Höhenweg nach Bad Hofgastein

In der letzten Woche kam der Schnee retour! Als Flachländler sehe ich eher selten Schnee. Doch in Bad Gastein ist das halt was anderes. Da öffnet man in der Früh die Vorhänge und sieht nicht nur die Schneeflocken fallen sondern auch auf den Bergen dass es in der Nacht ein wenig mehr geschneit haben muss!

Das Wetter hielt mich auf jeden Fall im Haus. Ich war nur einmal einkaufen und ansonsten machte ich es mir in der Kuranstalt gemütlich. Damit hatte ich auch kein Problem, mein Problem war dass die Wettervorhersage für das Wochenende auch mies war! Und mir fehlte noch der Höhenweg! Der Höhenweg ist im Winter leider immer gesperrt. Und die ersten zwei Wochen war er sogar wirklich, wirklich gesperrt! Da sich offenbar niemand an die Wintersperre hielt, hing bei uns in der Kuranstalt ein Schreiben dass der Höhenweg bis 7.4. 19 wegen Holzschlägerungsarbeiten NICHT BEGEHBAR ist!

An dies hielt sich zwar auch nicht jeder, aber ich halt. Und dann war er nur mehr gesperrt und nicht wirklich absolut gesperrt und das Wetter war schlecht! Das machte mich ein wenig unrund. Ich konnte doch nicht zurück fahren ohne den Höhenweg gegangen zu sein!

Der Samstag war grau in grau und ich war im Fitnessraum. Der Sonntag war auch nicht viel besser, aber ich wurde immer unrunder. Ich wollte den Höhenweg auf jeden Fall noch mitnehmen! Nach dem Mittagessen beschloss ich einfach mal loszugehen. Als ich jedoch die Unterkunft verlies hatten wir mal wieder Graupelschauer. Aber nur ganz leicht. Ich hatte meine Regenjacke übergezogen und ging einfach mal drauf los. Ich setzte einen Schritt vor den anderen und überlegte die ganze Zeit „Soll ich weitergehen?“ „Soll ich umdrehen?“ „Ist mir das wirklich so wichtig?“

Irgenwann kam ich dann zu den Angoraziegen und vergas meine Überlegungen. Ich stapfte einfach weiter. Irgendwann war dann der Regen vorbei und es war nur mehr grau in grau. Und ich ging einfach immer weiter. Als ich eine Stunde unterwegs war, beschloss ich „Umdrehen macht jetzt keinen Sinn mehr, jetzt kann ich auch weitergehen“. Bei einer Gehzeit von 2 1/2 Stunden war nach einer Stunde umkehren echt sinnlos. Ich wäre auch zwei Stunden unterwegs und hätte das Ziel nicht erreicht.

Ab da konzentrierte ich mich mehr auf meine Umgebung und auch das Wetter wurde immer schön. Ab der Grenze zu Bad Hofgastein kam sogar ein wenig die Sonne raus. Kurz vor der Galauderschlucht stand dann nochmal dass die Schlucht gesperrt sei und man nicht bis Bad Hofgastein gehe könne. Das hätte mich vielleicht beunruhigt wenn ich nicht gewusst hätte dass am Vortag andere aus der Kuranstalt den Weg gegangen sind! Also ging auch ich durch die gesperrte Schlucht. Und es war definitiv sehenswert! Und es fiel mir Gott sei Dank auch kein Stein auf den Kopf!

Es war nicht mein schönster Ausflug – vor allem weil das Wetter nur teilweise mitgespielt hat – aber er war wichtig für mich um abzuschließen. Erst danach hatte ich das Gefühl nach Hause fahren zu können. Zurück in Bad Gastein – den Rückweg legte ich mit dem Bus zurück – war ich ab da bereit für meine Abreise und begann mir über die Rückreise Gedanken zu machen. Ich hatte ja auch nur mehr ein paar Tage!

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© Libellchen, 2019

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