Der geglückte Reinfall

Vorigen Samstag hatten wir einen Tag der Freiwilligkeit. Dabei sollten alle sozialen Dienstleistungen vorgestellt werden und bestenfalls ein paar neue Mitarbeiter gefunden werden! Leider hatte es recht wenig Werbung dafür gegeben.

Als ich dort ankam wurde ich aber mal herzlich vom Team begrüßt – fast alles Fremde für mich. Dann gab es mal Kaffee und Mehlspeise – frisch vom Bäcker! Kurz vor der Eröffnung suchten wir uns mal unseren Stand. Alles war total lieb hergerichtet. Auf den Tischen lag Info-Material und auch immer etwas thematisch passendes. Bei den Begleithunden ein Stoffhund, bei der Tafel ein Kochbuch, bei der Rufhilfe ein Rufhilfe-Armband, usw. Unsere Chefin hatte sich echt Mühe gegeben und alles total liebevoll aufgebaut. Was ich auch gleich lobte!!!

Und dann hieß es warten. Und wir warteten ziemlich lange. Und da kaum jemand kam, tauschten wir uns untereinander aus und lernten uns ein wenig kennen. Was total spannend war! Am Vormittag kamen genau zwei Interessenten. Die erste aber wahrscheinlich eher als neue Kundin, denn als Helferlein. Sie war bei uns schon bei der Pensionistenbetreuung und wollte mich auch bei der Tafel besuchen kommen. Ich sagte ihr wann ich Dienst habe und dann schauen wir mal.

Als zweites kam eine Frau in den besten Jahren. Sie kam bei der Tür rein, blickte sich um, leicht überfordert vom Angebot. Meinte sie suche die Tafel. Ich sprang auf und bat sie zu mir. Wir plauderten ein wenig und in der Zwischenzeit richtete unsere Chefin schon die Freiwilligenmappe her. Ich schätze die sehe ich demnächst bei uns im Team wieder!

Dann gab es ein leckeres Mittagessen vom Heurigen ums Eck. Wir schlemmten und plauderten auf der Terrasse. Es kamen noch zwei Bekannte von einem von uns. Und ansonsten hatten wir eigentlich Zeit für uns. Kurz nach 15 Uhr kam dann meine Arbeitskollegin. Die hatte mitbekommen dass ich bei der Tafel bin und hatte sich schon im Vorfeld erkundigt. Ich hatte ihr den Link geschickt und da sie im Ort wohnt, wollte sie vorbeikommen. Was sie auch tat.

Ich ging mit ihr die Runde, doch am meisten interessierte sie sich für die Tafel. Dazu muss ich sagen, ich konnte sie mir nicht als Teil unseres Teams vorstellen – ausgehend von ihrer Art in der Arbeit. Witzigerweise war sie am Samstag ganz anders! Ich wahrscheinlich auch…. Und plötzlich war das gar nicht mehr so abwegig. Natürlich muss man sich das dann in echt anschauen, aber ich finde es gar nicht mehr ausgeschlossen, dass sie sich bei uns wohlfühlen könnte. Sie unterschrieb auch gleich die Beitrittserklärung für die Freiwilligenarbeit vor Ort. Wir wollten sie ihr eigentlich mitgeben, aber sie war offenbar schon mit dem Entschluss gekommen. Mal schauen was daraus wird….

Es war also wirklich nicht viel los gewesen und doch haben sich drei der fünf Besucher für die Tafel interessiert. Für mich hatte sich das Aufstehen also ausgezahlt!

© Libellchen, 2019

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