Etappensieg

Dieser Beitrag wurde von mir vor dem 18. Mai 2019 erstellt. Das Thema Jobsuche hat sich also wahrscheinlich bereits überholt, aber das wusste ich vor einer Woche noch nicht….

Ab sofort braucht Mrs. Wichtig nicht mehr darauf herumreiten, dass ich als Dienstzugeteilte nur nachrangig behandelt werde. Meine Vorstellung beim Wissenden bezüglich Arbeitsplatz hat was gebracht. Er hat mit der Projektleitung vereinbart, dass ich wie eine versetzte Mitarbeiterin behandelt werde. Eine Rückkehr zur alten Dienststelle ist also eigentlich vom Tisch.

Natürlich kann es passieren, dass jemand sein Wort bricht, doch davon gehe ich nicht aus. Ich nehme das als positives Zeichen. Und somit ist es auch nicht mehr so wichtig, dass ich den Arbeitsplatz bekomme der für mich vorgesehen ist. Wenn sie sich daranhalten, bekomme ich auf jeden Fall einen Arbeitsplatz und werde nicht zurück abgeschoben.

Jetzt heißt es aber wieder abwarten und die Augen und Ohren offenhalten. Mit dem jetzigen Ergebnis gehen sie jetzt extern verhandeln. Ob ich den vorgesehenen Arbeitsplatz bekomme, liegt jetzt in der Hand eines anderen Ministeriums. Ich achte aber natürlich in der Zwischenzeit darauf ob sich irgendwo eine Alternative auftut.

Ich glaube aber jetzt werden mal alle abwarten was bei den Verhandlungen rauskommt. Erst danach wird sich wieder was tun. Ich kann also wieder zwei Monate meine Gelassenheit trainieren….. Ob ich will oder nicht. Für einen ungeduldigen Menschen wie mich ist so ein Zustand gar nicht so einfach. Obwohl ich das Spiel schon kenne, liegt es mir immer noch nicht mehr.

Dafür bekomme ich jetzt „endlich“ meinen Amtstitel Amtsdirektorin verliehen. In den Bezügen tritt keine Änderung ein – wie es bei uns immer so schön heißt. Für mich war das sogar eine Überraschung. Ich dachte nämlich ich müsse dafür 16 Jahre im Dienststand sein, aber offenbar berechnet sich der Stichtag aufgrund des Vorrückungsstichtages. Und da ich ja vor meinem Wechsel schon in der Privatwirtschaft beschäftigt war, wurde mir ja etwas angerechnet. Von den sechs Jahren, waren das drei Jahre (sind immer drei Jahre) und davon habe ich die Hälfte bekommen (wie alle). Ich bin also 15 Jahre im öffentlichen Dienst beschäftigt, eineinhalb Jahre werden mir angerechnet, sind 16 eineinhalb Jahre und deswegen werde ich jetzt Frau Amtsdirektor.

Na wenn ich schon keine Arbeit habe, dann wenigstens einen tollen Amtstitel!

© Libellchen, 2019

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