Arzttag

Am Donnerstag ging es am frühen Morgen erstmal zu meiner Hausärztin. Sie hatte mir die Überweisung geschrieben und so wollte ich sie auch über das Ergebnis informieren. Allerdings hatte ich am selben Tag noch einen Termin bei einem Orthopäden/Wahlarzt, Dank Aretha.

Um 8 Uhr öffnet sie und um 7 Uhr 30 war ich dort und war Fünfte. Um 8 Uhr wurde die Ordination dann offiziell eröffnet und bis dahin herrschte schon Chaos. Diejenigen die sich auskennen, legten ihre Karte auf das Pult der Ordinationshilfe. Andere, die der Meinung sind nur eine Kleinigkeit zu brauchen, tun dies nicht unbedingt. Da ich zum einen Zeit hatte und zum anderen die Problematik mit Warteschlangen von meinem Ehrenamt kenne, habe ich die Dynamik fasziniert studiert. Und ich hatte wirklich viel Zeit, kam ich doch erst um 8 Uhr 45 dran. Kein Wunder, es wurden ja auch vier Personen vorgezogen. Ein Kind, zwei zum Impfen und eine die leidend war. Wobei mich das weniger störte als diejenigen die selber genug Probleme haben und sich trotzdem in die Schlange gereiht hatten….

Als ich dann dran war betrachtete sie den Befund und meinte nur „Ach, das geht von selber weg. Einfach schonen und schmieren.“ Auf meine Frage wie lange bis es ausgeheilt ist, antwortete sie nur „Da müssen sie in ihren Körper reinhören, dann merken sie das schon!“ Ich wies sie auf meinen Termin beim Orthopäden hin, welchen sie für überflüssig hielt, „Aber eine zweite Meinung, kann ja nicht schaden“.

Das mit auf den Körper hören ist so eine Sache. Sicher merke ich, wenn ich wieder schmerzfrei bin. Jetzt habe ich aber eine chronische Entzündung. Heißt die hat sich schon sehr lange aufgebaut. Ich habe die Woche auch überlegt. Und es könnte sein, dass ich die ersten Anzeichen bereits im Herbst voriges Jahr gespürt habe. Damals unterbrach ich das Training zwei Wochen, weil mir meine rechte Schulter weh tat. Doch danach habe ich wieder weitergemacht. Nach der Kur bekam ich einen neuen Trainingsplan und dabei gab es eine Übung die ich schon früher gehabt hatte und sehr mochte. Diesmal halt mit einem Kilo mehr. Und einmal, da merkte ich, dass es sehr schwer geht mit der rechten Hand. Aber ich machte trotzdem weiter. Gleich aufgeben bringt ja auch keinen Erfolg!

So viel zum Reinhören in den Körper. Natürlich erkenne ich, wenn etwas schwer geht, aber wie soll ich erkennen, dass die Entzündung weg ist und ich wieder trainieren kann? Ehrlich gesagt fand ich den Besuch unbefriedigend.

Am Nachmittag ging es dann zum Orthopäden. Ein sehr netter älterer Herr, der sich nicht nur den Befund, sondern auch die Bilder angeschaut hat. Und der mit mir „turnte“. Arm drehen, heben, drücken. Soweit es halt geht. Natürlich ausgezogen damit er sich das Spiel der Muskulatur anschauen kann. Und dann sagte er etwas, dass es ziemlich gut trifft. „Ui“. Ja das war die richtige Reaktion zu meinen Schmerzen!

Er will jetzt auch ein MRT. Denn am Röntgen sah er schon, dass meine Knochen von der Stellung her, möglicherweise die Sehne auch einklemmen. Was auch eine Ursache für die Entzündung sein könnte. Und einen Einriss kann man auch nicht ausschließen bei der Einschränkung die ich habe. Ha! So viel zu schmieren und abwarten. Natürlich weiß ich noch nicht wer Recht hat von den beiden Ärzten, aber ich bin schon froh, dass wir da noch eine Untersuchung machen. Vor allem weil er auch eine klare Ansage machte. In drei Wochen sehen wir uns wieder, nach Möglichkeit mit MRT, ansonsten ohne und bis dahin keinen Überkopf-Sport – auch nicht wenn der Schmerz nachlässt! Danke Herr Doktor! Mit so einer Ansage kann ich was anfangen! Und der Schmerz lies auch nach, nachdem er mir eine Spritze reingejagt hatte. Diejenigen die mich kennen, können sich vorstellen wie schlimm die Schmerzen waren, wenn ich mir freiwillig eine Spritze geben lasse! Das schmerzfreie Haare waschen nach zwei Wochen habe ich übrigens enorm genossen am Abend!

Das MRT muss ich allerdings von meiner Krankenkasse chefärztlich bewilligen lassen. Ich wollte also am Freitag hinfahren, bis ich herausfand das geht auch online. Dank meiner Handysignatur kann ich mittlerweile recht viel online erledigen und erspare mir so den einen oder anderen Weg. Ehrlich man lernt echt nicht aus.

Bewilligungen gehen mittlerweile online, Anträge für Kostenerstattungen ebenfalls und auch die Rechnungen an meine Privatversicherung kann ich mittlerweile mittels App einreichen. Das erspart schon viel Zeit, auch wenn es noch nicht ohne nachdenken geht. Ich sitze noch jedes Mal und überlege, wie war das nochmal?

© Libellchen, 2019

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