Abschied nehmen

Ich war am Mittwoch Turnus 13 angereist. Und somit war ich ein 13M. Im Speisesaal waren wir in drei Bereichen untergebracht. Jeder Bereicht hatte anderes Bedienpersonal und war auch räumlich ein wenig getrennt. Natürlich kannte man auch die anderen Turnusse aber näher standen einem einfach diejenigen des eigenen Turnusses. In unserem Bereich saßen die 13D (Dienstag KW 13) und 13M (Mittwoch KW13). Was natürlich auch bedeutete dass an unserm letzten Tag die 13D bereits abreisten. Und beim Mittagessen am Dienstag saßen plötzlich lauter fremde Menschen neben uns. Und ich dachte so bei mir „Es wird Zeit zu gehen!“ Die Hälfte von „uns“ war bereits weg und wir würden am nächsten Morgen folgen. Und es war gut so….

Doch eines war mir noch wichtig. Ich wollte noch ein letztes Mal nach Gastein rauf und mich verabschieden. Was ich Dank einer vorgezogenen Behandlung auch locker am Dienstagnachmittag schaffte. Ja, ich konnte sogar noch eine Stunde auf der Terrasse in der Sonne geniessen.

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Es war zwar einerseits ein wehmütiger Abschied, aber es war auch gut. Wenn es am schönsten ist, sollte man ja bekanntlich gehen!

Am Dienstagmittag traf ich auch nochmal meinen „Arbeitskollegen“ beim Mittagessen und verabschiedete mich auch von ihm. Er war ja eine Woche nach mir angekommen – was wir beide aber schon im Vorfeld gewusst hatten – und er hatte mich auch nicht nachhaltig gestört. Er arbeitet ja auch bei uns im Ministerium, wir haben auch schon zusammen gearbeitet, aber richtig viel haben wir nicht miteinander zu tun! Auf der Kur trafen wir uns hin und wieder zufällig und plauderten ein wenig. Anfangs war er noch voll gestresst, bei meinem Abschied war er bereits tiefentspannt und glücklich.

Am Mittwoch beim Frühstück war dann der wirkliche Abschied von allen die man jetzt jeden Tag gesehen hatte. Traurig war ich dabei nicht, erst bei mir zu Hause fehlte mir ihr Anblick irgendwie. Die Heimreise war recht problemlos und ich kam auch pünktlich für meinen Nachmittagstermin – die Heizungsfirma hat den Wärmetauscher gewechselt.

Es war aber schon auch eine Umstellung für mich. Vom kleinen Zimmer zu meiner „riesigen“ Wohnung. Von dauernd von hunderten Menschen umgeben, wieder alleine zu Hause. Von 1.000 Höhenmetern auf 194 Höhenmeter – das hat mir am meisten gemacht! Ich hatte so was wie einen Höhen-Jetlag. Lange dauerte es aber nicht und ich war wieder zu Hause „angekommen“. Ich war aber sehr froh mir auch den Gründonnerstag und Karfreitag freigenommen zu haben. Gleich arbeiten hätte ich nicht gehen wollen!

© Libellchen, 2019

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