Vorträge

Natürlich gab es auch Theorie.

Der erste Vortrag war von der ärztlichen Leiterin der Einrichtung. Es ging um die unterschiedlichen Krankheiten die sie vor Ort behandelten. Hauptsächlich Morbus Bechterew, Skoliose, Bandscheibenprobleme und Rheuma. Ich war ja bei Skoliose und Bandscheiben dabei.

Meine Probleme mit dem Rücken sind schon sehr alt. Schon als Jugendliche hatte ich immer wieder Schmerzen. Das kümmerte nur die Ärzte nicht weiter. Ich wäre wohl im Wachstum und später dann, ich hätte wohl eine zu große Oberweite. Dass ich offenbar immer schon Skoliose hatte wurde nicht diagnostiziert. Erst mit 38 Jahren hielt ich ein Röntgen mit der Diagnose in Händen. Und mit bekam ich auch gleich die Botschaft dass zwei Bandscheiben offenbar ein wenig beleidigt sind. Was ich nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenkte.

Seit drei Jahren bin ich jetzt dabei die Muskulatur zu trainieren um meinen Rücken zu entlasten und war eigentlich meistens schmerzfrei. Doch hin und wieder tat der Rücken trotzdem weh. Bei dem ärztlichen Vortrag wurde uns auch ganz detailliert erklärt wie die Bandscheiben aufgebaut sind und wie sie wirken. Und was passiert bei einem Bandscheibenvorfall. Und wie kommt es dazu. Und wie kann man was dagegen tun! Da war nicht nur Fachwissen vorhanden, es konnte auch verständlich kommuniziert werden! Ich war schwer begeistert und motiviert meinen Bandscheiben Gutes zu tun. Was wir bei der Heilgymnastik dann ja auch taten!

Auch die Diätologin hielt uns einen Vortrag über gesunde Ernährung. Eigentlich war nichts Neues dabei, sie machte mich nur auf mein Hauptproblem aufmerksam – gesunde Ernährung oder besseren das fehlen…. Vor Ort wurden wir ja bekocht und selbst fürs Frühstücksbuffett gab es Anleitung um kalorienarm zu essen. Und ich litt in den drei Wochen auch nie Hunger. Hin und wieder knurrte der Bauch zwar, aber das war vor dem Essen. Nach dem Essen war ich satt und zufrieden. Ich überlegte echt was ich von dem Vortrag in mein echtes Leben mitnehmen könnte. Ich nehme schon seit Jahren keinen Zucker in Tee und Kaffee. Ich selber koche auch nicht fett, im Gegensatz zum Kantinenessen im Büro. Was ich mir in den drei Wochen angewöhnte habe, war Topfen zu essen und Tee zu trinken. Wobei ich immer viel Tee zu Hause habe und auch recht häufig einen trinke, dort war es aber neben Wasser mein Grundnahrungsmittel. Ich bin auch umgestiegen von Weizenbrot auf Vollkornbrot und habe die Finger gelassen von Weckerl aller Art. Nur das rote Rüben-Weckerl stahl sich hin und wieder auf meinen Teller. Was sie uns auf jeden Fall mitgegeben hat war die Ernährungspyramide ala Bad Gastein. Eh nix neues, aber neu aufbereitet.

dav

Jeder Würfel ist eine Handvoll oder ein Viertelliterglas. Und sie meinte auch noch wir sollten mal unseren Alltag beobachten wo wir davon abweichen. Gut, das war mir gleich klar. Gemüse und die Spitze der Pyramide gehört getauscht und Kohlenhydrate schaffe ich auch mehr. Auch bei Fleisch und Wurst komme ich auf mehr. Bei der unteren Linie gehört übrigens auch schwarzer Kaffee und ungezuckerter Tee dazu.

Was bei der Reduktionskost witzig war, war die Suppe. Es gab nämlich immer nur Gemüsebrühe ohne was drinnen. Die ersten zwei Tage fand ich das total eigenartig, doch mit der Zeit gewöhnt man sich auch an das. Und den Magen hat sie irgendwie auch gefüllt.

Das war es bei mir mit den Vorträgen. Den Rauchervortrag brauchte ich nicht und den freiwillen Rheuma-Vortrag schenkte ich mir. Gott sei Dank kenne ich niemand mit Rheuma-Problemen!

Ich bin auch froh dass wir nicht noch mehr Frontalvorträge hatten, das meiste erzählten uns dann die Therapeuten sowieso während der Übungen. Und in kleinen Häppchen kann ich Informationen auch viel besser aufnehmen als in geballter Ladung!

© Libellchen, 2019

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