch alles mit was sie wollte. War ja sowieso die letzte. Ich denke sie ist ein wenig über zwanzig. Ich hatte sie für eine Inländerin gehalten – Aussehen und Sprache – habe aber erfahren dass sie zumindest einen Migrationshintergrund hat. Für Leute wie sie mache ich das gerne. Sie freute sich so dass sie die ganze Woche was zum Essen hat dank uns, dass sie in Tränen ausbrach und sich mehrfach bei uns bedankte.

Wenn ich so ein junges Mädel sehe, würde ich gerne noch mehr tun für sie. Ihr helfen auf die Beine zu kommen. Vielleicht einen Job zu finden oder was auch immer. Deshalb werde ich auch die Fortbildung zur Sozialbetreuerin machen. Damit ich Menschen wie ihr vielleicht in Zukunft mehr helfen kann, als nur mit Nahrungsmitteln. Wobei sie sich über die schon enorm gefreut hat.

Der Dienst war also wieder extrem erfolgreich für mein Seelenheil. Leider hatte ich am Abend dann doch ein wenig Kopfschmerzen. Das war aber sicher von der Hitze.

© Libellchen, 2019

2 Kommentare zu “Hot in the City

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