Böckstein und Alpakas

Eigentlich wäre ich ja gerne nach Zell am See gefahren. Ich war noch nie dort und es war nicht weit weg. Aber ausserhalb des Gasteinertales, welches ich ohne ärztliche Bewilligung nicht hätte verlassen dürfen und die Sprechstunde der Ärztin hatte ich verpasst. Also überlegte ich eine Alternative und beschloss den Aufstieg zum Bahnhof in Angriff zu nehmen. Zuvor war ich immer nur auf die halbe Höhe des Ortes gegangen und dann mit dem Lift nach oben gefahren. Diesmal wollte ich das ganze steile Stück in Angriff nehmen. Und danach würde die Kaiserin Elisabeth Promenade mich erwarten. Die könnte ich ja einfach ein wenig entlang gehen, so lange es mir halt gefiele.

Das Wetter war am Morgen nicht allzu berauschend. Es war für den ganzen Tag bewölkt angesagt und auch Regen stand am Plan. So traf es sich gut dass ich in der unmittelbaren Nähe bleiben wollte. Ich meldete mich sicherheitshalber vom Mittagessen ab und ging los.

Während der Steigung war das Wetter noch grau in grau, doch auf der Elisabeth Promenade kam dann ganz vorsichtig schön langsam die Sonne raus. Und so ging ich und ging ich, bis ich Böckstein ankam. Dort war das Montanmuseum leider geschlossen – was mir aber der Führer der Burg Klammstein schon gesagt hatte – weshalb ich die Gebäude nur von außen fotografierte. In Böckstein selbst ging ein kalter grausiger Wind weshalb ich nicht dort weiterging, sondern wieder umdrehte. Ein Kaffeehaus hatte ich vor Ort auch nicht gefunden, aber unterwegs war eines angeschrieben. Leider war das ein echt heruntergekommenes Raucherbeisl. Weshalb ich dort nicht länger als nötig verweilte und schnell wieder weg war.

Und so war ich Mittags eigentlich wieder in unmittelbarer Nähe der Kuranstalt. Dort würde ich aber nix zu essen bekommen! Ich machte Halt bei einem Kaffeehaus bei uns ums Eck – das Beste in ganz Bad Gastein – wo ich mir hausgemachte Powidltascherl leistete! Ich saß über eine Stunde in der Sonne, genoß meinen Kaffee und mein süßes Mittagessen und lies die Seele baumeln. Doch dann wurde ich schön langsam unruhig. Was sollte ich noch machen? Retour in die Kuranstalt und auf der Terrasse ein wenig lesen? Oder noch irgendwo hingehen? Und da fielen mir die Alpakas ein. Als ich das erste Mal im Kötschachtal war, hatte ich sie nicht gesehen. Ich beschloss die Alpakas zu „suchen“. Da ich bereits auf der Promenade saß, ging ich einfach Richtung Kötschachtal. Unterwegs begleiteten mich die Eichhörnchen und im Tal angekommen fand ich auch die Alpakas. Ich stand sicher eine halbe Stunde am Gatter in der Sonne und schaute ihnen beim Schauen und Fressen zu. Die sind echt herzig!

Als ich am Nachmittag dann zurück in der Kuranstalt war, war ich zutiefst zufrieden und strahlte übers ganze Gesicht! Es war ein echt total schöner Tag geworden und dass obwohl ich am Morgen beim Aufstehen noch gar keinen Plan hatte, was ich mir anfangen sollte!

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© Libellchen, 2019

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